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Wegweiser 1/2023: Essen

Schnitzel, Pommes und Kaiserschmarrn: Muss das sein?

Text: Gerhard Wagner

Der Bergtag war großartig. Wir sitzen auf der Hüttenterrasse und genießen das Leben. Ein kühles Bier, ein Wiener Schnitzel mit Pommes und natürlich ein Kaiserschmarrn machen mich satt und glücklich. Spoiler: Wer gerne Kaiserschmarrn oder Schnitzel mit Pommes auf der Berghütte isst, sollte nicht weiterlesen.

Das gastronomische Angebot der DAV-Berghütten in den Ostalpen ist einmalig. Mitten in den Bergen zaubern die Hüttenwirtsleute Köstlichkeiten auf den Tisch. Sieben Tage die Woche von früh bis spät. Dabei sind zahlreiche DAV-Hütten zu alpinen Gasthäusern geworden. Der Schutzhüttencharakter ging verloren. Der Preis, den wir als Gäste, die DAV-Sektionen als Besitzer der Hütten und die Natur dafür bezahlen müssen, steigt ständig. Diese spiralförmige Entwicklung hat in meinen Augen im Wesentlichen drei Ursachen.

Zuvorderst müssen die Hüttenpächter in der kurzen Bewirtschaftungszeit Geld verdienen. Aus Idealismus macht das keiner mehr. Hüttenwirtsleute sind Profis, die an einem schwer zugänglichen Ort unter beengten räumlichen Bedingungen eine kleine Firma erfolgreich führen müssen. Die Anforderungen der Aufsichtsbehörden an die alpinen Gastronomiebetriebe steigen ständig. Auch der Arbeitskräftemangel geht an Berghütten nicht vorbei. Ist das Wetter schön, platzen die Hütten aus den Nähten, regnet es, sind die Wirtsleute trotz zahlreicher Reservierungen schnell allein. Relativ hohe Preise, Reservierungspflicht, Stornogebühren, Hüttentaxis, Rucksacktransporte und die Verdrängung der Selbstversorgung aus den Hütten sind die Folge.

Zudem wünscht sich ein großer Teil der Gäste ein gutes gastronomisches Angebot und ist gerne bereit, dafür auch tief in die Tasche zu greifen. Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Daher klingen Hüttenbeschreibungen mittlerweile eher wie Gourmet-Führer. Die Weinkarte ist wichtiger als die Wanderkarte. Von gegenseitigem Verständnis, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und Bergkameradschaft gegenüber den Wirtsleuten und den anderen Gästen bleibt da oft nicht mehr viel. „Ich habe bezahlt und will auch den vollen Drei-Sterne-Service ist leider zunehmend der Wahlspruch zahlreicher Hüttengäste.

Und zuletzt brauchen die DAV-Sektionen die Pacht- und Übernachtungseinnahmen, um ihre Hütten erhalten zu können. Diese Einnahmen reichen dabei gerade, um den laufenden Betrieb der Hütten zu sichern. Große Investitionen müssen zusätzlich aus den DAV-Mitgliedsbeiträgen finanziert werden. Die hohen Baukosten im alpinen Raum und die kurzen Bewirtschaftungszeiten machen den Erhalt unserer Hütten daher zu einer wichtigen ideellen Aufgabe des DAV.

Ein Ausbau der Gastronomie ist der falsche Weg

Den weiter steigenden Erwartungen der Gäste und Pächter an unsere Schutzhütten wollen wir aber nicht weiter nachkommen. Allein schon, weil wir uns die daraus resultierenden Anforderungen an den Ausbau des Gastronomiebetriebes, die zusätzlichen Aufwendungen für Ver- und Entsorgung sowie die Kosten für die Personalunterbringung nicht mehr leisten können. Wir wollen es aber in Angesicht der damit verbundenen Naturzerstörung und des Klimawandels auch gar nicht. Hier ein paar Beispiele zur Verdeutlichung: Wer auf einer Hütte anstatt des Krautsalates frischen Kopfsalat serviert bekommt, kann davon ausgehen, dass der Aufwand dafür erheblich höher ist. Autofahrten, Straßen, Parkplätze, Materialseilbahnen usw. sind die Folge. Das gilt auch für den oben genannten Kaiserschmarrn. Der wird in der Regel frisch zubereitet und verlangt nach einem hohen Personaleinsatz. Personal bleibt nicht mehr drei Monate ununterbrochen auf den Hütten und schläft in äußerst beengten Räumlichkeiten. Sie haben freie Tage, Anspruch auf eine angemessene Unterbringung und abgeschlossene Sozialräume. Und mein Schnitzel mit Pommes braucht eine Kühlzelle und eine Fritteuse. Beides braucht viel Strom, der auf unseren Hütten in der Regel Mangelware ist und nur unter großem Aufwand zur Verfügung gestellt werden kann.

Wir werden daher auch auf unseren Hütten in Zukunft Verzicht üben müssen. Ein einfaches aber qualitativ gutes gastronomisches Angebot wird die Regel sein. Anzustreben ist ein reduziertes Speisekartenkonzept, basierend auf regionalen und saisonalen Produkten. Neben dem Essen werden vor allem Zimmerlager (4 bis 6 Personen) als die gängige Unterbringung, wenig Komfort, kaum Strom und Wasser unseren Hüttenaufenthalt bestimmen. Wir werden vielleicht sogar wieder mithelfen müssen. Beim Tischdecken, Abspülen und beim Lager aufräumen, um den Pächtern mit wenig Personal einen wirtschaftlichen Hüttenbetrieb zu ermöglichen. Und wir werden dann wieder erfahren, dass in den Bergen die Berge den wahren Hochgenuss liefern, aber deshalb sind wir ja dort. Meinen Kaiserschmarrn und mein Schnitzel bekomme ich ja auch im Tal. Die fantastische Aussicht von der Hüttenterrasse nur dort.



 


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Kommentare

Meinungen zum Wegweiser der Sektionsvorstände, alpinwelt 1/2023

So ein Kaiserschmarrn nach einer anstrengenden Wanderung ist ein Muß, es wäre schade, wenn es diesen nicht mehr gäbe.

Angelika Scheuermeyer, 15.12.2022

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Also wenn es auf den Hütten nur noch Erbsensuppe u.ä. gibt, dann nehm ich halt wieder Brotzeit vom Tal mit hoch. Grad Kaiserschmarrn ist doch ein typisch tiroler Gericht. (Auch wenn ich ihn nicht vertrage.) Übernachten tue ich auf Hütten derzeit nicht. Sollte es zu der genannten Verschlechterung der Bedingungen kommen, dann auch in Zukunft sicher nicht.

Name unbekannt, 15.12.2022

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Kurze Antwort: Natürlich braucht's das! Aber nicht übertreiben.

Martin Marhoefer, 15.12.2022

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Liebe Berggemeinde, natürlich freuen wir uns alle über ein reichhaltiges Angebot an Speisen. Wenn man aber nicht tagelang von einer Hütte zur anderen steigt, dann ist es auch durchaus minemalistisch machbar. Oder gerade deswegen, denn Bergsteigen ist auch ein Verzicht auf Komfort. Es grüßt euch Alexander

Alexander Frey, 15.12.2022

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Das ist eine gute Richtung! Als schlecht verdienende Vegetarierin bin ich sehr froh über die Institutionen Bergsteiger Essen und Teewasser. Fühle mich oft aber nicht wirklich willkommen deswegen...und das auch in den Hütten "meines" Vereins ....

Neke Germann, 15.12.2022

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Grüss Gott zusammen Danke für den interessanten Beitrag. Kaiserschmarrn ist natürlich ein traditionelles Gericht und sollte beibehalten werden. Nach einer Tour hat man auch gern mal Appetit auf etwas deftiges. Hier würde ein einfaches Schnitzel ja auch reichen. Ein "dickes" Cordon Bleu muss dagegen nicht sein. Bzgl. der Unterkunft bevorzuge ich als "Mittfünfziger" lieber ein kleines Zimmerlager. "Massenschlag", wie man hier in der Schweiz sagt, habe ich in jüngeren Jahren bevorzugt. Kommt jedoch immer darauf an, wenn ich in einer guten Gruppe zur Hütte laufe, kann ich auch mit den Bergfreunden in einem grösseren Lager schlafen. Schliesslich isst und trinken wir ja auch zusammen. Kurzum, ein Grandhotel erwartet keiner. Die Berliner Hütte im Zillertal sollte jedoch trotzdem weiter so bestehen bleiben.... Was auch eine Möglichkeit wäre zum Kosten sparen, in der Schweiz gibt es z.B. kein vergünstigtes Bergsteigeressen und -getränk. Der Übernachtungspreis ist (je nach Hütte) nur ca. 10 Fr. günstiger. Das hat allerdings den Nachteil, dass manche Alpenclubmitglieder sich dann z.T. doch lieber in Gasthäusern oder privaten Hütten umsehen. Daher sollte hier eine Reduktion vorsichtig abgewägt werden. In diesem Sinne freuen wir uns weiter auf gemeinsame Bergerlebnisse. Beste Grüsse Fredy

Fred Apostel, 15.12.2022

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Ich beobachte genau eine gegenläufige Meinung. Die meisten Leute sind zunehmend genervt von 3 oder 4 Gänge-Menüs auf Hütten, welche natürlich teurer sind als ein normales Essen. Zudem wird man meistens schief angeschaut, wenn man nicht Vollverpflegung, sondern das Bergsteigeressen nimmt. Das Problem hier ist das System dahinter: Die Wirte verdienen das Geld mit dem Essen und müssen daher mehr anbieten, als der Gast eigentlich essen will. Wenn ich 1 Wochen auf Skitour unterwegs bin, brauche ich nicht jeden Tag mehrere Gänge, sondern es reicht eine gute & deftige Portion Hausmannskost.

