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Der Aufstieg durch das Höllental gilt für viele Bergsteigerinnen und Bergsteiger als die abwechslungsreichste Route auf die Zugspitze. Die Tour führt von Hammersbach durch die beeindruckende Höllentalklamm, vorbei an der Höllentalangerhütte und über den Höllentalferner bis zum Gipfel. Neben einer sehr guten Kondition sind Trittsicherheit, Schwindelfreiheit sowie Erfahrung im Umgang mit Gletscherausrüstung und Klettersteigen (Schwierigkeit Kat. C) erforderlich. Aufgrund der alpinen Höhe muss an der Zugspitze auch im Sommer mit Wetterumschwüngen und anspruchsvollen Bedingungen durch Kälteinbrüche oder Schnee gerechnet werden. Besonders im Frühsommer halten sich Altschneefelder und vereiste Stellen hartnäckig – oft sind die Drahtseile im Klettersteig lange noch vom Schnee bedeckt. Aktuelle Tourenverhältnisse prüfen!
Unbedingt aktuelle Verhältnisse beachten!
Die Höllentalroute zählt zu den anspruchsvollsten Zustiegen auf die Zugspitze. Neben Kondition und Bergerfahrung sind sichere Bedingungen am Gletscher entscheidend. Vor der Tour sollten Wetter, aktuelle Verhältnisse und die Situation an Höllentalferner und Randkluft geprüft werden. Wir empfehlen, Schlüsselstellen und mögliche Alternativen zu kennen, ausreichend Zeitreserven einzuplanen und Angehörige oder Hüttenwirte über die geplante Tour zu informieren. Eine umfangreiche Beratung zur Tour erhältst du in unseren Servicestellen.
Berichte zu den Verhältnissen im Zustieg durchs Höllental veröffentlichen wir im Sommer regelmäßig auf unserer Webseite unter: Höllentalangerhütte / aktuelle Tourenverhältnisse
DAV-Mitglieder profitieren zusätzlich von Hüttenvergünstigungen, alpiner Beratung und einem umfangreichen Versicherungsschutz, der im Ernstfall vor hohen Kosten durch Bergunfälle und Rettungseinsätze schützen kann.
Je nach Schneelage und Verhältnissen ist die Tour meist zur Hüttensaison von etwa Mitte/Ende Juni bis September sinnvoll. Besonders im Frühsommer können Altschnee und vereiste Passagen den Gipfelanstieg deutlich erschweren.
⊕ viele Gegenstände können im Verleih geliehen werden
zusätzlich normale "Packliste Bergsteigen" beachten!
10 km | 2.400 hm | 7–9 Stunden
Der Anstieg startet in Hammersbach und führt zunächst durch die spektakuläre Höllentalklamm. Nach der Höllentalangerhütte steigt die Route über Leiter und Brett zum Grünen Buckel und weiter zum Höllentalferner an. Nach der Gletscherquerung und dem Übergang über die Randkluft folgt ein mittelschwerer Klettersteig Kat. C (Überhang) durch die Gipfelflanke auf Deutschlands höchsten Berg. Es sollte für diese Tour sehr früh gestartet werden! Staugefahr im Übergang von der Randkluft in den oberen Klettersteig!
Beachte die aktuellen Verhältnisse!
Höllentalangerhütte Die Höllentalangerhütte liegt auf 1.387 Metern und ist die wichtigste Einkehrmöglichkeit entlang der Route.
Zugspitzgipfel Am Gipfel der Zugspitze stehen mehrere Restaurants und Einkehrmöglichkeiten zur Verfügung.
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Diese Variante teilt den anspruchsvollen Aufstieg auf zwei Tage auf. Der erste Tag endet an der Höllentalangerhütte, bevor am zweiten Tag der Aufstieg über Höllentalferner, Randkluft und Klettersteig zum Gipfel erfolgt. Durch die Übernachtung auf einer DAV-Hütte profitieren Mitglieder zudem von vergünstigten Übernachtungspreisen.
4 km | 620 hm | ca. 2–3 Stunden
Von Hammersbach führt die Route durch die Höllentalklamm zur Höllentalangerhütte. Die kurze Etappe eignet sich ideal zur Akklimatisation und für einen frühen Start am nächsten Morgen.
HöllentaleingangshütteDirekt am Eingang der Höllentalklamm gelegen.
Höllentalangerhütte Die Höllentalangerhütte ist einer der beliebtesten Stützpunkte rund um die Zugspitze und sollte frühzeitig reserviert werden.
5 km | 1.580 hm | ca. 5–7 Stunden
Von der Höllentalangerhütte führt die Route über Leiter und Brett zum Grünen Buckel. Anschließend wird der Höllentalferner überquert, bevor die Randkluft und der Klettersteig zum Gipfel überwunden werden. Die Etappe verlangt Kondition, Trittsicherheit und Erfahrung im alpinen Gelände. Es sollte früh gestartet werden! Staugefahr im Übergang von der Randkluft in den oberen Klettersteig!
ZugspitzgipfelErst am Gipfel der Zugspitze stehen mehrere Restaurants und Einkehrmöglichkeiten zur Verfügung.
Die beliebteste Variante ist die Talfahrt mit den Zugspitzbahnen. Vom Gipfel gelangt man über die Seilbahn und Zahnradbahn bequem zurück ins Tal.
Betriebszeiten Zugspitzbahn
Nach dem Gipfel kann die Tour über das Zugspitzplatt, die Knorrhütte und die Reintalangerhütte nach Garmisch-Partenkirchen fortgesetzt werden. Eine Übernachtung auf der Knorrhütte bietet sich dabei an.
zur Reintalroute
Alternativ führt der Abstieg über die Knorrhütte und das Gatterl nach Ehrwald. Dadurch entsteht eine abwechslungsreiche Überschreitung zwischen Bayern und Tirol. Eine Übernachtung auf der Knorrhütte bietet sich dabei an.
zur Gatterlroute
Ein Abstieg über den Stopselzieher wird für die Zugspitzüberschreitung nicht empfohlen. Die Route ist als Klettersteig überwiegend auf den Aufstieg ausgelegt. Enge Passagen und häufiger Gegenverkehr machen einen sicheren und flüssigen Abstieg insbesondere an stark frequentierten Tagen kaum möglich. Daher raten wir von dieser Variante ab.
Sehr erfahrene Alpinistinnen und Alpinisten können die Tour nach einer Übernachtung auf dem Münchner Haus mit einer Überschreitung über den Jubiläumsgrat Richtung Alpspitze/Osterfelderkopf verbinden. Diese lange alpine Gratroute ist kein Klettersteig und erfordert sehr gute Kondition, alpine Erfahrung, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und sichere Verhältnisse.
zur Routenbeschreibung