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Stüdlhütte

2802 m, Glocknergruppe

Stüdlhütte

2802 m, Glocknergruppe

Stüdlhütte

2802 m, Glocknergruppe

Stüdlhütte

2802 m, Glocknergruppe

Stüdlhütte

2802 m, Glocknergruppe

Stüdlhütte

2802 m, Glocknergruppe

Stüdlhütte

2802 m, Glocknergruppe

Stüdlhütte 2802 m

Glocknergruppe

allgemein zugängliche, bewirtschaftete Hütte (Kategorie I) der Sektion Oberland, erbaut 1868, Ersatzbau 1993–1996

Die Stüdlhütte liegt direkt am Großglockner, in der grandiosen Bergwelt des Nationalparks Hohe Tauern.

Unsere Hütte liegt auf dem Osttiroler Adlerweg (Etappe 8–9). Informationen über den durch ganz Tirol verlaufenden Weitwanderweg finden Sie unter: www.tirol.at/adlerweg.

 

Die Stüdlhütte im Überblick

Öffnung:

Die Hüttensaison 2019 ist beendet. Wir danken allen Gästen und freuen uns auf ein Wiedersehen in der Sommersaison 2020.

Kontakt & Reservierung:

Veronika und Matteo Bachmann
Tel./Fax +43 4876 8209 (nur in der Saison!); außerhalb der Saison ausschließlich per E-Mail

Schlafplätze:

7 Matratzenlager (3 x 14 Plätze, 4 x 16 Plätze); Winterraum mit 16 Plätzen; gesamt: 122 Schlafplätze

Ausstattung: Waschräume/WC Damen/Herren, Dusche, abtrennbare Gaststube, Trockenraum, Schließfächer, Solarlicht, Winterraum (offen, 16 Plätze; Trockentoilette, Ofen, Brennmaterial, Geschirr/Kochutensilien, Decken, kein Wasser) – den Winterraum bitte sauber hinterlassen!
Aktivitäten: Klettern – Skitouren – Hochtouren
Tarife & Preise: Hüttentarife, Stornoregelung
Halbpension 36,50 € (exklusive Übernachtung), Frühstück 12,50 €

Willkommen!

Veronika und Matteo Bachmann mit Ludwig Meier, Hüttenreferent, und Horst Ernst, Hüttenkoordinator

Die schon hüttenerfahrenen Wirte Veronika und Matteo Bachmann freuen sich darauf, ab der Skitourensaison 2018 Gäste auf der Stüdlhütte begrüßen zu dürfen!

zum Porträt der Hüttenwirte...

Wetter



Bilder

Video

Webcam


Übernachten auf der Stüdlhütte

Die Stüdlhütte in hochalpiner und sonniger Lage

Die Stüdlhütte ist eine von 16 bewirtschafteten Schutzhütten der Sektionen München & Oberland und steht als allgemein zugänglicher Stützpunkt mit ingesamt 122 Schlafplätzen zur Verfügung.

Alpenvereins-Mitglieder zahlen ermäßigte Übernachtungsgebühren und haben Anspruch auf ein preiswertes Bergsteigeressen. Aber auch als Nichtmitglied sind Sie herzlich willkommen!

Als hochalpiner Stützpunkt wird die Stüdlhütte in erster Linie von Bergsteigern und Hochtouristen geschätzt, die zu einem der lohnenden Dreitausender-Ziele rund um die Hütte, allen voran zum Großglockner, aufbrechen wollen.



Schlafplatz reservieren

Lager der Stüdlhütte
Die Reservierung der gewünschten Schlafplätze auf der Stüdlhütte erfolgt direkt über die Pächter Veronika und Matteo Bachmann: Tel. +43 4876 8209 (nur während der Bewirtschaftungszeit!) oder E-Mail (außerhalb der Bewirtschaftungszeit)

Grundsätzlich wird dringend empfohlen, frühzeitig zu reservieren: ganz besonders dann, wenn es sich um mehrere Übernachtungsgäste handelt.

Änderungen einer Reservierung sollten den Pächtern unbedingt mitgeteilt werden!

Eine frühzeitige Absage bei Verhinderung ist obligatorisch: Nicht nur um den Wirten die Organisation zu erleichtern und evtl. Stornokosten zu vermeiden, sondern auch um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Wer nicht kommt, kann auch verunglückt sein!

