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Mit kleinen Schritten die Berge sauber halten: Gemeinschaftliches Müllsammeln als Beitrag zu einem verantwortungsvollen Bergsport
Text: Sophia Deinhart, Franziska Loth; Titelbild: Tatjana Lucht
An einem Sonntagmorgen am Münchner Hauptbahnhof: Eine kleine Gruppe steigt in den Zug, Rucksäcke auf dem Rücken, Müllzangen in der Hand. Ihr Ziel ist kein Gipfelkreuz, sondern etwas, das man auf Wanderkarten nicht findet – die unscheinbaren Spuren menschlicher Anwesenheit in den Bergen. Taschentücher, Verpackungen, Zigarettenkippen. Dinge, die eigentlich niemand in den Bergen finden möchte und die doch überall auftauchen.
Seit 2019 ziehen wir bei unseren #hikeuppickup-Müllsammelaktionen regelmäßig los, um genau diesen Müll einzusammeln. Was als einmalige Aktion zum World Clean Up Day 2019 begann, hat sich inzwischen zu einem festen Bestandteil des alpinprogramms entwickelt.
Von April bis November findet an jedem ersten Sonntag im Monat eine #hikeuppickup-Tour statt. Mit maximal sieben Personen halten wir die Aktionen bewusst klein, damit die Gruppe flexibel bleibt und die Aktion ihren gemeinschaftlichen Charakter behält. Eine Müllrangerin oder ein Müllranger leiten die Aktion.
Warum Müllsammeln mehr ist als Aufräumen
Unsere Motivation hinter den Aktionen ist zweigeteilt. Natürlich geht es darum, den Müll aus der Natur zu holen, bevor er sich im Ökosystem verteilt, Tiere gefährdet oder zu Mikroplastik zerfällt. Denn was auf den ersten Blick harmlos wirkt – ein Zigarettenstummel am Wegrand, eine achtlos weggeworfene Verpackung –, kann in der alpinen Umwelt gravierende Folgen haben.
In den Bergen verrotten viele Materialien deutlich langsamer als im Tal, weil biologische Abbauprozesse stark verlangsamt ablaufen. Zurückgelassener Müll kann Tiere verletzen oder von ihnen gefressen werden, was zu schweren gesundheitlichen Schäden führt. Besonders problematisch sind Zigarettenkippen, deren Giftstofe Wasser verunreinigen und für viele Wasserorganismen toxisch wirken.
Doch mindestens genauso wichtig ist der präventive Gedanke: Hier kommt ein psychologischer Mechanismus ins Spiel, der in der Stadtforschung längst bekannt ist – der Broken-Window-Effekt. Er besagt, dass sichtbare Unordnung weitere Unordnung begünstigt. Ein herumliegendes Taschentuch signalisiert unterbewusst: „Hier kümmert sich niemand.“ Und genau das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Menschen ihren Müll ebenfalls liegen lassen. Umgekehrt entsteht durch saubere Wege ein Gefühl von Wertschätzung und Verantwortung.
Dabei haben die Gruppen zudem eine starke Vorbildwirkung: Wer andere beim Sammeln sieht, wird selbst sensibler für das Thema und eher motiviert, den eigenen und herumliegenden Müll mitzunehmen. So entsteht ein positiver Kreislauf, in dem verantwortungsvolles Verhalten sichtbar wird – und sich Schritt für Schritt in der Bergsportgemeinschaft verbreitet. Jede #hikeuppickup- Tour ist also nicht nur eine Aufräumaktion, sondern auch ein sichtbares Statement: Die Berge sind ein Raum, um den wir uns kümmern.
Wenn Toiletten vorhanden, diese nutzen. Andernfalls:
Wo gesammelt wird – und warum gerade dort
Unsere Müllsammeltouren finden bewusst auf stark frequentierten Routen statt, die aus dem Großraum München gut erreichbar sind. Viele davon liegen in der Nähe von Bergbahnen oder rund um Hütten – Orte, an denen sich besonders viele Menschen aufhalten und an denen leider entsprechend besonders viel Müll zurückgelassen wird.
Ein weiterer Grundsatz: Die Anreise erfolgt mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Klimafreundlich unterwegs zu sein, gehört für uns genauso zum Selbstverständnis wie der Schutz der Natur vor Ort.
Was die Gruppen finden – und was das über uns verrät
Die Fundstücke sind oft unspektakulär, aber in ihrer Masse erschreckend: Taschentücher, Plastikverpackungen, Flaschen, Kronkorken, Zigarettenkippen. Manchmal auch verlorene Kleidungsstücke oder größere Gegenstände wie Kanister oder Rohre.
Diese Funde erzählen viel über die Realität am Berg. Sie zeigen, dass Müll nicht nur ein ästhetisches Problem ist, sondern ein ökologisches. Und sie zeigen, dass es nicht „die anderen“ sind, die ihn verursachen – sondern wir alle, die wir als Bergsportlerinnen und Bergsportler in den Bergen unterwegs sind.
Ein wachsendes Netzwerk des Anpackens
Seit der ersten Aktion 2019 hat sich viel getan. Seit März 2021 finden die Touren regelmäßig statt, seit 2022 monatlich von Frühjahr bis Herbst. Kooperationen mit regionalen Partnern wie dem Naturpark Ammergauer Alpen, dem Naturpark Karwendel und rehab republic sind entstanden. Seit 2025 gibt es mehrsprachige Aktionen, die heuer weiter etabliert werden sollen.
Neben den #hikeuppickup-Touren engagieren sich die Sektionen München und Oberland auch bei anderen Müllsammelaktionen wie dem „Valley Green Up“ im Naturpark Ammergauer Alpen oder dem Polarstern Isar CleanUp. Dazu kommen Arbeitstouren zur Almpflege, zur Biotoppflege sowie zum Erhalt von Hütten und Wegen. Müllsammeln ist damit Teil unseres größeren Engagements für eine intakte Bergwelt.
Ein kleiner Einsatz mit großer Wirkung
Wer an einer #hikeuppickup-Tour teilnimmt, nimmt meist mehr mit nach Hause als nur das gute Gefühl, etwas getan zu haben. Die Aktionen verändern den Blick auf die Berge – und oft auch das eigene Verhalten.
„Seit meiner ersten Tour habe ich immer einen kleinen Müllbeutel im Rucksack“, erzählt eine Teilnehmerin. „Man fängt an, genauer hinzuschauen. Und man merkt: Jeder kann etwas tun.“ Und tatsächlich können wir alle schon mit kleinen Routinen, wie einem eigenen Sammelbeutel, bewusster Müllvermeidung und dem Mitnehmen herumliegenden Abfalls, einen wichtigen Beitrag leisten.
Wenn du nun auch bei einer unserer #hikeuppickup-Aktionen dabei sein magst: Zwischen März und November finden unsere Touren statt. Etwa am 5. April am Eibsee, am 7. Juni am Laber oder am 5. Juli am Wendelstein. Anmelden kann man sich ganz einfach über unser alpinprogramm. Alle Termine findest du auf alpinprogramm.de.
Alle Termine und Infos zu unseren Müllsammeltouren
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