Norman Brode, 15.12.2022

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Völlig richtig! Wir sind in den Bergen, um die tolle und eindrucksvolle Natur zu genießen! Dazu braucht es keinen Luxus!

Barbara Breinbauer, 15.12.2022

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Liebes DAV-Team, ich stille Eurer Einschätzung und Eurem zukünftigen Vorgehen voll zu: ich sehe gerade den DAV in der Verantwortung als "role model" im Bereich der Reduzierung unseres CO2-Fußabdruck in unseren Bergen glaubwürdig und nachhaltig aufzutreten. Auch wenn ich speziell Kaiserschmarrn gerne während oder nach einer MTB-Tour genieße ;-) Das funktioniert meines Erachtens aber nur wenn alle mitmachen, auch die Hüttenwirte. Denn eine ungesunde Konkurrenz und Wettbewerb um Gäste wäre kontraproduktiv.

Jörg, 15.12.2022

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Der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler! Sprich nicht gewamperten Funktionären, sondern dem Publikum. Vom Publikum (und dem NACHWUCHS!) leben die Almen und damit die Einrichtungen und damit auch dem DAV. Was es im Tal gibt, ist wurscht - der Alpenausflug lebt von der Kombination aus Landschaft und Erlebnis. Wenn ich "NICHTS" will, muss ich es ja nicht nehmen.

Nachtrag: Der KASERSCHMARRN (OHNE i) hat seinen Ursprung in der kargen Ernährung der "KASER" (die auf den Almen den Kas produziert haben und das mit einfachsten und HALTBAREN Zutaten!) Wenn etwas auf den Almen typisch ist, dann ist es der Kaserschmarrn, Oberlehrer eher selten.

Peter Miltenberger, 15.12.2022

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Guter Input, ich mag den Ansatz. Vielleicht darf man das nicht als Rückschritt angehen sonder durch geschickte Änderungen, sodass der Verzicht eher erstrebenswert ist. Besonders wichtig wäre mir, die pflanzliche Ernährung am Berg auszubauen. Wieso brauchen wir dort noch Fleisch? Das braucht lange Kühlketten und zerstört unser Klima maßgeblich. Veganer*innen finden auf Hütten meistens noch gar nichts. Fände das super.

Anna, 15.12.2022

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Das klingt so, als ob das alles neu wäre, aber früher war das doch schon mal so, dass auf den Hütten ein spartanisches Leben herrschte. Die meisten Schweizer Hütten machen es uns immer noch vor. Ein Essen für alle, nur für Vegetarier eine Ausnahme beim Hauptgericht und jeder hilft beim Abräumen mit. Außerdem gibt’s meist kein warmes Wasser und nur Matratzenlager. Ggf. könnte man aber durch verlängerte Öffnungszeiten, mit einem eingeschränkten Angebot in den Neben- Saisons die Wirtschaftlichkeit erhöhen.

Michael, 15.12.2022

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Wenn es keinen Kaiserschmarrn mehr gibt, brauche ich auch nicht mehr da rauf gehen. Hat einer diese "Vorstände" schon mal Kaiserschmarrn gemacht - wahrscheinlich nicht, sonst würde er keinen solchen ... Vorschlag machen.

Detlev Neuss, 15.12.2022

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Hallo Hüttenfreunde, bei meiner Übernachtung in der Reintalangerhütte habe ich heuer die Hüttenpächter sehr gelobt u war verwundert welche Mühe die sich machen. Mir geht es um die Natur u die Stimmung in den Bergen. Einfaches Essen genügt mir! 60cm Matratze im Lager sind mir aber zu eng! (In der Reintalangerhütte) Ich buche dort immer Zimmer obwohl ich klein u schlank bin. MeinDank geht an alle die sich in den Bergen für uns Wanderer plagen. Servus Erika

Erika Fuchs, 15.12.2022

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Das gabs doch schon mal. Als ich vor gut 50 Jahren mit dem intensiven Bergsteigen begann, gabs zwei bis drei Hauptspeisen und zwei bis drei Suppen und vielleicht noch einen Kuchen auf der Hütte. Davon war eines ein Bergsteigeressen. In den Schweizer Hochgebirgshütten brachten wir unsere Verpflegung selbst mit (die wurde vom Hüttenwart) gekocht. Miracoli und Tütensuppen waren damals die Superhits. Ernährungstechnisch wohl eher nicht. Ich kann mich noch gut erinnern an die Britanniahütte, 1980 auf Skitour. Vor der Lagerzuweisung mussten wir unsere mitgebrachten Lebensmittel abgeben. Die Hütte wurde mit wenig Personal in Betrieb gehalten. Eine Rückkehr zu einfacher Unterbringung und Verpflegung (z.B. Eintöpfe, gehaltvolle Suppen, eine Süßspeise) könnte mich wieder für Übernachtungen auf Hütten erwärmen. Diese habe ich in den vergangenen Jahren wegen der im obigen Artikel beschriebenen Auswüchse vermieden und bin auf Wanderfahrten mit dem Faltboot/Kajak ausgewichen (z.B. Elbe, Donau, Rhein). Bei vielen Kanuclubs hat sich noch was von der früheren Hüttengemütlichkeit und Einfachheit erhalten.

Anna Sterr, 15.12.2022

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"Ein reduziertes Speisekartenkonzept, basierend auf regionalen und saisonalen Produkten" - find sich super! Und mithelfen: das wäre doch ein zusätzliches Erlebnis für mich auf dem Berg :-)

Christian, 15.12.2022

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Der Beitrag stellt fest: Den Erwartungen der Gäste und Pächter an unsere Schutzhütten wollen wir aber nicht weiter nachkommen. Interessant, das Angebot richtet sich also nicht mehr an die Gäste, die auch Mitglieder sind! Am Ende werden die Hütten unwirtschaftlich und privatisiert, die Mitglieder werden austreten und man will sowieso nur ein weiterer beliebiger Naturschutzverein sein. Als Bergsteigerorganisation sieht sich in den Gremien eh niemand mehr. Fachübungsleiter Bergsteigen und viel mit Gruppen unterwegs. Diese wollen frei wählen, gut konsumieren, täglich duschen und entspannte Tage verbringen und keine Bevormundung erleben. Verrennt Euch nicht!

Andreas Eppler, 15.12.2022

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Ein paar Wanderungen habe ich nur wegen der Gastronomie wiederholt. Wenn die Umstände schwierig werden, sollten das doch der Wirt situativ bestimmen können. Und die meisten Wanderer sind ganz sicher auch nicht böse zu helfen wenn Not ist.

Jan-Erik, 15.12.2022

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Warum immer Krautsalat? Am besten noch mit viel Kümmel, Igitt. Es gibt auch anderes aus der Dose das nicht frisch auf die Hütte gebracht werden muss. Fangen wir jetzt wieder an das ich mir den Kaiserschmarrn selbst am Holzherz mache, mit Holz das ich selbst auf die Hütte getragen habe? Wie früher auf der Knorrhütte. Das ist alles noch nicht durchdacht. Wollen die Wirte den Gast wirklich in der Küche haben? Wie wird da die Hygiene sicher gestellt? Bin gespannt wie viele bewirtschaftete Hütten die Sektion in Zukunft hat.

Name unbekannt, 15.12.2022

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Für mich ist es immer eine Freude, am Ende eines Aufstiegs oder einer Wanderung zum Berggipfel, in einer Hütte einkehren zu können und ein herrlich frisches Bier - auch gern alkoholfrei - zu genießen oder im Winter ein Jagertee. Quasi als Belohnung. Es braucht keine gehobene Gastronomie. Auch kein Fleisch. Aber der Kaiserschmarren der Albert Link Hütte ist das Non Plus Ultra und der gehört für mich in die Berge.

Volker Klein, 15.12.2022

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...wir freuen uns, wenn's auf der Hütte eine Brotzeit, Spaghetti mit Tomatensauce/Bolognese und was zum Trinken gibt. Allerdings auf einen guten Kaiserschmarren freuen wir uns schon immer. Was wir keinen Fall brauchen ist eine Restaurantküche am besten noch mit Meeresfrüchten auf der Karte.