Übernachtungstarife der Stüdlhütte

Das muss mit

Ein Muss: der Hüttenschlafsack
  • EC-Kartenzahlung möglich
  • Alpenvereinsmitglieder: Mitgliederausweis – für alle Nichtmitglieder besteht die Möglichkeit, die Mitgliedschaft direkt in der Hütte abzuschließen.
  • Hüttenschlafsack (aus Baumwolle oder Seide, z. B. erhältlich im DAV City-Shop): gehört – auch in Zimmerlagern – aus hygienischen Gründen zur Grundausstattung
  • kleiner Müllbeutel, um den eigenen Müll wieder mit ins Tal zu nehmen
  • Stirnlampe für nächtliches oder frühes Aufstehen
  • Hüttenschuhe in Form von leichten Schlappen mit möglichst fester Sohle, da mindestens die Schlafräume nicht mit Bergschuhen betreten werden dürfen
  • kleines Handtuch und Waschzeug
  • ggf. Ohrstöpsel

Während des Aufenthalts

Gastraum der Stüdlhütte
  • Auf der Stüdlhütte gilt striktes Rauchverbot.
  • Jeder Nächtigungsgast muss sich vor allem der Sicherheit wegen in das Hüttenbuch eintragen.
  • Hüttenruhe ist um 22 Uhr.
  • Es gilt die Hüttenordnung des DAV, ÖAV und AVS.
  • Für Übernachtungsgäste bietet die Stüdlhütte Halbpension an, für Alpenvereinsmitglieder außerdem noch ein "Bergsteigeressen" (das nicht mehr als 9 Euro kosten darf).
  • In der Regel gibt es morgens wie abends feste Essenszeiten; die genauen Uhrzeiten erfährt man vor Ort.
  • Bei Zahlung des Übernachtungspreises erhält man als Beleg eine sogenannte Schlafmarke, die gleichzeitig als Bestätigung für die Reisegepäcksversicherung gilt.
  • Bitte beachten Sie die Informationen und Verhaltensempfehlungen des DAV zum Bettwanzenbefall auf Hütten


Vorteile für Mitglieder

Plus-Mitglieder der Alpenvereinssektionen München und Oberland bekommen nicht nur eine ermäßigte Übernachtungsgebühr, ein günstiges Bergsteigeressen und -getränk auf ca. 2000 DAV-, ÖAV- und AVS-Hütten alpenweit, sondern es stehen ihnen auch exklusiv 22 eigene Selbstversorgerhütten beider Sektionen zur Verfügung.

Doch nicht nur auf Hütten genießen Mitglieder eine Reihe von Vorteilen: Sie haben u. a. auch Anspruch auf einen ermäßigten Eintrittspreis in Kletteranlagen, bei Vorträgen sowie im Alpinen Museum und genießen einen weltweiten Versicherungsschutz.

Mitglied werden

Christian Schwiertz
Gemeinsam in die Berge

Hüttenkategorie I

Alpenvereinshütten werden nach ihrer Funktion in drei verschiedene Kategorien eingeteilt. Die Stüdlhütte gehört zur Kategorie I:

Eine Hütte der Kategorie I ist eine Schutzhütte, die ihren ursprünglichen Charakter als Stützpunkt für den Bergsteiger und Bergwanderer bewahren muss. Ihre Ausstattung ist schlicht, einfache Verköstigung ist ausreichend. Sie ist Stützpunkt in einem bergsteigerisch bedeutsamen Gebiet und für den Besucher nur in Ausnahmefällen mit mechanischen Hilfen erreichbar; der Aufstieg erfordert in der Regel mindestens eine Gehstunde. Sie kann bewirtschaftet, bewartet, unbewirtschaftet oder ein Biwak sein.

