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Der Reintalweg gilt als der technisch einfachste Aufstieg auf die Zugspitze. Von Garmisch-Partenkirchen führt die Route optional durch die Partnachklamm und hinein in das lange Reintal über die Reintalangerhütte und die Knorrhütte bis auf Deutschlands höchsten Berg, einem fast 3000er. Trotz der vergleichsweise geringen technischen Schwierigkeiten sollte die Tour nicht unterschätzt werden: Auf rund 21 Kilometern und 2.300 Höhenmetern ist man lange in abgeschiedenem Gelände unterwegs. Erst oberhalb des Zugspitzplatts folgt der anspruchsvollste Abschnitt zum Gipfel. Aufgrund der alpinen Höhe muss an der Zugspitze auch im Sommer mit Wetterumschwüngen und anspruchsvollen Bedingungen durch Kälteinbrüche oder Schnee gerechnet werden.
Die Zugspitze wird von vielen Bergsteigerinnen und Bergsteigern unterschätzt. Vor der Tour sollten Wetter, Verhältnisse und der geplante Routenverlauf sorgfältig geprüft werden. Wir empfehlen, Schlüsselstellen und mögliche Alternativen zu kennen, ausreichend Zeitreserven einzuplanen und Angehörige oder bei einer Hüttenübernachtung die Hüttenwirte über die geplante Tour zu informieren. Eine umfangreiche Beratung zur Tour erhältst du in unseren Servicestellen. DAV-Mitglieder profitieren zusätzlich von Hüttenvergünstigungen, alpiner Beratung und einem umfangreichen Versicherungsschutz, der im Ernstfall vor hohen Kosten durch Bergunfälle und Rettungseinsätze schützen kann.
Je nach Schneelage und Verhältnissen ist die Tour meist zur Hüttensaison von etwa Mitte/Ende Juni bis September sinnvoll. Besonders im Frühsommer können Altschnee und vereiste Passagen den Gipfelanstieg deutlich erschweren.
⊕ viele Gegenstände können im Verleih geliehen werden
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Anspruchsvolle Tagestour durchs Reintal auf die Zugspitze
2-Tages-Tour: Mit Übernachtung auf der Reintalangerhütte auf die Zugspitze
2-Tages-Tour: Mit Übernachtung auf der Knorrhütte auf die Zugspitze
Der Klassiker: 3-Tages-Tour: Mit Übernachtung auf Reintalangerhütte & Knorrhütte auf die Zugspitze
Weitere Routenvarianten mit Überschreitungen
21 km | 2.300 hm | 9–11 Stunden
Nur für Ausdauerstarke ist diese lange Route als Tagestour zu bewältigen! Ausgangspunkt ist das Skistadion in Garmisch-Partenkirchen. Durch die Partnachklamm und das Reintal führt der Weg zunächst auf einfachen Wegen zur Reintalangerhütte. Anschließend steigt die Route durch das Brunntal zur Knorrhütte an. Über das weitläufige Zugspitzplatt gelangt man zur Station Sonn-Alpin. Von dort führt eine steile Schutt- und Schrofenflanke über teilweise versicherte Wege auf den Gipfel der Zugspitze. Der "Abstieg" erfolgt per Seilbahn, die Fahrzeiten vorab prüfen!
BockhütteNach der Partnachklamm erreicht die Route die Bockhütte. Sie liegt etwa im ersten Drittel des Zustiegs und markiert den Übergang vom flachen Talweg ins Reintal
ReintalangerhütteDie Reintalangerhütte liegt auf 1.369 Metern und wird nach ca. 6 Stunden erreicht. (Hinweis: spätester Aufbruch von der Hütte: 10 Uhr, sonst kein Gipfelerfolg, Fahrzeiten der letzten Seilbahn beachten)
KnorrhütteDie Knorrhütte auf 2.051 Metern liegt bereits im oberen Teil der Route und wird nach ca. 8 Stunden erreicht. (Hinweis: spätester Aufbruch von der Hütte: 13 Uhr, sonst kein Gipfelerfolg, Fahrzeiten der letzten Seilbahn beachten)
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Diese Variante teilt den langen Zustieg durchs Reintal auf zwei Tage auf. Der erste Tag endet an der Reintalangerhütte, bevor am zweiten Tag über die Knorrhütte und das Zugspitzplatt der Gipfel der Zugspitze erreicht wird. Sie eignet sich besonders für Bergwandernde, die die Tour etwas entspannter angehen möchten. Mitglieder des DAV profitieren auf der Reintalangerhütte und der Knorrhütte von vergünstigten Übernachtungspreisen.
14 km | 690 hm | ca. 5–6 Stunden
Vom Skistadion in Garmisch-Partenkirchen führt die Route durch die Partnachklamm und das lange Reintal zur Reintalangerhütte. Der Weg verläuft überwiegend auf einfachen Wegen und eignet sich ideal, um die lange Tour entspannt zu beginnen. Der größte Teil der Strecke führt durch das abgeschiedene Reintal, bevor die Hütte auf 1.369 Metern erreicht wird.
BockhütteNach der Partnachklamm erreicht die Route die Bockhütte. Sie liegt etwa im ersten Drittel des Zustiegs und markiert den Übergang vom flachen Talweg ins Reintal. (nur Barzahlung!)
10 km | 1.570 hm | ca. 7 Stunden
Von der Reintalangerhütte geht es durch das Brunntal zur Knorrhütte und weiter über das Zugspitzplatt zur Station SonnAlpin. Über die Gipfelflanke erreicht man schließlich den Gipfel der Zugspitze.