Ulrich Hobmaier, 15.12.2022

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Liebe Sektionsvorstände, aus meiner persönlichen Sicht ist das Vorhaben, die Feinkostoffensive auf den Hütten zurückzudrängen, zu begrüßen. Die damit möglicherweise erzielte Steuerungswirkung ist in meinem Sinne. Ich gebe aber zu bedenken, dass als vordergründige Motive Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit angeführt werden, ich aber hinter diesen Gründen eine normative Bewertung vermute, wie "richtiger" Bergsport und "richtige" Freizeitnutzung der Berge auszusehen hat (garniert mit einem Schuss Nostalgie), und dass in erster Linie die Menschen teilhaben sollen, die diese Bewertung teilen. Zu bestimmen und zu steuern, wer in die Berge kommt (vor allem ganz nach oben, wo es immer voller wird) finde ich wünschenswert, aber ich frage mich, ob der DAV, der als Organisation - bei aller Gemeinnützigkeit und allen Verdiensten - nicht demokratisch legitimiert ist, bestimmen darf und sollte, wie die Berge, dieser riesige Naturraum, genutzt wird (bzw. von wem). Anderersseits steht es dem Betreiber und Träger der Hütten natürlich frei, ein Konzept zu ändern und umzusetzen. Danke für die Möglichkeit, diesen meinen hoch ambivalenten Kommentar schreiben zu dürfen. Viele Grüße und gutes Gelingen, Felix Bormann

Felix Bormann, 15.12.2022

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Naja, die Frage ob Schnitzel, Kaiserschmarren und Co. auf Hütten anzubieten sind, ist wohl differenzierter zu sehen. Bei abgelegenen Hütten ohne Zufahrt oder (Material-)Seilbahn erübrigt sich diese Frage, denn dort wird ohnehin nur angeboten, was in Anbetracht der Bedingungen überhaupt transportiert und schließlich zubereitet werden kann. Und bei anderen Hütten muss man schon sagen, dass auch den Wirtsleuten eine Verdienstmöglichkeit gegönnt sei. Alleine mit (Tee)Wasser und Brettljause ist das nämlich nicht möglich, nachdem ja die monatliche Pacht bezahlt (in den meisten Fällen übrigens durchgängig im ganzen Jahr, auch wenn saisonbedingt geschlossen ist) sowie Beherbergungseinnahmen zur Gänze an den DAV abgetreten werden müssen. Ich möchte ja niemanden desillusionieren, aber die romantische Vorstellung vom Hüttenleben ist nun einmal nicht die Realität, wenn auch das Hüttenleben sehr viel Schönes bietet. Das Betreiben einer Hütte geht mit erschwerten Bedingungen für die Wirtsleute einher und wird bereits durch viele äußere Rahmenbedingungen geprägt, wodurch sich vielerorts eine ganz natürliche Begrenzung des Angebots ergibt. Das betrifft ja nicht nur die Verköstigung, sondern auch die Verfügbarkeit von Warmwasser usw. Mitzubestimmen was verkauft werden darf und was nicht bzw. darüber zu urteilen, halte ich schlichtweg für falsch und zudem überheblich und realitätsfern. Ja, es mag schwarze Schafe geben (betrifft übrigens Hüttenwirte, Sektionen, Gäste usw. gleichermaßen!), aber im Großen und Ganzen können wir uns wohl über gut geführte Hütten freuen, die sowohl Nachhaltigkeit, die Natur als auch ihre Gäste überaus schätzen und demensprechend handeln. Johanna

Johanna, 15.12.2022

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Bezahlbare warme und kalte alkoholfreie Getränke und gesunde kalte Brotzeit genügt vollkommen. 

TG, 15.12.2022

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Grünes Verzichtsmantra
Das hohe Lied an den Verzicht kann nicht die Lösung sein, da es den Kern des Gesamterlebnisses Berg im Kern trifft. Vielmehr ist ein vernünftiger Mittelweg für alle Bergfreundinnen und Bergfreunde akzeptabel: Genuss mit Vernunft. Dazu gehört für viele auch das Schnitzel (das man als Wirt tiefgefroren vorhalten kann) und der Kaiserschmarrn, aber even nicht unbedingt das taufrische Gemüse aus dem Tal. Bitte weniger Idiologie, mehr Eigenverantwortung für die Pächter und freie Wahl für die Gäste! Daniel

Daniel, 15.12.2022

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Auch ich bin der Meinung, dass auf eine Hütte keine Friteuse gehört, gerade bei den gesetzlichen Auflagen an die Gastronomie. Back to the roots sollte die Devise sein. Eine heiße Suppe, einfache Gerichte, die ohne großen Aufwand zubereitet werden können oder einfach nur Käse und Speck. Unbedingt sollten regionale und saisonale Produkte den Vorzug bekommen.

Eva-Marie Kriebel, 15.12.2022

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Mithelfen, weniger Komfort, kein Salat und Schnitzel mit egal. Aber nehmt mir nicht meinen warmen Kaiserschmarrn nach einer kalten Wanderung . Gerne mehr feste Menüs und nicht „a la cart“. Grüße Jan Niklas

Jan Niklas Hollenbeck, 15.12.2022

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Ich denke auch, die Ansprüche sollten hier deutlich zurückgefahren werden. Insbesondere die Belieferung von Hütten mit Hubschraubern sind ja ein enormer Ressourcenverbrauch. Warum also nicht mehr auf unbewartete Hütten setzen, die eben nur ein Schutzraum sind und für die jeder das was er braucht selbst mit hoch und wieder runterbringt.

Danny Fundinger, 15.12.2022

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Der Autor spricht mir aus der Seele. Der urige Charakter von Berghütten geht so total verloren. Ich freue mich nach einem langen Bergtag auf ein Brotzeitbrettl mit (am liebsten) regional produzierten Speck oder Käse, Bauernbrot und ein Glas'l Hauswein. Fein essen gehen kann ich an jedem anderen Tag im Tal ja auch.

Kathrin, 15.12.2022

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Ein Schnitzel mit Pommes sowie Kaiserschmarren sind jeweils ohne großen Aufwand zuzubereiten. Was soll es denn geben, was noch einfacher ist? Das ist wohl das einfachste gastronomische Angebot und insofern ein sehr schlechtes Beispiel, oder geht es darum, den Gästen vegetarische Speisen aufzuzwingen? Und welchen Salat die Materialseilbahn nach oben befördert, ist ebenfalls egal. Die meisten Lebensmittel sollte man übrigens im Kühlschrank aufbewahren, nicht nur das Schnitzelfleisch. Und wenn man sich an der Fritteuse stört, dann muss man eben den Mehraufwand in Kauf nehmen und Bratkartoffeln machen, was allerdings dem genannten Personalaufwand entgegen steht. Macht euch lieber gegen die ständig steigenden behördlichen Vorgaben stark, die ihr im vorauseilenden Gehorsam zu erfüllen scheint. Und der Einfluss auf »Naturzerstörung« oder gar »Klimawandel« ist derart marginal, dass er zu vernachlässigen ist, es sei denn, man will im Sinne der Grünen den Hüttenbetrieb ganz einstellen, um die Welt zu retten.

Michael, 15.12.2022

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Grundsätzlich teile ich ganz diese Meinung. Leider ist es auch so das die Erwartungshaltung der Gäste immer anspruchsvoller wird. Nicht nur auf den Hütten auch in der Gastronomie allgemein beobachte ich diese Entwicklung nicht nur oben auf den Bergen sondern auch im Tal. Mir ist auch klar das man diese beiden Arten von Gastronomie nicht miteinander vergleichen kann und darf. Eine Endlösung fällt mir auf die Schnelle auch nicht ein. Ich persönlich würde alle diese Angebote auf den Bewirtschafteten DAV Hütten reduzieren aber die Qualität der Produkte aufrecht erhalten. Keine Energiefressende Technik (Fritteusen etc.), einfache Regionale Produkte bei Speisen, Getränke und keine "Luxusübernachtungen" Ich befürchte das diese "Lawine" noch nicht zu Ende ist und die Erwartungshaltung der Gäste eher noch größer wird. Hier ist auf alle Fälle handeln Angesagt. Ich bin selbst Gastronom und Koch, das war für mich der Hauptgrund das ich mich aus dieser Art von Gastronomie verabschiedet habe. Mein Motto "zurück zur Natur" Mit besten Grüßen Sepp

Sepp Ziegler, 15.12.2022

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Dieser Text ist eine ärgerliche Aneinanderreihung von Pauschalierungen, Nonsequiturs, und Strohmannargumenten. Wieder mal jemand, der die Berge gerne für sich alleine haben möchte, und krampfhaft versucht, das irgendwie zu rationalisieren. Leider greift dieser toxische Geist in den letzten Jahren im Münchner AV immer weiter um sich. Übrigens: Gerade Kaiserschmarrn ist ein Gericht, das sich leicht und aus ungekühlt lange haltbaren Zutaten zubereiten lässt. Aber wenn die Münchner AV-Hütten das nicht hinbekommen, dann wird der Kaiserschmarrn eben zukünftig auf Privat-Hütten und -Almen gegessen. Kein Problem, es gibt ja genug Wirte, die schaffen das...

Kaiserschmarrnjunkie, 15.12.2022

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... dem kann ich in vollem Umfang zustimmen. Zumal sich dann auch das Gäste-Klientel vermutlich wieder zum wahren Bergfreunde-Klientel verschieben wird. Eine Schutzhütte ist keine Eventveranstaltung mit Partyrummel.