Hüttenordnung der Kategorien I und II des DAV, ÖAV und AVS

Hüttenkategorie I: die Stüdlhütte

Lage

Die Stüdlhütte vor dem Gipfel der Blauen Wand
Die Stüdlhütte liegt direkt am Großglockner, in der grandiosen Bergwelt des Nationalparks Hohe Tauern

 

Talort: Kals, 1324 m

Geografische Koordinaten (dezimal): 47.054852, 12.681150

Geografische Koordinaten (GMS): 47°03'17.5"N 12°40'52.1"E

Lage auf Google Maps, Lage auf OpenStreetMap

GPX-Datei

Karte



Anreise mit Bahn und Bus

Mit der Bahn über Wörgl bis Kitzbühel und von dort mit dem Bus über "Huben in Osttirol, Ort" und "Kals am Großglockner, Abzw. Burg" bis "Kals am Großglockner, Lucknerhaus

Fahrpläne: Deutsche Bahn, Verkehrsverbund Tirol, ÖBB

Anreise mit dem Kfz

Von München über die A8 und die Inntalautobahn bis nach Kufstein Süd und weiter über Kitzbühel, Pass Thurn und Mittersill. Durch den Felbertauerntunnel und über Matrei in Osttirol bis Huben, dort zunächst ostwärts, dann gen Norden nach Kals am Großglockner. Nun über die mautpflichtige Kalser Glocknerstraße bis zum Parkplatz am Lucknerhaus.


So geht's zur Hütte


Zustieg A: Vom Lucknerhaus, 1918 m

zur Karte...

↑ 880 Hm, 2,5–3 Std., leichte bis mittelschwere Bergwanderung

Schöne Wanderung für Jung und Alt
Vom Parkplatz beim Lucknerhaus folgt man dem Steig am orografisch linken Ufer des Ködnitzbaches, bis man auf den Fahrweg zur Lucknerhütte am Talschluss stößt. Diesem folgt man durch das Ködnitztal, vorbei an der Jörgenalm, bis zur Lucknerhütte (2241 m). Ab hier ist ein Gepäcktransport mit der Materialseilbahn möglich. Nun entlang dem Ködnitzbach auf gut markiertem Steig Nr. 702 B aufwärtswandern, dann über das "Blaue Wandle", einen begrünten Moränenrücken, auf die flachen, malerischen Viehböden. Schließlich geht es über die Speikleite zur Stüdlhütte hinauf.

Die Stüdlhütte kann auch als Tagestour über das Teischnitztal (Tour 1) erreicht werden.



Touren rund um die Stüdlhütte

Hochtourenstützpunkt Stüdlhütte

Die Hütte ist sowohl idealer Ausgangspunkt für Besteigungen des Großglockners (Normalweg und Stüdlgrat) wie auch weiterer Eis- und Felsriesen. Außerdem ist sie tolles Ziel für Tagestouren, da sie in nur 2,5 Stunden vom Parkplatz an der Kalser Glocknerstraße zu erreichen ist und man so ganz einfach in die Nähe der einzigartigen Gletscherlandschaften kommen kann.

Während der Zustieg zur Hütte vom Lucknerhaus eine schöne Tageswanderung für Jung und Alt ist, geht es bei den Hüttenübergängen und Gipfeltouren meist anspruchsvoller zu. Gletschererfahrung und das Beherrschen der Bergung eines in eine Spalte Gestürzten sind unbedingt notwendig.

Faltblatt "Stüdlhütte"

In den Servicestellen der Sektionen München & Oberland erhalten Sie das kostenlose Hütten- und Tourenfaltblatt "Stüdlhütte" mit allen Infos zur Hütte, zum Nationalpark Hohe Tauern und Tourenmöglichkeiten.

 

Das Faltblatt steht auch zum kostenlosen Download bereit.



Tourenkarte


Bergwegeklassifizierung der Alpenvereine

gelb: Fahr- und Forstwege ohne große Höhenunterschiede, keine absturzgefährlichen Passagen

blau: einfache Bergwege, die überwiegend schmal sind und steil angelegt sein können, keine absturzgefährlichen Passagen

rot: mittelschwere Bergwege, die überwiegend schmal und oft steil angelegt sind und absturzgefährliche Passagen sowie kurze versicherte Passagen aufweisen können

schwarz: schwere Bergwege, die schmal und oft steil angelegt sowie absturzgefährlich sind. Es kommen gehäuft versicherte Gehpassagen und/oder einfache Kletterstellen vor, die den Gebrauch der Hände erfordern. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unbedingt erforderlich. Mehr Infos zur AV-Wegeklassifizierung


