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Durchs Höllental auf die Zugspitze

Als Tages- oder Mehrtagestour

Der abwechslungsreiche und anspruchsvolle Zustieg auf Deutschlands höchsten Berg

Der Aufstieg durch das Höllental gilt für viele Bergsteigerinnen und Bergsteiger als die abwechslungsreichste Route auf die Zugspitze. Die Tour führt von Hammersbach durch die beeindruckende Höllentalklamm, vorbei an der Höllentalangerhütte und über den Höllentalferner bis zum Gipfel. Neben einer sehr guten Kondition sind Trittsicherheit, Schwindelfreiheit sowie Erfahrung im Umgang mit Gletscherausrüstung und Klettersteigen (Schwierigkeit Kat. C) erforderlich. Aufgrund der alpinen Höhe muss an der Zugspitze auch im Sommer mit Wetterumschwüngen und anspruchsvollen Bedingungen durch Kälteinbrüche oder Schnee gerechnet werden. Besonders im Frühsommer halten sich Altschneefelder und vereiste Stellen hartnäckig – oft sind die Drahtseile im Klettersteig lange noch vom Schnee bedeckt. Aktuelle Tourenverhältnisse prüfen!

Besonderheiten

  • Spektakulärer Zustieg durch die Höllentalklamm
  • Überquerung des Höllentalferners
  • Klettersteigpassagen mit Überhang, Kat. C
  • Die Randkluft kann je nach Jahreszeit herausfordernd sein
  • Beliebteste Route auf die Zugspitze
  • Häufig Staugefahr an der Randkluft und im Klettersteig
  • Lange Altschneefelder in der Gipfelflanke möglich

Unbedingt aktuelle Verhältnisse beachten!


Sicherheit & Tourenplanung

Die Höllentalroute zählt zu den anspruchsvollsten Zustiegen auf die Zugspitze. Neben Kondition und Bergerfahrung sind sichere Bedingungen am Gletscher entscheidend. Vor der Tour sollten Wetter, aktuelle Verhältnisse und die Situation an Höllentalferner und Randkluft geprüft werden. Wir empfehlen, Schlüsselstellen und mögliche Alternativen zu kennen, ausreichend Zeitreserven einzuplanen und Angehörige oder Hüttenwirte über die geplante Tour zu informieren. Eine umfangreiche Beratung zur Tour erhältst du in unseren Servicestellen.

Berichte zu den Verhältnissen im Zustieg durchs Höllental veröffentlichen wir im Sommer regelmäßig auf unserer Webseite unter: Höllentalangerhütte / aktuelle Tourenverhältnisse

DAV-Mitglieder profitieren zusätzlich von Hüttenvergünstigungen, alpiner Beratung und einem umfangreichen Versicherungsschutz, der im Ernstfall vor hohen Kosten durch Bergunfälle und Rettungseinsätze schützen kann.

Die beste Jahreszeit

Je nach Schneelage und Verhältnissen ist die Tour meist zur Hüttensaison von etwa Mitte/Ende Juni bis September sinnvoll. Besonders im Frühsommer können Altschnee und vereiste Passagen den Gipfelanstieg deutlich erschweren.

Benötigte Ausrüstung

⊕ viele Gegenstände können im Verleih geliehen werden

zusätzlich normale "Packliste Bergsteigen" beachten!



Varianten für den Aufstieg durch das Höllental

Tagestour durch das Höllental auf die Zugspitze

2-Tages-Tour: Mit Übernachtung auf der Höllentalangerhütte auf die Zugspitze



Tagestour durch das Höllental auf die Zugspitze

10 km | 2.400 hm | 7–9 Stunden

Der Anstieg startet in Hammersbach und führt zunächst durch die spektakuläre Höllentalklamm. Nach der Höllentalangerhütte steigt die Route über Leiter und Brett zum Grünen Buckel und weiter zum Höllentalferner an. Nach der Gletscherquerung und dem Übergang über die Randkluft folgt ein mittelschwerer Klettersteig Kat. C (Überhang) durch die Gipfelflanke auf Deutschlands höchsten Berg. Es sollte für diese Tour sehr früh gestartet werden! Staugefahr im Übergang von der Randkluft in den oberen Klettersteig!

Beachte die aktuellen Verhältnisse!