Jens, 15.12.2022

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Schmankerl gehören auf die Hütten. Schnitzel natur mit Salzkartoffel+Salat, Spinat-+Speckknödel, Kaiserschmarrn, einen Hüttenkuchen, Buttermilch falls die Hütte Almmilch bekommt gehören auf die Hütten! Das macht viele Hütten so beliebt.

Norbert, 15.12.2022

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Jede Hütte soll ihr Angebot an ihren Möglichkeiten (Strom, Wasser, Platz, Personal etc.) orientieren. Das ist aber jetzt auch schon so. Grundsätzlich sollte Bergsteigen / Wandern schon attraktiv sein. Die Leute, die die Berge in ihrer Nähe für sich entdeckt haben, sollen nicht wieder zu Fernreisen animiert werden. Ich frage mich aber, wieso eine Hütte eine Großstadt mit Brot beliefern muss.

Egon, 15.12.2022

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Ein "reduziertes Speisekartenkonzept" bedeutet für die Pächter automatisch einen reduzierten Umsatz und damit, auch wenn die Kosten senken würden, einen reduzierten Gewinn. Daran wird kein Pächter interessiert sein. Ich sage nicht, dass ich gegen diesem "weniger ist mehr" Konzept bin, ich sage nur, dass man keine Pächter mehr finden wird.

Manuel, 15.12.2022

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Servus! Ich kann die Gedanken von Gerhard Wagner voll und ganz unterstützen! Wir suchen das Erlebnis der wunder-(wander-)baren Berge, die urige Reduziertheit einer Hütte und die Kameradschaft! Wer Dusche, Einzelzimmer und 3-Sterneküche braucht, der möge doch bitte im Tal bleiben !! Herzlichst Karin Kempa

Karin Kempa, 15.12.2022

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Ausgerechnet Kaiserschmarrn und Schnitzel wurden erfunden, um größere Mengen schnell und mit wenig Aufwand herstellen zu können. Wenn es dann dazu nicht mehr reicht, bleiben wohl nur noch Dosensuppen. Krautsalat statt Gemüse? Die Blähungen im Nachtlager und den Durchfall am nächsten Tag kann ich auf Bergtour nicht gebrauchen, der bleibt jetzt schon liegen. Zur Finanzierung… Die Hütten tragen sich nicht aus ihren Einnahmen, sondern müssen von Mitgliedsbeiträgen gestützt werden? Ja klar, deswegen (und für vergleichbare Einrichtungen) zahle ich meine Beiträge doch, nur deswegen. Irgendwelche Expeditions- und Kletterkader, die dann nach irgendwohin gesponsert werden, sind der Luxus, nicht unsere Hütten und dass man satt ins Lager kommt.

Christoph Kunz, 15.12.2022

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Früher (vor 50 Jahren) waren Berghütten Schutzhütten. Da bekam ich ohne Anmeldung ein "Bergsteigeressen" und ein Lager. Wenn eine Gitarre an der Wand hing, hat man abends gemeinsam gesungen uä. Wie sieht es heute aus? Ich bin gespannt, wie der DAV hier wieder den Rückwärtsgang einschalten will, gegen den Tourismustrend und die Verwöhnkultur.

Klaus Grünebach, 15.12.2022

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Ich geb euch in nahezu allen Punkten recht, deutlich schmalere Angebot bei Essen und Trinken, das zu Unterkünften genannte, den ausufernden Aufwand verringern, u. s. w. Aber stellt mir nicht den Kaiserschmarrn in Frage! In welcher Flachlandwirtschaft gibt es den in Hüttenqualität? Und was passt besser zur Abrundung einer gelungenen Bergtour? Der Kaiserschmarrn gehört m. E. unbestritten zur alpinen Berghüttenkultur und ist nebenbei bei noch relativ preiswerten Erzeugerkosten auch noch ein kulinarischer Hochgenuss!

Otto Sellmayer, 15.12.2022

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Wenn ich abends um 20 oder 21 Uhr nach einer anspruchsvollen Solo-Tour erschöpft an der Hütte ankomme, wünsche ich mir keine Belehrung über Vorreservierung, "Check-in"-Zeiten oder verpflichtende Halbpension mit 3-Gänge-Menü, sondern nur drei Dinge, die alle relativ einfach zu verwirklichen sind: 1. das Gefühl, willkommen und als Bergsteiger und AV-Mitglied am richtigen Platz zu sein, 2. ein bis zwei Teller heiße Suppe oder Eintopf (oder die für mich kostenfreie Möglichkeit, mich selbst zu versorgen), 3. eine Schlafgelegenheit, idealerweise im Zimmerlager. Wenn alle Betten schon voll sind, kann der Hüttenwirt natürlich nicht zaubern, aber die ersten beiden Punkte dürfen doch nicht zu viel verlangt sein! Ich möchte in den Bergen Ungebundenheit und Bergsteigerkameradschaft erleben und kein durchgeplantes, vorreserviertes und kostenintensives Kulinarik- und Wellness-Programm abspulen. Dafür bin ich sehr gern bereit, auf der Speisekarte nur noch drei oder vier verschiedene Gerichte (inklusive eines Brotzeitellers) vorzufinden. Und noch eine Anregung zum Stichwort "mithelfen": Wer mag, könnte sich als Hüttenbesucher auch als "Träger" engagieren und z. B. gezielt bestimmte (haltbare und hygienisch unbedenkliche) Produkte, die der Hüttenwirt online auf seiner "Wunschliste" vermerkt hat, mitbringen und hinauftragen (als Spende oder mit Rechnung) - dafür bekommt er eine entsprechende Vergütung bzw. Kost/Logis, gleichzeitig ist das kulinarische Angebot auf der Hütte vielleicht für einen Abend wieder reicher.

Joachim Burghardt, 15.12.2022

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Ja, das sind doch einfach unsere deutschen Nationalgerichte. Ich war dieses Jahr auf dem Stahlhaus beim Jenner. Es gab da einen ganz prima Kaiserschmarn den habe ich fast jeden Tag noch zusätzlich gefressen. Das gute Schnitzel hat leider auf der Speisekarte gefehlt. Als Bergsteigeressen gab es einen sehr guten und günstigen Schweinebraten. Auf manchen Hütten gibt es einfach zu wenig von solchen Gerichten. Das Essen auf den Hütten ist auch schon sehr teuer geworden. Das kann man nur als Alpenvereinsmitglied wieder mit der günstigen Übernachtung bezahlen. Johannes Engelbrecht Diefenbachstraße 26 81479 München

Johannes Engelbrecht, 15.12.2022

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Vielen Dank für die richtungsweisende Einschätzung, in der klaren Kommunikation der Beweggründe ist das wohl allen gut zu vermitteln, die wir auch zukünftigen Generationen die Bergerlebnisse ermöglichen möchten! Ich unterstütze diese Zielsetzung sehr, vor allem den gesellschaftlichen Teil auf der Hütte wieder vermehrt gemeinsam zu agieren!

Christian, 15.12.2022

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Das gefällt mir sehr gut. Zurück zur Natur, eigene Brotzeit mitbringen und ein einfaches Essen nach Möglichkeit mit einen Angebot auch an veganen/vegetarischen Essen. Hotelkomfort auf den DAV Hütten ist absolut überflüssig. Und Mithilfe stärkt den Zusammenhalt.

Christian Neuberger, 15.12.2022

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Mit ihrer Einschätzung haben sie recht und ich stimme ihnen zu. Ich erwarte bei der Hüttenübernachtung kein 3-Gänge-Menue und keine Dusche. Einfaches Hüttengericht wie es früher gab würde mir ausreichen. Hat doch vorher auch gut funktioniert. Die Überbelegung auf Hütten und der große Andrang würden sich bestimmt wieder normalisieren. Ich erwarte kein 3-Sterne-Berggasthaus sondern eine gemütliche Übernachtungsmöglichkeit bei einem erfahrenen Hüttenwirt, der auch Auskunft bei Fragen geben kann.

Monika Koller, 15.12.2022

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Mal eine Gegenfrage - wollt ihr das nicht lieber den Hüttenwirten überlassen, was die anbieten möchten? Die können die Situation m.E. eher einschätzen - und das wird von Hütte zu Hütte unterschiedlich sein. Nur ein Beispiel - eine Hütte die in der Nähe einer privaten Hütte ist, die "mehr" anbietet, wird ein anderes Konzept brauchen/ haben als eine Hütte die weit von anderen weg ist (ggf. schwer erreichbar/ oder eben leichter erreichbar - daher anderes Angebot). Ich persönlich finde das "Diktat" von oben mit dem schönen Wort WIR etwas überheblich - (gemeint ist dann wer? die Funktionäre? die Eventmanager? oder Tourismusexperten die etwas "ausgerechnet" haben?/ oder der "Normalo" -Bergsteiger, Wanderer, Radler???/ nur Gruppen?). Ergo bitte diejenigen entscheiden lassen die es ausbaden müssen! Danke

Felis, 15.12.2022

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Hallo! Der Mensch ist ein intelligentes Wesen und lernfähig. Aber leider macht er auch Fehler. Eines davon ist seine wohlbekannte Hybris. Ich kann die Problematik verstehen aber bei der Überschrift blieb mir der Bissen im Hals stecken. In mehreren Aspekten! Und ja was wir Mutter Natur antun, aus deren omniversalen Schoss inclusive uns entspringen, ist herzbrechend. Aber Macht maln Punkt. Wer richtig in die Berge geht ist klar dass man keine 4 Sterne suit erwartet und ziehe demütig den Hut vor dem Hüttenteam! Ich nehme überall schon Rücksicht auf Natur und Umwelt aber nach dem ich mich den Berg hochgewuchtet hab möchte ich mich trotzdem über ein wohlverdienten Bier, Kaiserschmarrn oder ein Schnitzel freuen. Zudem ist es ja auch noch ein geographisches Kulturgut deren Genuss man zeitlich zelebriert für die Motivation. Ich kann und mag irgendwann halt nicht mehr meine Trockenfrüchte, Brot etc. nicht mehr essen, weil ich’s persönlich auch nicht mehr runterbekomme. Meinen Müll nehme ich selbstverständlich auch wieder mit runter ins Tal zur nächsten Tonne. Aber bei mir persönlich hat auch so ein gutes Essen als Motivation gut bei entsagen von meinen Kräften fungiert neben der Aussicht. Umdenken ist gut aber ich fürchte bald in einer kompletten Grünen Diktatur zu leben. Ich bin sehr gespaltener Meinung. Schwierig, Schwierig. Was kann man da nur machen? Lasst uns doch mal zusammen überlegen!