Wandern


1 Durch das Teischnitztal zur Stüdlhütte

↑ 1310 Hm ↓ 880 Hm, ↑ 4 Std. ↓ 1,5–2 Std., mittelschwere Bergwanderung, Trittsicherheit erforderlich, nur bei sicherem Wetter und schneefreier Lage

Durch eindrucksvolle Landschaft
Mit dem Bus von Kals zum Taurerwirt (1489 m) bei Spöttling. Vom Gasthof auf einem Steig hinauf zur Straße, die zur Moaralm führt. Dort auf den Forstweg mit Markierung 712, der über die steilen Hänge oberhalb des Teischnitzbachs bergauf führt. Durch die Teischnitzklamm zur Hochebene im Teischnitztal, rechts auf den Herrensteig und über die schrofigen Hänge der Freiwandspitze, einige Rinnen querend, zur Fanatscharte mit der Stüdlhütte ansteigen.

Für den Abstieg östlich in einigen Kehren hinab und über den steilen Hang der Speikleite zu den flachen Viehböden. An der Abzweigung zu Salm- und Glorerhütte vorbei, über eine Geländestufe ("Blaues Wandle") zum Ködnitzbach hinunter und talauswärts zur Lucknerhütte (2241 m). Auf einem Fahrweg zu einer Brücke absteigen. Nun entweder über den Steig auf der linken Talseite oder weiterhin auf dem Forstweg rechts des Ködnitzbaches zum Lucknerhaus (1918 m). Mit dem Bus zurück nach Kals.



Gipfeltouren (Sommer)


2 Fanatkogel, 2905 m

↑↓ 100 Hm, 30 Min., mittelschwere bis schwere Bergwanderung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, Kletterpassagen bis I

Zum aussichtsreichen Hüttengipfel
Von der Hütte südwärts auf markiertem Steig den Geröllhang queren. Es folgt eine erdige, von Felsen durchsetzte Rinne. Schließlich nach links und hinauf auf den Gipfel mit kleinem Kreuz, der mit einem Tiefblick zur Hütte und einer tollen Sicht auf den Großglockner aufwartet. Abstieg wie Aufstieg.

3 Schere, 3043 m

↑↓ 240 Hm, 0,5–1 Std., mittelschwere bis schwere Bergwanderung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, Kletterpassagen bis I

Zu einem Aussichtspunkt mit ungetrübtem  Großglockner-Blick
Von der Hütte über den nordseitig aufragenden steilen Hang in Kehren aufwärts. Nun im Rechtsbogen über eine kurze Flachpassage und schließlich durch etwas felsdurchsetztes Gelände hinauf bis zur Schere mit Gipfelkreuz. Abstieg wie Aufstieg.

4 Teufelskamp, 3511 m und Romariswandkopf, 3511 m

↑↓ 880 Hm, 5 Std., mittelschwere Hochtour, die Gletschererfahrung voraussetzt; mäßige Steigung, aber Spaltengefahr, deshalb nur am Seil zu begehen.

Felsbank und Hoher Firnberg mit gewaltigem Panorama
Von der Stüdlhütte Richtung Norden hinauf zum Teischnitzkees, das nordwestlich in sanfter Steigung gequert wird. Auf einer Höhe von ca. 3340 m auf das Fruschnitzkees. Nun nach Norden über einen Firnhang zum Kamm des Teufelskamp hinauf und links über Felsplatten zum Gipfel. Für den Weiterweg zum Romariswandkopf zurück auf das Fruschnitzkees und in Richtung Norden ziemlich flach unter der felsigen Flanke des Teufelskamp vorbei zum Romariswandsattel (3426 m). Über den Südostkamm zum Romariswandkopf. Abstieg wie Aufstieg.


5 Großglockner, 3798 m, über Glocknerwand, 3722 m

↑↓ ca. 1200 Hm, 9–10 Std., schwere und lange Klettertour mit sehr ausgesetzter Kletterei bis zum Schwierigkeitsgrad IV+. Zustieg über Gletscher. Nur für sehr erfahrene Bergsteiger mit entsprechender Gletscher- und Kletterausrüstung.