KnorrhütteDie Knorrhütte auf 2.051 Metern liegt bereits im oberen Teil der Route und wird nach ca. 2 Stunden erreicht. (Hinweis: spätester Aufbruch von der Hütte: 13 Uhr, sonst kein Gipfelerfolg, Fahrzeiten der letzten Seilbahn beachten)
SonnAlpinKurz vor dem Gipfelanstieg bietet sich an der Station SonnAlpin eine Einkehrmöglichkeit. Ab hier Auffahrt mit Gletscherbahn möglich.
ZugspitzgipfelAm Gipfel der Zugspitze stehen Einkehrmöglichkeiten und ein Restaurant zur Verfügung.
Wer eine längere erste Etappe nicht scheut, kann direkt bis zur Knorrhütte aufsteigen und den Gipfelanstieg auf den nächsten Morgen verschieben. Dadurch fällt der zweite Tag deutlich kürzer aus und der Gipfel kann oft früh und ohne Zeitdruck erreicht werden. Mitglieder des DAV profitieren auf der Reintalangerhütte und der Knorrhütte von vergünstigten Übernachtungspreisen.
18 km | 1.450 hm | ca. 7–8 Stunden
Vom Skistadion in Garmisch-Partenkirchen führt die Route durch die Partnachklamm und das Reintal zunächst zur Reintalangerhütte. Anschließend steigt der Weg durch das Brunntal weiter zur Knorrhütte auf 2.051 Metern an. Die lange Etappe verkürzt den Gipfeltag deutlich und eignet sich für konditionsstarke Bergwanderinnen und Bergwanderer.
Bockhütte Nach der Partnachklamm erreicht die Route die Bockhütte. Sie liegt etwa im ersten Drittel des Zustiegs und markiert den Übergang vom flachen Talweg ins Reintal.
4 km | 905 hm | ca. 3 Stunden
Von der Knorrhütte führt die Route über das weitläufige Zugspitzplatt zur Station SonnAlpin. Anschließend geht es durch die steile Gipfelflanke und über den Südwestgrat auf Deutschlands höchsten Berg, wo oben das Münchner Haus thront, ein Selbstversorgerhaus für Jubiläumsgrat-Aspiranten. Der Gipfeltag ist deutlich kürzer, verlangt aufgrund des steilen Schlussanstiegs aber weiterhin Trittsicherheit und Kondition.
SonnAlpin Kurz vor dem Gipfelanstieg bietet die Station SonnAlpin eine Einkehrmöglichkeit. Wer erschöpft ist oder die Verhältnisse als zu anspruchsvoll einschätzt, kann von hier alternativ die Bahn zum Gipfel nutzen.
ZugspitzgipfelAm Gipfel der Zugspitze stehen Einkehrmöglichkeiten und ein Restaurant zur Verfügung. Das Münchner Haus ist ein Selbstversorgerhaus und als Übernachtungsmöglichkeit ausschließlich für Jubiläumsgrat-Aspiranten buchbar.
Mit zwei Hüttenübernachtungen lässt sich die Reintalroute besonders komfortabel auf drei Tage verteilen. Die kurzen Etappen bieten viel Zeit für Pausen, Hüttenabende und die landschaftlichen Höhepunkte des Reintals und des Zugspitzplatts. Mitglieder des DAV profitieren auf der Reintalangerhütte und der Knorrhütte von vergünstigten Übernachtungspreisen.
3 km | 680 hm | ca. 2–3 Stunden
Von der Reintalangerhütte führt die Route durch das Brunntal stetig bergauf zur Knorrhütte auf 2.051 Metern. Die kurze Etappe ermöglicht einen entspannten Tourentag und lässt genügend Zeit, das obere Reintal und die eindrucksvolle Bergkulisse des Wettersteingebirges zu genießen.
Knorrhütte Die Knorrhütte liegt direkt am Rand des Zugspitzplatts und ist einer der wichtigsten Stützpunkte rund um die Zugspitze.
Die beliebteste Variante ist die Talfahrt mit den Zugspitzbahnen. Vom Gipfel gelangt man über die Seilbahn und Zahnradbahn bequem zurück ins Tal.
Betriebszeiten Zugspitzbahn
Statt auf demselben Weg zurückzugehen, kann die Tour über das Zugspitzplatt, die Knorrhütte und das Gatterl nach Ehrwald fortgesetzt werden. Eine Übernachtung auf der Knorrhütte bietet sich dabei an.
Weitere Infos zur Gatterlroute
Ein Abstieg über den Stopselzieher wird für die Zugspitzüberschreitung nicht empfohlen. Die Route ist als Klettersteig überwiegend auf den Aufstieg ausgelegt. Enge Passagen und häufiger Gegenverkehr machen einen sicheren und flüssigen Abstieg insbesondere an stark frequentierten Tagen kaum möglich. Daher raten wir von dieser Variante ab.
Hinweis: Ein Abstieg durchs Höllental wird nicht empfohlen. Die Route verläuft über stark frequentierte Klettersteigpassagen, in denen es regelmäßig zu Gegenverkehr und Wartezeiten kommt. Für eine Zugspitzüberschreitung ist diese Abstiegsvariante daher nicht sinnvoll.
Sehr erfahrene Alpinistinnen und Alpinisten können die Tour nach einer Übernachtung auf dem Münchner Haus mit einer Überschreitung über den Jubiläumsgrat Richtung Alpspitze/Osterfelderkopf verbinden. Diese lange alpine Gratroute ist kein Klettersteig und erfordert sehr gute Kondition, alpine Erfahrung, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und sichere Verhältnisse.
zur Jubiläumsgratroute