Christina Sophie Schultz, 15.12.2022

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Grundsätzlich freue ich mich über gutes Essen auf der Hütte, ist ja eine zusätzliche Motivation auf den Berg zu gehen. Ansonsten sollte man schon etwas differenzieren, wie z. B.: 1) Wie wir die Hütte versorgt: Straße, Materialseilbahn, Heli? 2) Welche Infrastruktur gibt es: Landstrom, Generator, Wasserkraft, PV 3) Welche Hüttengröße, welche Zielgruppe (Übernachtungsgäste oder Tagesausflügler) Grundsätzlich finde ich es auch erst einmal richtig, dass die Hütten mittels Mitgliedsbeiträge gebaut/saniert werden. Das ist wohl eine zentrale Aufgabe des AV. Ob sich überhaupt ein Gastrobetrieb / Hüttenwirt auf eine Hütte einlassen würde, die nur "Erbssuppe mit Wurst und Brot" anbietet, ist fraglich. Der angesprochene Kaiserschmarrn bindet bei der Herstellung sicherlich viel Arbeitskraft, ist aber auch ohne Kühlung (Eier, H-Milch, Mehl) lange vorzuhalten und kann auch auf der einfachsten Ausstattung (Gas- oder Holzherd) zubereitet werden. Also bitte für jede Hütte eine differenzierte Betrachtung machen und nicht pauschal alles in Abrede stellen. Wir wollen doch alle, dass sich die Wanderer auf der Hütte wohlfühlen, gut essen und nicht nur gesättigt werden.

Martin Ganslmeier, 15.12.2022

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Das solle man doch den Hüttenwirten überlassen, welches Essen sie anbieten. Muss man wirklich alles reglementieren und verbieten. Ich persönlich möchte nicht gern auf einen Kaiserschmarrn verzichten.

Dieter Sandler, 15.12.2022

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Ich gebe zu, dass ich auf Hütten auch gerne Kaiserschmarrn esse, wenn es einen gibt. ;-) Das ist für mich schon fast ein typisches Hüttengericht. Was es aber definitiv nicht braucht und meiner Meinung nach sofort wieder abgeschafft werden kann, sind Menüs und Halbpension auf Hütten. Leider gibt es inzwischen Übernachtungsgäste, die das erwarten. Hier werden Hütten tatsächlich zu Restaurants bzw. mit Restaurants verwechselt. Ich bin der Meinung, dass ein Abendessen "à la carte" (wo gerne auch ein vegetarisches Gericht angeboten werden darf) vollkommen ausreichend ist.

Thomas Heldmann, 15.12.2022

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Vielen Dank für den interessanten Artikel. Ich stimme damit zu und bin der Meinung, dass die Nachfrage der Hüttengäste nach mehr und mehr Komfort das Angebot NICHT bestimmen sollte (wer auf solchen Komfort nicht verzichtet möchte, hat eine vielfältige Auswahl im Tal!), sondern genau umgekehrt: das Angebot der Hütten sollte die Gäste bestimmen, d.h. Besucher mit Respekt für Natur und Menschen. Idealerweise bringt der verantwortungsvolle Besucher diese Denkart auch ins Tal mit.

Ilaria Galasso, 15.12.2022

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Lieber Gerhard Wagner, wären Sie in Kind, würde ich konstatieren, es leide an ADHS (zumindest an einem Aufmerksamkeitsdefizit). Sie sind aber kein Kind, sondern Vorstand einer AV-Sektion. Also wollen Sie wahrscheinlich "nur" provozieren. Sie fragen: "muss das sein"? Nun, was muss denn schon sein? Natürlich muss es nicht sein, man kann auch ohne zu essen auf die Berge laufen, man muss nicht in Hütten übernachten, man muss nicht trinken (bzw. es reicht, aus dem Bach). All das Erwähnte "muss" natürlich alles nicht sein, dann aber vielleicht konsequenterweise auch ohne Alpenverein, denn der muss ja auch nicht sein, die Berge sind auch ohne diesen da und können genausogut bewandert werden. Nach ihrer Argumentation ist es aus heutiger Sicht also falsch, dass sich vor über hundert Jahren Menschen zusammengeschlossen haben, um einen Verein zu gründen, der es ihnen ermöglicht, ihr Freizeithobby auszuüben und durch die Schaffung von Infrastruktur den Zugang dazu zu erleichtern. Ja ja, der liebe Fussabdruck. Wir leben also in einer Zeit des moralisch erhobenen Zeigefingers, predigen von oben herab Verzicht und meinen doch nur immer die anderen, die da unten. Wie wäre es mit dem Verzicht eines moralisierenden Vorstands? Braucht's den? Hätten wir alle nicht mehr von einem, der die Panade auf Schnitzel klopft, oder die Eier des Schmarrn quirlt? Selten so einen gehört. Oder soll ich gar ihren Gedanken weiterspinnen? Reduce to the max! Vielleicht verzichten wir besser gleich auf alles, auch auf uns, der Planet würde es danken. Im Frühtau zu Berge wir ziehn, fallera, und stürzen uns gemeinsam vom ebenso völlig überflüssigen Gipfelkreuz zu Tale, dann endlich, lieber Gerhard Wagner... , Über allen Gipfeln Ist Ruh', In allen Wipfeln Spürest du Kaum einen Hauch; Die [Vögelein]1 schweigen im Walde. Warte nur, balde Ruhest du auch.

Traian Grigorian, 15.12.2022

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Recht plakativ, den Kaiserschmarrn zur Disposition zu stellen. Natürlich ist der Berg der Star, aber ich sehe keinen Grund das wunderbare Ambiente nicht mit etwas Komfort zu feiern und weiter- statt zurückzuentwickeln. Natürlich muss eine Hütte kein Sternehaus werden, aber neue Technologien schaffen neue Möglichkeiten, leistungsfähige Batterien und Photovoltaik sind noch nicht so lange verfügbar. Was die Pächter*in in ihrer Firma ihren Gästen anbietet sollte ihr überlassen werden. Eventuell findet sich eine Lösung die Pächter mehr in die Entscheidung einzubeziehen und auch finanziell in die Verantwortung zu nehmen, falls das DAV-Budget nicht mehr hergibt. Wenn man kein Personal hat, dann gibt es eben nur eine kleine Karte. Der Punkt mit dem Naturschutz ist natürlich richtig, aber vielleicht lohnt es sich hier ein wenig zu randalieren, um die Attraktivität der Hütten zu steigern und im Gegenzug mehr Bergliebhaber und Naturschützer zu züchten. Ähnliches Konzept wie in Tierparks. Die Altvorderen DAVler waren beim Hüttenbauen auch nicht gerade zimperlich.

Robin, 15.12.2022

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Grundsätzlich stimme ich dem Inhalt des Artikels zu. Es ist nicht ein "immer mehr und immer besser" notwendig, was für mich aber auch nicht bedeutet, deutliche Rückschritte zu machen. Egal, wie das Speisenangebot auf den Hütten allerdings ist: Viel wichtiger ist es auch, auf Allergiker Rücksicht zu nehmen: Wer kein Gluten essen darf und noch dazu einen empfindlichen Magen wird ist auf den Hütten schlecht versorgt: Fast alle Speisen enthalten Mehl oder sind in großen Teilen schwer verdaulich (z.B. der vom Autor erwähnte Krautsalat). Hier besteht auf jeden Fall noch Nachbesserungsbedarf!

Frank Maurer, 15.12.2022

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Ich war schon immer gegen diesen Ausbau der DAV Hütten zu immer komfortableren BergHotels, egal ob heiße Duschen oder Sternegastronomie. Ich liebe die Einfachheit, Komfort kann ich im Tal haben. Vielleicht bleiben dann auch die Schickimickis wieder drunten.