Lange Elitetour ersten Ranges
Wie bei Tour 4 zum Kamm des Teufelskamp (3511 m) und über den Nordwestgrat auf die Hofmannspitze (3715 m), den ersten Gratturm der Glocknerwand. Nun werden nacheinander alle sechs weiteren Grattürme, die durch Scharten voneinander getrennt sind, überschritten. Der zweite Turm, der Pöschlturm, gilt mit 3722 m als die höchste Erhebung. Der vierte bis siebte Gratturm bilden die Glocknerwandkrone. Schließlich über den Südostgrat (8-m-Abseilstelle) in die Untere Glocknerscharte (3596 m) und wie bei Tour 6 zum Großglockner. Der Abstieg erfolgt über den Normalweg (siehe Tour 8 ): Vom Großglockner in die Obere Glocknerscharte und über den ausgesetzten Grat den Kleinglockner überschreiten. Über den steilen Firnhang auf der Ostseite des Kleinglockners ("Glocknerleitl“) hinunter zur Adlersruhe, südlich über den Felskamm zum sog. "Kampl" und rechts auf das Ködnitzkees. Über den Gletscher zurück zur Hütte.

6 Großglockner, 3798 m, über Nordwestgrat

↑↓ ca. 1000 Hm, ↑ 5–6 Std. ↓ 3,5 Std., mittelschwere Hochtour mit Kletterpassagen (II) im Fels (teilweise seilversichert) und Gletscherberührung

Vielseitigere, aber schwierigere Alternative zum Stüdlgrat
Von der Stüdlhütte nach Norden zum Teischnitzkees und entlang des felsigen Luisengrats über den Gletscher bergauf. Unterhalb der Luisenscharte vorbei, schräg links unterhalb der Großglockner-Westwand entlang zur Südrinne und zur Unteren Glocknerscharte (3596 m) hinauf. Den Felszahn des Teufelshorns auf der Südseite umgehen und über das Glocknerhorn (3680 m) auf die Grögerschneide (3660 m). Nun über den oberen Nordwestgrat zum Gipfel. Abstieg wie bei Tour 8 auf dem Normalweg.


7 Großglockner, 3798 m, über Stüdlgrat

↑↓ ca. 1000 Hm, ↑ 5 Std. ↓ 3,5 Std., mittelschwere Klettertour, meist II und III, eine Stelle IV-. Fester Fels, der aber oft vereist ist, teilweise mit Klebehaken, Eisenstangen und Drahtseilen gesichert. Zustieg über Gletscher. Alpine Erfahrung, Kletter- und Gletscherausrüstung sind erforderlich.

Beliebter und vielbegangener Klassiker
Von der Stüdlhütte nördlich in Kehren hinauf zum Teischnitzkees und westlich des Luisengrates über den Gletscher (Spalten!) zur Luisenscharte (3175 m), wo der Südwestgrat (Stüdlgrat) beginnt. Etwa 250 m weiter zum eigentlichen Einstieg bei Punkt 3264 (Gedenktafel). Nun folgt man hauptsächlich dem Grat, der bis zum Gipfel hinaufzieht. Sicherungen weisen den Weg. Über Bänder und Stufen der "Petersstiege" zu einem Kamin (II+) und zum "Frühstücksplatz", einem kleinen Band. Über eine Verschneidung hinauf (III), anschließend folgt die "Kanzel", ein kurzer, ausgesetzter Quergang (III). Ein Steilaufschwung (III) wird überwunden, ausgesetzt entlang einer Kante über eine Platte empor (III) und weiter über die "Kleine Platte" (III). Die folgende "Platte" ist die Schlüsselstelle (IV-). Von dort in ca. 30 Min. über leichteres Gelände zum Gipfel. Der Abstieg erfolgt über den Normalweg (siehe Tour 8 ).

8 Großglockner, 3798 m, über Adlersruhe (Normalanstieg)

↑↓ ca. 1000 Hm, ↑ 5 Std. ↓ 3,5 Std., mittelschwere Hochtour über Gletscher (Spalten), gesicherte Kletterstellen (II) und einen steilen Firnhang (35–40°), sehr beliebt und oft stark frequentiert. Sie sollte nur mit entsprechender Erfahrung und Gletscherausrüstung oder mit einem Bergführer durchgeführt werden.