Einkehrmöglichkeiten

Höllentalangerhütte
Die Höllentalangerhütte liegt auf 1.387 Metern und ist die wichtigste Einkehrmöglichkeit entlang der Route.

Zugspitzgipfel
Am Gipfel der Zugspitze stehen mehrere Restaurants und Einkehrmöglichkeiten zur Verfügung.

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2-Tages-Tour: Mit Übernachtung auf der Höllentalangerhütte auf die Zugspitze

Diese Variante teilt den anspruchsvollen Aufstieg auf zwei Tage auf. Der erste Tag endet an der Höllentalangerhütte, bevor am zweiten Tag der Aufstieg über Höllentalferner, Randkluft und Klettersteig zum Gipfel erfolgt. Durch die Übernachtung auf einer DAV-Hütte profitieren Mitglieder zudem von vergünstigten Übernachtungspreisen.


Tag 1: Auf die Höllentalangerhütte

4 km | 620 hm | ca. 2–3 Stunden

Von Hammersbach führt die Route durch die Höllentalklamm zur Höllentalangerhütte. Die kurze Etappe eignet sich ideal zur Akklimatisation und für einen frühen Start am nächsten Morgen.

Einkehrmöglichkeiten

Höllentaleingangshütte
Direkt am Eingang der Höllentalklamm gelegen.

Höllentalangerhütte
Die Höllentalangerhütte ist einer der beliebtesten Stützpunkte rund um die Zugspitze und sollte frühzeitig reserviert werden.

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Tag 2: Von der Höllentalangerhütte auf die Zugspitze

5 km | 1.580 hm | ca. 5–7 Stunden

Von der Höllentalangerhütte führt die Route über Leiter und Brett zum Grünen Buckel. Anschließend wird der Höllentalferner überquert, bevor die Randkluft und der Klettersteig zum Gipfel überwunden werden. Die Etappe verlangt Kondition, Trittsicherheit und Erfahrung im alpinen Gelände. Es sollte früh gestartet werden! Staugefahr im Übergang von der Randkluft in den oberen Klettersteig!

Beachte die aktuellen Verhältnisse!

Einkehrmöglichkeiten

Zugspitzgipfel
Erst am Gipfel der Zugspitze stehen mehrere Restaurants und Einkehrmöglichkeiten zur Verfügung.

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Weitere Routenvarianten


Talfahrt mit der Bahn

Die beliebteste Variante ist die Talfahrt mit den Zugspitzbahnen. Vom Gipfel gelangt man über die Seilbahn und Zahnradbahn bequem zurück ins Tal.

Betriebszeiten Zugspitzbahn


Abstieg durchs Reintal

Nach dem Gipfel kann die Tour über das Zugspitzplatt, die Knorrhütte und die Reintalangerhütte nach Garmisch-Partenkirchen fortgesetzt werden. Eine Übernachtung auf der Knorrhütte bietet sich dabei an.

zur Reintalroute


Abstieg über das Gatterl nach Ehrwald

Alternativ führt der Abstieg über die Knorrhütte und das Gatterl nach Ehrwald. Dadurch entsteht eine abwechslungsreiche Überschreitung zwischen Bayern und Tirol. Eine Übernachtung auf der Knorrhütte bietet sich dabei an.

zur Gatterlroute


Abstieg über den Stopselzieher | Nicht möglich!

Ein Abstieg über den Stopselzieher wird für die Zugspitzüberschreitung nicht empfohlen. Die Route ist als Klettersteig überwiegend auf den Aufstieg ausgelegt. Enge Passagen und häufiger Gegenverkehr machen einen sicheren und flüssigen Abstieg insbesondere an stark frequentierten Tagen kaum möglich. Daher raten wir von dieser Variante ab.


Weiter über den Jubiläumsgrat

Sehr erfahrene Alpinistinnen und Alpinisten können die Tour nach einer Übernachtung auf dem Münchner Haus mit einer Überschreitung über den Jubiläumsgrat Richtung Alpspitze/Osterfelderkopf verbinden. Diese lange alpine Gratroute ist kein Klettersteig und erfordert sehr gute Kondition, alpine Erfahrung, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und sichere Verhältnisse.

zur Routenbeschreibung


Weitere Routen auf die Zugspitze