Peter Stadelmeyer, 15.12.2022

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Auf den Kaiserschmarrn würde ich ungern verzichten. Ansonsten brauche ich auf dem Berg keine große Auswahl. Ein Tagesgericht (z.B. ein Eintopf) und eine Alternative (z.B. eine Brotzeit) sind doch völlig ausreichend.

Silke, 15.12.2022

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Ein einfaches gutes Essen ist ausreichend

Max Gruber, 15.02.2022

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Also ich finds super, der Luxus am Berg generiert in meinen Augen jede Menge Kosten, und Wandern wird dadurch teurer..... Leute die Schwimmbadwandern machen müssen das ja nicht am Berg machen . Ich finde kostengünstig und einfach super.

Monika, 15.02.2022

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Nehmt doch den Jakobsweg in Spanien als Vorbild. Da haben die Bars oder Pilgerunterkünfte ein einfaches Essen das Menu del dia oderMenu de peregrino für 8-12 EUR. Völlig ausreichend und immer schmackhaft.

Gerhard Zenk, 15.02.2022

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So wirklich verstehe ich den Beitrag nicht!?Ich halte die Hüttenwirte und Hüttenwirtinnen auch für absolute Profis, die wissen was geht und was nicht geht, was sie leisten können und was nicht, was einigermaßen wirtschaftlich für sie ist und was nicht und so sollten sie das Angebot gestalten!Jetzt pauschale Speisekartenvorschriften zu formulueren spricht dem meines Erachtens ziemlich entgegen....und ein Kaiserschmarrn ist halt ein Hüttenklassiker, der dort auch hingehört :-)!

Helmut Gehrig, 15.12.2022

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Ich finde das Hauptaugenmerk sollte in der Debatte nicht auf dem Verteufeln "guter" oder "gut schmeckender" Gastronomie liegen. Natürlich ist eine Berghütte eine Berghütte und die darf auch dem enstprechend eingerichtet sein und braucht kein Sterne Menü. Aber die Küche darf doch durchaus munden? Wieso sollte das Essen denn qualitativ "schlechter" sein um die Berge zu genießen wie in dem Beitrag suggeriert wird?  

Ich finde eine positivere Herangehensweise (und wenn es nur die Formulierung ist) macht deutlich mehr Sinn. Kleinere Menükarten? Ja bitte, die größer werdenden Menüs sorgen ja auch nicht dafür, dass das Essen qualitativ besser wird. Diesbezüglich verändert sich ja auch in der nicht alpinen Gastronomie immer mehr hin zu frischen, regionalen, fleischreduzierteren Menüs mit kleineren Auswahlmöglichkeiten. Die Vergrößerung der Karten weißt keinerlei Korrelation zu einer höherklassigen, weniger die Berge berücksichtigenden, Karte aus sondern verschlechtert oft das Essen. Daher erschließt sich mir de Zusammenhang nicht. Schnitzel auf der Hütte? Auch nicht nötig. Aber auch hier stört mich die reine Argumentation der Folklore. Nicht alleine der Kritikpunkt der "Klassiker"; aus dem von Overtourism betroffenen Skigebieten sei quasi fast zu viel kitsch um echter Bergsteiger oder Bergsteigerin zu sein. Es ist vor allem Fleisch was ich hier problematisch sehe. 

Ich finde wer über die Energienutzung auf Hütten spricht darf über den Energiebedarf tierischer Produkte nicht schweigen. Ein konservativ gedachtes Argument der Folklore (früher war alles anders und besser) wird meines erachtens durch das Argument der Fleisch Reduzierung ausgestochen. Auch fehlt für Menschen der veganen Ernährung auf manchen Hütten manchmal die Alternative.

Ich habe sowohl in Deutschland als auch schon im Ausland auf Hütten Gastronomie erlebt, denen ich jede nicht erwärmtes Essen wie eine Brotzeit vorgezogen hätte (und auch die braucht nicht unbedingt Fleischprodukte in Form von Salami und Schinken). Die zum zweiten mal aufgewärmten, trockenen Käsespätzle lassen sich sicherlich auch durch ein frischeres und sogar energieeffizienteres Produkt ersetzen, wenn man nun etwas kreativ ist. Auch die Auswahl aus 5 verschiedenen künstliche Glasuren für wabbelige Pancakes kann man sein lassen, dann lieber einfach Zucker draufhauen. Ganz nach dem Sinn weniger Auswahl aber dafür lecker. Kurzum würde ich mich um eine Argumentationsausweitung und Blick über den Tellerrand über die klassischen Diskurs hinaus freuen. Die Hüttengastronomie kann, sollte und muss sich ggf. sogar verändern. Dazu gehören Fleischreduzierung bis hin zu kompletten Wegfall von Fleisch, Reduzierung tierischer Produkte an sich, kleinere, regionalere und saisonale Auswahlmöglichkeiten. Aber darunter muss der gemeine Geschmack nicht leiden. P.S. auch ein Kopfsalat kann gut schmecken.

Fabian, 15.12.2022

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Ich wünsche mir eh mehr vegetarische Gerichte (nicht immer nur Kaspatzen).  Wichtig sind viele Kalorien auf dem Teller, nicht die Zahl der Gänge. Ein Kuchen/Apfelstrudel statt Kaiserschmarrn tuts auch. Der Genuß sind die Berge. P.S: Auf einer Hütte im Stubai gabe es nicht einmal einfache Nudelgerichte mehr. Da läuft was falsch.

Peter Schaumann, 15.12.2022

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Ja auf alle Fälle! Ich habe keine Lust mich von Euch ständig und überall bevormunden zu lassen. Schnitzel, Pommes und Kaiserschmarrn warum denn nicht? In seiner knappen Freizeit will man ja auch genießen. Lokal und gute Qualität+Tierwohl sollte ebenso selbstverständlich sein. Also: Solange die Nachfrage da ist weiterhin anbieten und die Gäste nicht bevormunden.

Marc, 15.12.2022

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Es erstaunt mich, dass der Autor auf Kaiserschmarrn verzichten möchte; scheint er doch eine ausgeprägte Affinität zu Schmarrn zu haben.

Name unbekannt, 15.12.2022

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Ein Ausbau der Gastronomie ist der falsche Weg!

Georg Bayer, 15.12.2022

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Wir reden alle von Nachhaltigkeit meistens handeln wir entgegengesetzt! Weiniger muss zukünftig mehr für uns bedeuten! Wir sind für regionale Speisen und Getränke auf den Hütten. Die aktuelle Situation zeigt uns das wir auch mit weniger auskommen können.

Claudia und Simon Schmid, 15.12.2022

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Der Autor des Textes lässt leider Fach- und Sachkenntnisse im Hüttenwesen vermissen - die Haupteinnahmequelle der Pächter ist gutes, zuweilen „teureres“ Essen. Das muss kein 3 Gänge-Menü werden, aber es kostet dennoch, schließlich ist man „oben“ am Berg.

Die Essens- und Getränkeeinnahmen sind es also, die eine Pacht attraktiv und wirtschaftlich machen, sie knappes Personal gut entlohnen können usw. - verderbe ich dieses den Wirten, verliere ich sie.  

Es wundert mich nicht, dass die Sektion Oberland wirtschaftlich so viel schlechter dasteht, als ihre Schwestersektion, bei derartigem Sachverstand. Trennt Euch besser von solchen „Experten“!

Name unbekannt, 15.12.2022

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Ich brauche keine Luxushütten mit Weinkarte. Im Gegenteil macht gerade das einfache meist eine gute Hütte aus. Daher ist auch einfaches und Regionales Essen in Ordnung. Kaiserschmarren ist   aber untrennbar mit Wanderung und Hütten verbunden. Im Tal gibt es selten Essgelegenheiten, die diesen gut hinbekommen. Suppe, Eintopf, Kaiserschmarrn, das ist klassisches Hüttenessen.

Gisela Michel, 15.12.2022

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Also ein Kaiserschmarrn gehötz meiner Meinung nach schon zu einer Hüttentour.

Karlheinz Glück, 15.12.2022

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Alles ist verzichtbar, aber nicht der Kaiserschmarrn. Der gehört zur Hütte wie der Berg. Und zwar mit Rosinen.

Name unbekannt, 15.12.2022

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Das finde ich eine sehr eine gute Idee. Es ist schon befremdlich was da so auf den DAV Hütten geboten wird. Der Schutzhüttencharakter ist komplett verloren gegangen, denn ohne Buchung hab ich nicht einmal die Chance unter zu kommen. Ich brauche auch keine Schnitzel und keinen Kaiserschmarren und schon gar keine 3 Gänge Menü. Bier vom Fass oder überhaupt Bier (obwohl ich gerne Bier trinke) und Schnaps und noch vieles mehr muss auch nicht seine. Viel schöner wäre es, wie früher zusammen zu sitzen und zu spielen oder miteinander zu singen und lustig zu sein und auch einmal mit dem Hüttenwirt ins Gespräch zu kommen. Gerne helfe ich auch beim Tisch decken und beim Abspülen da lernt man wieder Kameradschaft kennen. Mein Lager hinterlasse ich sowieso ordentlich und aufgeräumt, das sollte für jeden automatisch dazu gehören. 