Über den Normalweg zum Großglockner
Von der Stüdlhütte Richtung Osten, um den Salzkopf herum und nördlich zum Ködnitzkees. Nordwärts über den Gletscher bergauf und im Rechtsbogen (Spalten!) zu einem Felssporn, der zum Blaukopfgrat zieht. Über ihn hinauf zum "Kampl" (Sicherungen) und nach Norden entlang der Felsen zur sog. Adlersruhe, der Erzherzog-Johann-Hütte (3451 m). Nun nordwestlich über einen breiten Firnrücken zu einem Steilhang, dem "Glocknerleitl", der zum Kleinglockner hinaufzieht. Über ihn in einem Linksbogen bergauf zu einer auf der linken Seite gelegenen Schulter. Über Felsen entlang der Sicherungen zur häufig überwechteten Gipfelschneide des Kleinglockners (3770 m). Ausgesetzt über den Grat und kurz hinab in die Obere Glocknerscharte (Drahtseil). Über die Firnschneide der Scharte luftig zum jenseitigen Felsaufschwung und über plattigen Fels (II) steil zum Gipfel. Abstieg wie Aufstieg.



Von Hütte zu Hütte


9 Zur Salmhütte, 2638 m über die Pfortscharte, 2828 m

↑ 280 Hm ↓ 440 Hm, 3–4 Std., mittelschwer bis schwer, Trittsicherheit erforderlich

Auf herrlichem Höhenweg
Von der Stüdlhütte steigt man ein kurzes Stück in nordöstliche Richtung bergauf, quert den Ködnitzbach und geht bis zur ersten Wegverzweigung. Dort hält man sich rechts und folgt dem rot markierten Weg am Hang entlang erst ost-, dann südwärts. Anschließend trifft man auf den "Johann-Stüdl-Weg" (Nr. 713) und wandert sanft hinauf bzw. hinüber (stellenweise seilversichert) ins Schuttkar unter der Pfortscharte. Nun nach links und steil empor durch das Kar bis zur Scharte auf 2828 m. Es folgt ein kurzer, ebenfalls recht steiler Abstieg durch Geröll und Rasen hinunter bis Punkt 2591, von wo aus es gemütlich durchs breite Tal mit einem kurzen Gegenanstieg bis zur Salmhütte geht (bew. Mitte Juni bis Ende Sept., Tel. +43 4824 2089).

10 Zur Glorer Hütte, 2651 m

↑ 80 Hm ↓ 230 Hm., 2–3 Std., mittelschwer bis schwer; der Übergang führt über gesicherte Felspassagen (I), Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, im Sommer oft noch Altschneereste

Schöner, aussichtsreicher Übergang
Wie bei Tour 9 zur Verzweigung unter der Pfortscharte, dort aber nach rechts und hoch über dem Ködnitztal nach Süden, wobei einige Gräben gequert werden (Drahtseile und ein Trittbrett) bis zum Medelsattel (2676 m), wo ein kurzer Abstecher ohne großen Höhenunterschied hinüber zur Medelspitze (2669 m, zusätzlich ↑↓ 30. Min.) möglich ist. Dann weiter Richtung Osten in langer, flacher Querung über den Südhang des Weißen Knotens zur Glorer Hütte (bew. Mitte Juni bis Ende Sept./Anfang Okt., Tel. +43 664
3032200)


11 Osttiroler Adlerweg

(nicht in der Karte verzeichnet)

Der Adler ist kühn, und der Adlerweg hat es in sich – die Stüdlhütte ist das Übernachtungsziel auf der Etappe 8 der Adlerwegs-Route in Osttirol. In der hochalpinen Bergwelt, nah unterm Himmel, verläuft er von Osten nach Westen durch ganz Tirol. Der Wegverlauf gleicht der Silhouette eines Adlers, der mit weit ausgebreiteten Schwingen in den Lüften schwebt.

Alpine Erfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Voraussetzung bei vielen Etappen: 320 Wanderkilometer zwischen Wilder Kaiser und Arlberg, 24 Tages-Etappen von leicht bis schwierig, von sanft bis zackig, von beschwingt bis extrem kraftraubend. 23.000 Hm bergauf, 20.000 Hm bergab.

