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↑ Mitglieder der Sektion Oberland bei einer Aufräumaktion am Großglockner, 1996


Im Mittelalter warf man seine Abfälle aus dem Haus auf die Gasse. Zwischen Mittelalter und Moderne entstand lange Zeit hauptsächlich Abfall, der als Viehfutter oder Toilettenpapier verwertet werden konnte. Erst mit dem Wirtschaftswunder, durch zunehmenden Konsum und aufwendige Verpackungen, entstand das eigentliche „Müllproblem“. In Deutschland machte man sich bis Mitte des 20. Jahrhunderts so gut wie keine Gedanken über die Abfallentsorgung. Wild entstanden Deponien, auf denen alles entsorgt wurde – Konserven, Zigarettenstummel, Autos.

Erst mit dem Abfallbeseitigungsgesetz kam 1972 der zaghafte Versuch, Deponien zu zentralisieren – allerdings mit genauso wenig Sinn für den Schutz von Boden und Luft wie zuvor. Ab den 1980er-Jahren entwickelte sich ein System zur Mülltrennung und -verwertung. Für unsere Alpenvereinshütten kam erst deutlich später – Anfang der 1990er-Jahre – eine Vorschrift zur Entsorgung von Müll in den Bergen. Bis mindestens in die 80er-Jahre wurde der Abfall einfach in Mulden, Gletscherspalten und über Abhänge hinter den Hütten entsorgt.

Schwarmwissen gefordert

Als Kind der 1990er-Jahre ist es für mich unvorstellbar, dass man sich damals keinerlei Gedanken über die Auswirkungen von Deponien mit Konserven, Matratzen und Geschirr im fragilen alpinen Naturraum machte. Statt sich über das Verhalten in vergangenen Zeiten aufzuregen, gilt es nun aber, Lösungen für den Müll in der Natur zu finden. Resultierend aus einem entsprechenden Antrag an die Delegiertenversammlung 2024 beschäftigte sich im vergangenen Jahr eine vom Vorstand eingesetzte Projektgruppe mit folgenden Fragestellungen:


 Die Falierhütte in den Dolomiten, südlich der Marmolada mit einem Müllberg den Abhang davor. Die Aufnahme ist datiert zwischen 1975 und 1985.

↑ Die Falierhütte in den Dolomiten, südlich der Marmolada. Die Aufnahme ist datiert zwischen 1975 und 1985. Foto: Archiv des DAV / München


Die Frage der Verantwortlichkeit ließe sich relativ leicht beantworten: Wenn die Abfälle offensichtlich aus der Nutzung der Hütte stammen, ist die Sektion auch für deren Entfernung verantwortlich. Im Umfeld welcher Hütten sich Deponien befinden, ist hingegen nicht so leicht herauszufinden. Durch Witterung und Erosion haben Geröll und Vegetation den Großteil des Mülls vergraben. Es erscheint sinnvoll, für das Auffinden solcher Stellen auf das Schwarmwissen der Sektion zurückzugreifen und (ehemalige) Pächterinnen und Pächter sowie Hüttenreferentinnen und -referenten zu befragen. Dieser Schritt ist noch ausstehend.

Bergungsaktion an der Knorrhütte

Durch frühere Müllsammelaktionen war bekannt, dass an der Knorrhütte unterhalb der Zugspitze Altablagerungen wie Konservendosen, Keramikgeschirr und Ähnliches vergraben sind. Deshalb starteten wir dort mit einem Pilotprojekt. Fraglich war vor allem, ob der Aufwand einer Ausräumung (Zeit, Geld, Energie, Eingriff in Vegetation und Boden) dem ökologischen Nutzen gegenübersteht. Wir beauftragten eine Fachfirma, die untersuchen sollte, ob aus den Ablagerungen ein Gefährdungspotenzial für Grundwasser, Boden, Luft und Mensch entsteht.


 Acht Jugendliche vor großen Müllsäcke und Altmetall auf dem zugspitzplatt.

↑ Jugend forscht: Aufräumaktion an der Knorrhütte aus dem Jahr 2023; Foto: Roman Ossner


Das Ergebnis: Einige Schadstoffe konnten im den Müll umgebenden Erdreich nachgewiesen werden und liegen im erhöhten Bereich. Diese Stoffe konnten jedoch nicht im Wasser gelöst werden; das heißt, sie können nicht ins Grundwasser übergehen. Da an den Fundstellen im Normalfall kein Kontakt zwischen Müll und Mensch zustande kommt, ist eine Gefährdung zwar nicht ausgeschlossen, aber auch nicht alltäglich zu erwarten. Demzufolge lautet die Empfehlung, den zutage tretenden Abfall nach und nach abzusammeln. Sondermüll ist nicht zu erwarten, also kann nach Ansicht der Projektgruppe auf den Einsatz eines Spezialunternehmens verzichtet werden. Eine ehrenamtliche Müllsammelaktion zu Beginn der Sommersaison 2026 ist in Planung.

Im Übrigen ist die Entsorgung heutzutage zwar geregelt, aber nicht einfacher geworden. Also bitte nimm alles, was du auf die Hütte bringst, auch wieder mit nach Hause!