Es wäre für mich die größte Freude, wenn dieser unnötige Luxus auf den Hütten verschwinden würde. Ich liebe die Berge, die Natur und die Ruhe in den Bergen und es ist wirklich befremdlich wenn man nach einem langen Tag in die Hütte kommt und denkt irgendwie ist hier etwas falsch.

Renate Wunderlich, 15.12.2022

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Volle Zustimmung! Ich gehe wegen der Berge in die Berge. Natürlich mag ich gutes Essen, bin aber gern bereit für ein großartiges Bergerlebnis darauf zu verzichten, erst recht, wenn es dazu beiträgt, diesen faszinierende Naturraum und schlussendlich auch die Hütten selbst zu erhalten - als das was sie eigentlich sein sollen: Schutzhütten, die längere Touren in unwirtlicher Umgebung möglich machen, oder Zuflucht bei Wetterverschlechterungen, Notfällen usw., aber eben keine Hotels in den Bergen.

Wenn all die komfortverliebten "Bergsteiger" mit ihrer Vollkaskomentalität, die damit drohen, nicht mehr auf die Hütten zu kommen, wenn sie nicht per Gratis-W-LAN mit dem obligatorischen Selfie mit Kaiserschmarrn, Caramel-Mochaccino oder Cocktail im Liegestuhl vor Sonnenscheinbergkulisse vor den im Tal gebliebenen prahlen können, wirklich daheim blieben, wäre das aus meiner Sicht noch ein großartiger Nebeneffekt.

Marco, 15.12.2022

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Wenn ich auf den Hütten in Zukunft zuviel Verzicht üben muß und nur die Brotzeit aus dem Rucksack esse, verdient der Hüttenwirt gar nichts. Kaiserschmarrn und Weißbier sehe ich als Mitelweg zwischen eigener Brotzeit und 3* Menu.

Roswitha, 15.12.2022

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Schnitzel, Pommes und Kaiserschmarrn: Muss das sein? ...ein sehr aktuelles und brennendes Thema. Toll, dass es angesprochen wird. Mich persönlich bewegt diese Angelegenheit sehr. Als naturverbundener ist mein Wunschgedanke, dass es in den Hütten nur Wasser geben soll, und das zum Preis vom Bier. Der Hüttenwirt soll ja überleben können. Und zwei Gerichte, davon eines vielleicht vegetarisch, reichen auch vollkommen. Sportlich ambitionierte Feinschmecker können gern ihr Flachmann oder ihre Weinflasche und Zusätzliche Schmankerl mitbringen. Keiner wird was dagegen haben. Als Helfer beim Spülen und Tisch Aufräumen kommt man sich auch näher, gibt es was schöneres? Ich würde ein neues Konzept in diese Richtung sehr begrüßen.

Janos Wunderlich, 15.12.2022

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Sehr gerne mache ich Mehrtages-Wanderungen von Hütte zu Hütte. Bin schon den Maximiliansweg und einen Teil des Adlerwegs gegangen, etc. Aber als meist alleine wandernde Frau Ende 60 übernachte ich nicht im Lager sondern nur in kleinen Mehrbettzimmern. Ich will keine fremden Bettnachbarn ! Außerdem möchte ich alle 1 bis 2 Tage warm duschen. Nach diesen Kriterien plane ich meine Touren. Wenn das nicht möglich ist mache ich Tagestouren mit dem Auto.

Roswitha, 15.12.2022

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Natürlich sind für mich Schnitzel und Pommes überhaut kein muss. Auf den Kaiserschmarrn kann ich auch verzichten, aber wenn auf Angebot ist, könnte ich eventuel einen essen. Ich persönlich freue mich im Winter auf einen warmen Eintopf und im Sommer auf eine Käseplatte, noch besser von regionalen oder hausgemachten Käsesorten. Das Bier selbstverständlich soll auch nicht fehlen. Ein oder zwei reichen :) Die Berge sind und bleiben im Vordergrund, mit oder ohne essen!!!

Ivaylo Kamenarov, 15.12.2022

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Bravo! ich bin in allen Punkten einverstanden mit den von euch beschrieben Änderungen! Wir brauchen die Berghütten zum Schutz und zum Übernachten und wir wollen uns an der Natur und den Bergen erfreuen. Dazu gehört gesundes und klimaverträgliches Essen, Wir wollen keine Gourmettempel in den Bergen. Wer das unbedingt will, soll zuhause bleiben!

Monika Eichberger, 16.02.2022

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Luxus auf dem Berg brauche ich nicht und eine kleinere Speisekarte, gerne auch mit weniger Fleisch, reicht mir völlig. Selbstbedienung und Geschirrrückgabe finde ich auch fein - hauptsache der gesellige und urige Charakter auf Hütten bleibt. Daher freue ich mich auch, wenn es kein WLAN gibt, brauche keine Sauna und keine Hotelsuite. Für mich erscheint das kein Rückschritt oder mühsamer Verzicht sondern Erholung, Bergerlebnis und willkommene Abwechslung vom Alltag. Aber warum nicht den Hüttenwirt:innen selbst überlassen, was sie unter den jeweiligen Bedingungen anbieten können und möchten? Und wenn was ausverkauft ist, ist es halt aus. Ich liebe guten Kaiserschmarrn - und wenn das den notwendigen Umsatz von Hütten steigert, sodass sie nächste Saison auch noch aufmachen können, esse ich den weiterhin gerne auch am Berg. Ja, mehr Natur- und damit Klimaschutzmaßnahmen halte ich für das Richtige, daher kann mehr Luxus am Berg nicht die Lösung sein. Aber wenn Hütten keine Pächter:innen mehr finden und die Bergsteiger:innen lieber in andere Berge fliegen um dort wandern zu gehen, ist das auch nicht die Lösung, oder?

Magdalena, 16.12.2022

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Servus, der Artikel geht in die richtige Richtung. Umweltschutz ist ein wichtiger Aspekt, aber es geht auch darum, das ursprünglich mal sehr einfache Bergsteigerleben weiterhin allen zu ermöglichen. Ein Teil der „neuen“ Kunden im Gebirge würde vermutlich nicht kommen, wenn es nur „Jugendherbergsfraß“ gibt, wie diese Leute (die noch nie eine Jugendherberge von innen gesehen haben) ein klassisches Hüttenessen gerne mal bezeichnen. Das führt im Nebeneffekt zu weniger Bedarf an Zimmern, weniger Vorbestellungsdruck, weniger Hüttenwirtefrust etc.  

Es braucht nicht nur kein Drei- oder Fünf-Gänge-Menü auf der Hütten, sondern es ist dort sogar fehl am Platz. Bei einem frischen Salat allerdings würde ich es vielleicht nicht ganz so eng sehen, es gibt halt Leute, die sich bewusst (in welcher Hinsicht auch immer) ernähren wollen oder gar müssen, für die ein frischer Salat quasi die Allzwecklösung sein kann.

Aber dennoch geht der Vorstoß in die richtige Richtung. Klar, es muss für jeden Beteiligten auch finanziell einigermaßen aufgehen, aber es wäre gut, wenn es auch weiterhin das Bergsteigeressen und nicht zu viele Gerichte gäbe, die „ein Traum vom xyz auf zart dahingezaubertem Irgendwas an sowieso-Jus“ heißen. Das gibt’s in München (und Rosenheim und Garmisch usw.) zuhauf - da gehört‘s von mir aus auch wirklich gerne hin, aber nicht auf die DAV-Hütten.

Martin Friedrich, 16.12.2022

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Wenn Verzicht, dann auch bei den Preisen, was soll dies Bevormundung auf allen Ebenen. wenn ich zw. 50 und 70 € für Übennachtung und HP zahle, dann bitte auch ein angemessener Service ohne Küchendienst und eine vernünftige Auswahl an Essensangebot.

Jutta, 16.12.2022

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Generell sind wir mit allen Punkten fein. Aber wie kommt man jetzt auf Kaierschmarrn, Pommes und Schnitzel als Streichobjekt? Brauchen die mehr Platz, Energie, aufwändig zu machen etc? Was wäre die konkrete Auswahl? Wo liegt das Problem? Meine kleine Tochter wäre echt traurig ohne Pommes und Kaiserschmarn aber hey so lange ihr nicht die Nudeln einspart oder vorher Bescheid gebt, dass ich sie hochtrage fein (aber dann auch das Kochen oben erlauben und nicht wieder Stress machen, das ist ja seit 25 Jahren ein Streitthema). Bitte mal bei den Kindern klären, was die so essen, die sind nicht für ausgefallenes zu haben. Es ist ja nicht mal ein Tier dafür direkt umgebracht worden. Gern Bio den Euro schaffen wir auch noch und für Regional halt den 2 Euro.  

Ich bringe unser Essen auch gern mit ggf. inkl. Kocher, so sollten Hütten sein. Ich habe sogar mal keine Unterkunft bekommen, weil wir nach dem Abendessen angekommen wären, also keines brauchten. Dann gab es auch kein Bett. Und kein Mensch braucht da oben eine Dusche, aber ein Klo wo der Inhalt nicht auf dem Gletscher landet und ne Stirnlampe hat eh jeder mit, die Ersatzbatterien bringen mich dann nicht um.