Der Osttiroler Adlerweg ist kürzer, aber ebenso grandios und fordernd: neun Etappen zwischen Venediger und Großglockner, 93 km Länge, ca. 8000 Hm bergauf und fast ebenso viele bergab. Unzählige Schritte, hunderte Gipfel, tausende herrliche Aussichten!

Weitere Informationen über seinen Verlauf und den 33 Etappen gibt es unter: www.tirol.at/adlerweg.

Weitere Übergänge

(nicht in der Karte verzeichnet)

  • Erzherzog-Johann-Hütte 3454 m, auf der Adlersruhe (2,5–3 Std.)
  • Kalser Tauernhaus 1755 m (5,5 Std.)
  • Oberwalderhütte 2973 m (6–7 Std., Gletscher)
  • Rudolfshütte 2315 m (6–7 Std., Gletscher)


Skihochtouren

(nicht in der Karte verzeichnet)


Großglockner, 3798 m, schwer

Anforderung: Anspruchsvolle Skihochtour, beim Gipfelanstieg zu Fuß ausgesetzte Kletterstellen im II. Schwierigkeitsgrad. Die Sicherungen können verschneit sein. Steigeisen, Pickel und Seil sowie Erfahrung im hochalpinen Gelände erforderlich.

Gehzeit: Anstieg 4–5 Std., Abstieg je nach Skidepot 1–1,5 Std.

Route: Von der Stüdlhütte nach Osten, unter dem felsigen Salzkopf hindurch und nordwärts zum Ködnitzkees. Zunächst auf der linken Gletscherseite mäßig steil bergauf, auf einer Höhe von etwa 3100 m rechts über das Kees und auf einen Gletscherhang östlich des Großglockners zu. Über den Hang hinauf und rechts zum „Kampl", einer Felsrippe, die von der Adlersruhe herabzieht. Dort (ca. 3300 m) Skidepot und über den Felsgrat (Seilsicherungen) zur sog. Adlersruhe, der Erzherzog-Johann-Hütte (3451 m). Bei sehr sicheren Verhältnissen können gute Skifahrer weiter über den steilen Südhang ansteigen, Skidepot dann oberhalb der Adlersruhe. Von der Hütte flach Richtung Nordwesten zum Steilhang des „Glocknerleitls", über diesen bergauf und links zu einer Schulter. Über den felsigen Grat zur ausgesetzten, häufig überwechteten Schneide des Kleinglockners, in kurzem Abstieg zur Oberen Glocknerscharte und jenseits über Felsen zum Gipfel.

Glocknerumrundung, schwer

Anforderung: Schwierige und lange Skihochtour, die nur von erfahrenen und gebietskundigen Skibergsteigern oder mit Bergführer unternommen werden sollte. Gletscherausrüstung erforderlich.

Dauer: 8 Std. (10 Std. mit Besteigung des Großglockners)

Route: Wie bei oben beschriebener Skihochtour zum Romariswandsattel (3426 m), jenseits über das Teufelskampkees hinab, unterhalb des Glocknerkeeses, am Fuß der Glocknernordseite, vorbei bis auf eine Höhe von ca. 2500 m. In steilem Anstieg über das Hofmannskees zur Adlersruhe (3451 m) hinauf. Von dort bei guter Kondition und günstiger Tageszeit Anstieg zum Großglockner (siehe oben). Abfahrt bei sehr sicheren Verhältnissen über den Südhang, der oberhalb der Adlersruhe beginnt, zum Ködnitzkees hinab. Sonst südlich über den Felskamm und rechts auf das Ködnitzkees (Seilsicherungen). Abfahrt über das Ködnitzkees und rechts um den Salzkopf


Schere bzw. Luisenkopf, 3207 m

Anforderung: Leichte Skitour.

Gehzeit: 1,5 Std.

Route: Von der Stüdlhütte nach Norden über den Steilhang bergauf zum Teischnitzkees unterhalb des felsigen Einschnitts der „Schere". Entlang des Luisengrates über den Gletscher bergauf und nach einem Windkolk rechts hinauf zum Gipfel.

Teufelskamp, 3511 m, und Romariswandkopf, 3511 m

Anforderung: Mittelschwere Skihochtour, Spaltengefahr, Gletscherausrüstung erforderlich.

Gehzeit: 2,5 bzw. 3 Std.

