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Kreislaufwirtschaft im Outdoorhandel: Secondhand, Repair und Verleih in München und Umgebung
Text: Claus Lochbihler, Foto: Globetrotter
Sendlinger Straße: zwei Flagships, zwei Haltungen
Im Norrøna Flagship Store arbeitet eine Schneiderin direkt im Laden. Dort kann die Kundschaft nahezu alle Produkte reparieren lassen – unabhängig vom Kaufort. Innerhalb der Garantie kostenlos, danach transparent bepreist. Künftig soll auch die Imprägnierung vor Ort möglich sein. Norrøna beziffert den Effekt klar: Jede vermiedene Neuanschaffung spart im Schnitt rund 12 Kilogramm CO₂. Nachhaltigkeit wird hier sichtbar umgesetzt.
Ganz anders der Salomon Store Munich gegenüber: „Wir reparieren nicht.“ Defekte Ware wird in der Garantiezeit ersetzt und entsorgt. Für Reparaturen verweise man Kunden an Sport Schuster, sagt der freundliche Store-Manager erstaunlich offen. Und schaut dabei so, dass man merkt: Cool und zeitgemäß findet der das auch nicht.
Secondhand: vom Nebenzum relevanten Markt
Der Secondhand-Markt wächst stark. Patagonia beziffert das weltweite Volumen auf rund 190 Milliarden Euro. Outdoor macht bislang allerdings nur ein bis zwei Prozent aus, bietet aber enormes Potenzial. Eine Verfünffachung in den kommenden zehn Jahren gilt als realistisch.
Bergzeit: Re-Use als Geschäftsmodell
Seit 2021 betreibt Bergzeit mit REUSE als erster Online-Händler eine professionelle Secondhand-Plattform. Produkte werden von Privatpersonen angekauft, geprüft und über reuse.bergzeit.de verkauft – inklusive Versand, Retouren und transparenter Preise. Über 70 Prozent der eingesendeten Artikel sind funktional einwandfrei, werden aber wegen ihrer Passform abgegeben oder weil sie nicht mehr gefallen. Re-Use ist hier nicht nur Imageprojekt, sondern ein wirtschaftlich kalkuliertes Projekt, das sich tragen muss.
↑ Runder Tisch: Vertreter der Firmen Bergzeit, Sport Conrad, Globetrotter und Patagonia sprechen im November 2025 über Secondhand-Ware im Bergsport. Foto: Bergzeit
Globetrotter: Kreislauf und Reparatur im Handel
Globetrotter setzt auf ein stationäres Secondhand-Sortiment mit starker Reparatur- Anbindung. Seit 2020 wird gebrauchte Ware angekauft, geprüft und mit Gewährleistung verkauft; Retouren oder B-Ware sind ausgeschlossen. 2022 kam die Online- Erweiterung, um auch Kunden in Regionen ohne Filiale zu erreichen. Ergänzt wird das Angebot durch Reparaturen in Filialen sowie eine Zentralwerkstatt in Ludwigslust mit spezialisierten Näherinnen. Globetrotter ist zudem zertifizierter Werkstattpartner u. a. von VAUDE und Ortlieb. Zum Konzept gehört auch der Verleih von Zelten, Rucksäcken oder Schlafsäcken – auch in München.
Sport Conrad: lokal begrenzt
Mit NOMOI („noch einmal“) betreibt Sport Conrad seit 2022 ein lokales Secondhand- Programm in drei Filialen. Verkauft wird ausschließlich Bekleidung. 80 Prozent des Erlöses erhält man als Verkäufer in Form eines Gutscheins, ein Prozent wird gespendet. Das Programm lebt vom persönlichen Austausch, stößt aber auch an Grenzen: Aktuell ist die Annahme neuer Ware eingeschränkt.
Reparatur-Alltag: Sport Schuster
Sport Schuster ist seit Jahrzehnten Reparaturadresse – lange bevor „Repair“ zum Nachhaltigkeitsbegriff wurde. Eine eigene Schneiderei und reparaturkundige Mitarbeiter schätzen ein, was sinnvoll repariert werden kann. Praxisnah ist das Kinderski-Tauschsystem: Ski (von 70 bis 120 cm Länge) werden bei einer Laufzeit von fünf Jahren viermal zurückgenommen und gegen längere Modelle getauscht. Gebühr: 150 Euro. Zum Ende der Laufzeit erhält man einen Gutschrift über 50 Euro für einen neuen Wintersport-Artikel.
↑ Bike-Werkstatt von Decathlon in Unterföhring: Ein guter Reparatur-Service wird immer wichtiger – und sollte auch eingefordert werden. Foto: Decathlon
Wirkung in der Breite: Decathlon
Decathlon integriert Second-Use- Produkte direkt in die Fachabteilungen. Rund 80 Prozent stammen aus Retouren oder reparierter Ware, der Rest aus dem Buy-Back-Service. In Bayern gelangen so jährlich über 10.000 Produkte zurück in den Kreislauf. Hinzu kommen Express- Reparaturen in Filialen und eine Meisterwerkstatt in München-Unterföhring mit rund 14.500 Reparaturen pro Jahr.
Patagonia Store München: Reparieren als Haltung und Event
Der Patagonia Store Munich steht für konsequentes, kostenloses Reparieren – und Produktdesign, das auf Reparierbarkeit abzielt. Reparaturexperten beurteilen vor Ort, was sich retten lässt. Worn-Wear-Touren und Thrift-Shops vermitteln Haltung und Know-how. 2024 wurden in München dabei rund 30.000 Euro für NGOs erlöst.
Fazit
Nachhaltigkeit im Outdoorhandel zeigt sich im Defektfall. Dann entscheidet sich, ob ersetzt oder repariert wird. Reparatur, Secondhand und Verleih verlängern die Nutzungsdauer, sparen Ressourcen und Geld. Wo solche Angebote fehlen, sollten wir als Kundinnen und Kunden nachfragen – und klar machen, dass wir genau das erwarten.
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