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Über den Stopselzieher auf die Zugspitze

Der kürzeste Zustieg auf Deutschlands höchsten Berg

Der Aufstieg über das Österreichische Schneekar und den Stopselzieher ist der kürzeste Weg auf die Zugspitze. Die Route führt von Ehrwald beziehungsweise Obermoos zunächst zur Wiener-Neustädter-Hütte und anschließend durch das Österreichische Schneekar zum Nordwestgrat der Zugspitze. Trotz der vergleichsweise kurzen Distanz sollte die Tour nicht unterschätzt werden: Steile Anstiege, Klettersteigpassagen und ausgesetzte Wegabschnitte stellen hohe Anforderungen an Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Kondition. Aufgrund der alpinen Höhe muss an der Zugspitze auch im Sommer mit Wetterumschwüngen und anspruchsvollen Bedingungen durch Kälteinbrüche oder Schnee gerechnet werden. Besonders im Frühsommer halten sich Altschneefelder und vereiste Stellen hartnäckig und können den Gipfelanstieg erschweren.

Besonderheiten


Sicherheit & Tourenplanung

Der Stopselzieher ist der kürzeste, aber keineswegs einfachste Zustieg auf die Zugspitze. Vor der Tour sollten Wetter, aktuelle Verhältnisse und mögliche Altschneefelder sorgfältig geprüft werden. Wir empfehlen, ausreichend Zeitreserven einzuplanen und die Anforderungen des Klettersteigs realistisch einzuschätzen. Eine umfangreiche Beratung zur Tour erhältst du in unseren Servicestellen.

DAV-Mitglieder profitieren zusätzlich von Hüttenvergünstigungen, alpiner Beratung und einem umfangreichen Versicherungsschutz, der im Ernstfall vor hohen Kosten durch Bergunfälle und Rettungseinsätze schützen kann.

Die beste Jahreszeit

Je nach Schneelage und Verhältnissen ist die Tour meist zur Hüttensaison von etwa Mitte/Ende Juni bis September sinnvoll. Besonders im Frühsommer können Altschnee und vereiste Passagen den Gipfelanstieg deutlich erschweren.

Benötigte Ausrüstung

⊕ viele Gegenstände können im Verleih geliehen werden

zusätzlich normale "Packliste Bergsteigen" beachten!



Varianten für den Aufstieg über den Stopselzieher

Tagestour über den Stopselzieher auf die Zugspitze

2-Tages-Tour: Mit Übernachtung auf der Wiener-Neustädter-Hütte



Tagestour über den Stopselzieher auf die Zugspitze

8 km | 2.015 hm | 5–6 Stunden

Von Obermoos beziehungsweise der Talstation der Tiroler Zugspitzbahn führt die Route zunächst steil zur Wiener-Neustädter-Hütte. Anschließend wird das Österreichische Schneekar durchquert, bevor der Klettersteig durch die Nordwestflanke der Zugspitze beginnt. Über den Stopselzieher und den Südwestgrat wird schließlich der Gipfel der Zugspitze erreicht.

Einkehrmöglichkeiten

Wiener-Neustädter-Hütte
Die Hütte auf 2.209 Metern liegt am Beginn des Österreichischen Schneekars und ist der wichtigste Stützpunkt entlang der Route.

Zugspitzgipfel
Am Gipfel der Zugspitze stehen mehrere Restaurants und Einkehrmöglichkeiten zur Verfügung.

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2-Tages-Tour: Mit Übernachtung auf der Wiener-Neustädter-Hütte

Diese Variante teilt den steilen Aufstieg auf zwei Tage auf. Der erste Tag endet an der Wiener-Neustädter-Hütte, bevor am zweiten Tag der Aufstieg durch das Österreichische Schneekar und den Stopselzieher zum Gipfel erfolgt. Durch die Übernachtung auf einer Alpenvereinshütte profitieren Mitglieder zudem von vergünstigten Übernachtungspreisen.


Tag 1: Auf die Wiener-Neustädter-Hütte

5 km | 1.735 hm | ca. 4–5 Stunden

Von Obermoos führt die Route auf steilen Bergwegen direkt zur Wiener-Neustädter-Hütte. Bereits während des Aufstiegs eröffnen sich eindrucksvolle Ausblicke auf das Ehrwalder Becken und die umliegenden Gipfel des Wettersteingebirges.

Einkehrmöglichkeiten

Wiener-Neustädter-Hütte
Die Hütte auf 2.209 Metern ist das Tagesziel und Ausgangspunkt für den Gipfeltag.

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Tag 2: Von der Wiener-Neustädter-Hütte auf die Zugspitze

3 km | 280 hm | ca. 1–2 Stunden

Von der Hütte führt die Route durch das Österreichische Schneekar zum Einstieg des Klettersteigs. Über den Stopselzieher und den Südwestgrat wird anschließend der Gipfel der Zugspitze erreicht. Trotz der kurzen Distanz verlangt die Etappe Trittsicherheit und Erfahrung im Klettersteiggelände.

Einkehrmöglichkeiten

Zugspitzgipfel
Am Gipfel der Zugspitze stehen mehrere Restaurants und Einkehrmöglichkeiten zur Verfügung.

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Weitere Routenvarianten


Talfahrt mit der Bahn

Die beliebteste Variante ist die Talfahrt mit den Zugspitzbahnen. Vom Gipfel gelangt man bequem zurück nach Ehrwald oder zum Eibsee.

zu den Betriebszeiten


Abstieg durchs Reintal

Nach dem Gipfel kann die Tour über das Zugspitzplatt, die Knorrhütte und die Reintalangerhütte nach Garmisch-Partenkirchen fortgesetzt werden. Eine Übernachtung auf der Knorrhütte bietet sich dabei an.

zur Reintalroute


Abstieg durchs Höllental | Nicht möglich!

Hinweis: Ein Abstieg durchs Höllental wird nicht empfohlen. Die Route verläuft über stark frequentierte Klettersteigpassagen, in denen es regelmäßig zu Gegenverkehr und Wartezeiten kommt. Für eine Zugspitzüberschreitung ist diese Abstiegsvariante daher nicht sinnvoll.


Abstieg über das Gatterl nach Ehrwald

Statt auf demselben Weg zurückzugehen, kann die Tour über das Zugspitzplatt, die Knorrhütte und das Gatterl nach Ehrwald fortgesetzt werden. Eine Übernachtung auf der Knorrhütte bietet sich dabei an.

zur Gatterlroute


Weiter über den Jubiläumsgrat

Sehr erfahrene Alpinistinnen und Alpinisten können die Tour nach einer Übernachtung auf dem Münchner Haus mit einer Überschreitung über den Jubiläumsgrat Richtung Alpspitze/Osterfelderkopf verbinden. Diese lange alpine Gratroute ist kein Klettersteig und erfordert sehr gute Kondition, alpine Erfahrung, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und sichere Verhältnisse.

zur Routenbeschreibung



Weitere Routen auf die Zugspitze