Route: Von der Stüdlhütte nordwärts bergauf, unterhalb des Felseinschnitts der „Schere" auf das Teischnitzkees und nach Nordwesten über den sanft ansteigenden Gletscher. Schließlich nordwärts über einen etwas steileren Südwesthang zum Firnkamm des Teufelskamps. Zum Romariswandkopf bei ca. 3340 m auf das Fruschnitzkees und weiter in Nordwestrichtung flach am Felsaufbau des Teufelskamps vorbei zum Romariswandsattel (3426 m). Über den Südostkamm zum Gipfel.

Über die Burgwartscharte

Anforderung: Mittelschwere Skitour, die sich für den letzten Tourentag anbietet (Abfahrt zum Lucknerhaus). Felsiger Übergang an der Burgwartscharte, Richtung Leitertal erleichtert ein Seil den Abstieg.

Gehzeit: Burgwartscharte 1,5 Std. + 1 Std. Anstieg vom Leitertal zur Glorerhütte

Route: Von der Stüdlhütte östlich um den Salzkopf herum und links zum Ködnitzkees. Den Gletscher flach nach Nordosten queren und über eine kurze Felsstufe in die Burgwartscharte. Jenseits hinab auf das Leiterkees und Abfahrt Richtung Südosten ins Leitertal, unterhalb der Salmhütte vorbei, bis ca. 2300 m. Dort rechts und südwestlich am Glatzbach entlang zum Bergertörl mit der Glorerhütte (2651 m) ansteigen. Abfahrt weiterhin in Südwestrichtung, etwa dem Verlauf der Materialseilbahn folgend, zum Lucknerhaus (1918 m).



Skiroute Hochtirol

Anstrengende Skitour der Extraklasse

Sechstägige Skihochtour vom Großvenediger zum Großglockner

Konditionell anspruchsvolle und schwierige Hochgebirgsdurchquerung

Die eindrucksvolle Ski-Hochgebirgsdurchquerung mit den schönsten Gipfeln der Ostalpen steht auf der Wunschliste vieler erfahrener Skialpinisten. In sechs Tagen geht es von Kasern über Gipfel wie den Großen Geiger (3360 m), den Großvenediger (3674 m), den Sonnblick (3088 m) und den Großglocker (3798 m).  Das Tourenbuch mit genauen Routenverlauf gibt es zum Download.

Alpenvereinskarte und Führer

 

Alpenvereinskarte 40 "Glocknergurppe", mit Wegmarkierung 1:25.000

Alpenvereinskarte 39 "Granatspitzgruppe", mit Wegmarkierung 1:25.000

Alpenvereinsführer "Glockner- u. Granatspitzgruppe"

Rother-Führer "Hochtouren Ostalpen"

Hütten-Faltblatt, kostenlos in den Servicestellen erhältlich

Hinweis: Alle Alpenvereinskarten sind erhältlich in unseren Servicestellen am Isartor im Globetrotter, am Marienplatz im Sport Schuster und in Gilching.


Hüttengeschichte

Historischer und zugleich moderner Stützpunkt am Glockner

Die Geschichte der Stüdlhütte am Großglockner ist untrennbar mit dem Namen Johann Stüdls verbunden, der die Hütte auf eigene Kosten erbauen ließ. Bereits 1868 wurde die Stüdlhütte eingeweiht.

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Ausrüstungsverleih

Ausrüstung für Kurse und Touren im günstigen Verleih

Nicht jeder hat die Möglichkeit, sich sofort eine komplette Alpin-Ausrüstung zuzulegen. In unseren Servicestellen können Sie Ausrüstungsgegenstände gegen eine tageweise berechnete Gebühr entleihen.

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Hüttenschlafsack

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Ein Hüttenschlafsack ist auf jeder Alpenvereinshütte ein Muss und gehört aus hygienischen Gründen zur Grundausstattung. Erhältlich sind die leichten Schlafsäcke aus Baumwolle oder Seide in unserem DAV City-Shop.

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Unsere Tourismuspartner in den Hohen Tauern in Osttirol

Mit Osttirol hat es wesentlich mehr auf sich als nur die geografische Lage. Denn Osttirol ist anders. Reduziert auf das Wesentliche. Auf das, was es wirklich braucht: Berge. Osttirol ist das Berg-Tirol.

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