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Touren auf die Zugspitze

Fünf Wege auf Deutschlands höchsten Berg


Welcher Zustieg passt zu dir?

Die Zugspitze ist mit 2.962 Metern Deutschlands höchster Berg – und sie kann auf ganz unterschiedlichen Wegen erreicht werden. Vom langen, einfachsten Anstieg durchs Reintal über die anspruchsvolle Höllentalroute bis hin zu Mehrtages-Kombinationen mit Hüttenübernachtungen bietet jeder Aufstieg seinen eigenen Charakter. Diese Übersicht bündelt die beliebtesten Touren auf die Zugspitze und hilft dir dabei, die passende Route für deine Erfahrung, Kondition und dein alpines Vorhaben zu finden – die richtige Ausrüstung ist dafür obligatorisch.


Welche Touren gibt es?

Die Zugspitze ist auf verschiedenen Wegen erreichbar – von langen Talanstiegen über alpine Klassiker bis hin zu anspruchsvollen Gratrouten. Die angegebenen Gehzeiten und Höhenmeter beziehen sich jeweils auf die Touren vom Tal bis zum Gipfel. Durch eine Übernachtung auf den genannten Hütten lassen sich die Etappen deutlich verkürzen und auf mehrere Tage aufteilen. Unabhängig davon handelt es sich bei allen vorgestellten Zustiegen um anspruchsvolle Bergtouren, die eine gute Kondition, Trittsicherheit, alpine Erfahrung und die richtige Ausrüstung erfordern.

Route Schwierigkeit Höhenmeter Gehzeit Tourenart Hüttenübernachtung
Reintal Schwer
T3
2.300 hm 8–10 h Anspruchsvolles Bergwandern, große Kondition erforderlich Reintalangerhütte, Knorhütte
Ehrwalder Alm und Gatterl Schwer
T3
2.100 hm 7–8 h Anspruchsvolles Bergwandern Knorrhütte
Stopselzieher Sehr Schwer
T3, Kat. A/B
2.015 hm 5–6 h Klettersteig, anspruchsvolle Bergtour Wiener-Neustädter-Hütte
Höllental Sehr Schwer
T5, Kat. C
2.400 hm 7–9 h Klettersteig, anspruchsvolle alpine Tour (Gletscher) Höllentalangerhütte
Jubiläumsgrat Experte
T6, Kat. D
variabel 8–12 h Ungesicherte, schwere Gratroute Münchner Haus, Kreuzeckhaus

Die Zustiege in der Übersicht

Übersichtskarte Zugspitztouren


Route 1: Durchs Reintal auf die Zugspitze

Durchs Reintal auf die Zugspitze

Der Weg durch das Reintal ist der einfachste, aber längste Zustieg auf die Zugspitze. Immer entlang der wilden Partnach geht es optional durch die Klamm und weiter hinein in das Naturschutzgebiet Schachen und Reintal. Auf rund 21 Kilometern sind 2.300 Höhenmeter zu bewältigen. Technisch weniger anspruchsvoll, sollte die Tour aufgrund ihrer Länge und Abgeschiedenheit dennoch nicht unterschätzt werden.

Gehzeit: 8-10 Stunden

Übernachtungsmöglichkeiten: Reintalangerhütte, Knorrhütte

Für wen geeignet?

zur Reintalroute


Route 2: Über Ehrwalder Alm und Gatterl auf die Zugspitze

Übers Gatterl

Die Gatterlroute führt von Ehrwald auf das Zugspitzplatt zur Knorrhütte und von dort weiter auf der gemeinsame Route mit dem Reintalweg bis zum Gipfel. Vom Parkplatz der Ehrwalder Almbahn sind rund 14 Kilometer und 2.100 Höhenmeter bis zum Gipfel zu bewältigen.

Gehzeit: 7-8 Stunden

Übernachtungsmöglichkeiten: Knorrhütte

Für wen geeignet?

zur Gatterlroute

Route 3: Über den Stopselzieher auf die Zugspitze

Zugspitze Gipfel

Der Aufstieg über den Stopselzieher ist der kürzeste Weg auf die Zugspitze. Gestartet wird in Ehrwald oder in Obermoos an der Tiroler Zugspitzbahn. Über die Wiener-Neustädter-Hütte führt die Route durch das Österreichische Schneekar und dem Stopselzieher-Klettersteig zum Gipfel. Je nach Ausgangspunkt sind rund acht Kilometer und 1.930 Höhenmeter oder sechs Kilometer und 1.760 Höhenmeter zu bewältigen. Achtung: Die Route führt durch einen A/B-Klettersteig. Hinweis: Der Bayernsteig 812 vom Eibsee ist bis auf Weiteres gesperrt.

Gehzeit: 5-6 Stunden

Übernachtungsmöglichkeiten: Wiener-Neustädter-Hütte

Für wen geeignet?

zur Stopselzieherroute

 

Route 4: Durchs Höllental auf die Zugspitze

Durchs Höllental auf die Zugspitze

Der Aufstieg durch das Höllental gilt als die beliebteste, aber anspruchsvollste Normalroute auf die Zugspitze. Von Hammersbach aus sind rund zehn Kilometer und 2.400 Höhenmeter zu bewältigen. Ein besonderes Highlight ist die spektakuläre Höllentalklamm zu Beginn der Tour, die alternativ über den Stangensteig umgangen werden kann. Die Gletscherüberquerung, die Randkluft und die Klettersteigpassagen machen diese Tour zu einer anspruchsvollen alpinen Unternehmung. Sie erfordert konditionsstarke, erfahrene und gut ausgerüstete Bergsteigerinnen und Bergsteiger.

Gehzeit: 7-9 Stunden

Übernachtungsmöglichkeiten: Höllentalangerhütte

Für wen geeignet?

zur Höllentalroute

 

Route 5: Jubiläumsgrat

Jubiläumsgrat

Der Jubiläumsgrat zählt zu den bekanntesten und längsten Gratrouten der Ostalpen. Er endet an der Grießkarscharte, von wo entweder über das Matheisenkar ins Höllental abgestiegen oder über die Alpspitze und die Nordwandferrata zum Osterfelderkopf abgeklettert werden kann.

Gehzeit: 8-12 Stunden

Übernachtungsmöglichkeiten: Kreuzeckhaus, Münchner Haus, Jubiläumsgrathütte (nur Notbiwak)

Für wen geeignet?

zur Jubiläumsgratroute