Back to the routes == Winter/sommerraum (leider können sich Menschen dort ohne Aufsicht meist nicht benehmen :() Sei es drum in der Schweiz ist mithelfen eh Pflicht, vielleicht hättet ihr nicht den Pudersack in den letzten Jahren auspacken sollen. Wieso es überall auf einmal Duschen gab, hat sich mir nicht erschlossen und dass es dafür damals wie heute auch mal kein Wasser gibt, war aber auch kein Geheimnis bzw. abzusehen. Geschenkt.

Weniger ist mehr. Dafür wären Spiele und Zeitschriften da oben schön. Im Zeitalter von Handy ist das haptische in den Bergen mal eine schöne Abwechslung. Eine Hütte braucht: Wasser im Umkreis zum Holen, ein trockenes Bett, etwas zum Wärmen und Trocknen.

Peter, 16.12.2022

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Grundsätzlich finde ich den Artikel zu populistisch. Klar braucht es keinen übermäßigen Komfort, aber wenn ich auf Hochtour oder einer Skidurchquerung bin, freue ich mich über ausreichend zu essen. Das sogenannte Bergsteigeressen reicht definitiv nicht aus, und ist meistens das Stiefkind des Speiseangebots. Und zwar aus taktischen Gründen, damit der hungrige Gast mehr Geld ausgibt. Das finde ich übrigens auf SAC-Hütten besser gelöst. Auch ist eine Dusche nach einigen Tagen sehr angenehm. Wer das nicht glauben kann, darf sich gerne z.B. auf der Tuoi im Winter im Waschraum unten im Keller frisch machen. Oder noch besser am Eisbottich auf der Coaz. Was sonstige nostalgische Reflexe betrifft, dem gebe ich gerne ein paar Bettwanzen mit. Hauptsächlich wurden die Hütten deshalb so touristisch erschlossen, weil sich auf diversen z.T. neu erfundenen Gebirgsdurchquerungen wahre Horden durch die Lande quälen, mittlerweile ein Haupterwerbszweig vieler Bergschulen. Auf vielen Hochtourenhütten treffen wir nur noch Wandersleut, aber auch im Lechtal, wo Zelte aufgebaut werden mußten, um den Mengen Herr zu werden. Ja, wenn wir darüber debattieren, was durchaus Sinn macht, z.B. auch ein übergroßes Fleischangebot abzuschaffen, dann aber in einem größeren Kontext, und bei differenzierter Betrachtungsweise. Es wäre auch zu überlegen, Hütten wie das Heinrich-Schwaiger-Haus der Sektion München als gutes Selbstversorgerhaus oder als bewartetes Haus wie die Ludwigsburger Hütte zu betreiben, anstatt mit pauschalen Schlagworten zu hantieren.

Liasei, 16.12.2022

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Mahlzeit. Leider ist es auf Hütten ja nun fast schon "Pflicht", sich bei Übernachtung auch gleich noch das 3-Gänge Menü und Frühstück (+Extra Jause) buchen zu müssen. Diese Entwicklung ist sicherlich falsch - allerdings wohl auch DAV getrieben oder zumindest lange Zeit nun schon toleriert.

Ja zu Reduktion und Verzicht. Gerne regionale Speisen und ein überschaubares Angebot mit vegetarischen Optionen, die nicht nur Alibi sind. Übernachtung - 2/Mehrbett OK, Massenlager je nach Hütte unzumutbar und hier sollte keine Bevormundung stattfinden wie ich Schlafen gehe und regeneriere. 

Florian, 16.12.2022

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Wahre Worte, gelassen ausgesprochen und ja, es braucht keinen Kaiserschmarrn oder ein Schnitzel mit Pommes oder oder oder auf den Hütten. Denn es ist doch ein Wahnsinn, wenn man sieht, wieviel Energie, z.B. durch eine Hubschrauberversorgung vergeudet wird, nur um am Ende des Tages essen zu können, was man immer isst. Nein, bitte back to the roots, d.h. dass auch ein Schinkenbrot oder Käsebrot vollkommen ausreichend ist und das schönste ist eh der Weg und der Hüttenabend, auch ohne Schnitzel und Co.

Marion Bopp, 16.12.2022

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"Die Bergen zu besuchen steht nur mir zu, denn ich leide mehr als die anderen."

Thomas L. D. Ried, 16.12.2022

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Mir gefällt bei den Hütten die Entwicklung hin Richtung Berghotel auch nicht. Aber hat der DAV als Eigentümer diese Entwicklung in den letzten Jahre nicht auch mitgetragen? Die Idee von 1 - 2 einfachen aber hochwertigen Bergsteiger -Essen zur Auswahl klingt super. Aber meine Erfahrungen waren bisher von der Qualtität als auch von den Mengen eher unbefriedigend. Und Ja, die Portionsgröße spielt im Rahmen einer (Berg-)Sportlichen Betätigung durchaus eine Rolle. Selbst wenn tatsächlich eine Reduzierung des Angebots auf Hütten stattfinden sollte, kann ich mir schwer vorstellen das sich das in niedrigeren Preisen für Besucher widerspiegeln wird. Und was den Ressourcenverbrauch angeht ist Augenmaß gefragt und sollte nicht überwertet werden. Sonst landet man gamz schnell bei der Argumentation dass der doch eigene Verzicht auf die Bergtour ( mit Hüttenbesuch) am Nachhaltigsten ist und man am Besten auf dem heimischen Sofa von den Bergen träumt.

Joachim, 16.12.2022

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Ich finde es gut, wenn wieder auf mehreren Ebenen der Hüttenbewirtschaftung reduziert würde. Die Wanderkarte sollte vor der Weinkarte stehen und ein normales Frühstück vor einem Frühstücksbuffet mit Kerzenlicht. Und eine kleine Speisenauswahl reicht aus.

Gotlind Blechschmidt, 16.12.2022

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Was bin ich froh daß ich schon so alt bin .... vor 50 Jahren haben wir vieles gar nicht gehabt ... und jetzt nennt sich das großartig "verzichten"

Roswitha, 16.12.2022

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Vielleicht sollte man das Thema von der anderen Seite betrachten: Ist es wirklich ökologisch, Mehl etc. von weit her zur Albert-Link-Hütte zu transportieren und das fertige Brot wieder (genauso?) weit mit dem Transporter zurückzufahren? Ich ärgere mich jedes Mal, wenn ich von zu Hause aus mit dem Rad zum Spitzingsattel radle und gefühlt jedes Mal kommen mir mindestens zwei stinkende Klein-LKW von der Albert-Link-Hütte entgegen. Regionalität und ökologisches Handeln sieht anders aus! Da esse ich lieber einen Kaiserschmarrn, der mit vor Ort produzierter Milch zubereitet wird. So schmecken die Berge!

Susanne V., 16.12.2022

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Ich denke das ganze Brimborium auf den Speisekarten braucht es auf den Hütten nicht. Saisonale und regionale Produkte die man zu einfachen aber guten Speisen verarbeitet reicht vollkommen und ist dazu ein sinnvoller Beitrag den Fußabdruck gerade in den Bergen zu reduzieren. Wer eine volle Speisekarte, Weinkarte, Dusche und wer weiß noch was haben will, findet ein reichhaltiges Angebot in den Tälern. In den Bergen ist weniger mehr.

Philipp Wehnelt, 17.12.2022

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Absolut richtige Entscheidung. Ein Punkt wurde hier jedoch nicht angesprochen, der mir persönlich sehr wichtig ist. "Ein einfaches aber qualitativ gutes gastronomisches Angebot wird die Regel sein. Anzustreben ist ein reduziertes Speisekartenkonzept, basierend auf regionalen und saisonalen Produkten." Denn anzustreben ist meiner Meinung nach auch, dass vegane Ernährung angeboten wird. Dafür braucht es keine Erweiterung des Speiseplans, sondern lediglich eine Anpassung. Jeder kann vegan essen (und damit die Naturverbundenheit und Liebe zu Mitmenschen, Welt und Tier stärken) - aber nicht jeder möchte und kann Tierleid und weitere Belastungen für unsere Umwelt fördern (wozu leider eben auch traditionelle regionale Produkte zählen). Als Veganer hat man es leider nicht leicht auf mehrtägigen Hüttentouren.

Fabian, 17.12.2022

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Das ist das vernünftigste was ich seit langem vom DAV gelesen habe. Ich stimme dem zu 100% zu und wir sind auch bereit das mitzutragen, obwohl der Kaiserschmaren schon lecker ist. 

Wolfgang Eppler, 17.12.2022

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Ich finde, dass es Schnitzel und Kaiserschmarren auf den Hütten braucht. Das ist die wahre Belohnung für all die Anstrengung. Und es ist die Gemütlichkeit, der Duft. Herzwärme. Natürlich tut es auch eine Brettlejause. Aber gar nichts? Traurig. Wandern, Hütte; Essen ist Wellness. Das ersetzt kein Fitnessstudio und kein Restaurant am Boden. Ich würde vermuten, dass viele eine Beitragserhöhung akzeptieren für diesen Flair.

Birgit Funk, 18.12.2022

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Hallo Herr Wagner,

Ich habe genau diese Thema bei einem diesjährigen Kletterkurs im Frankenland adressiert. Jeden Abend hatte ein Grossteil der Teilnehmer Fleischgerichte konsumiert. Es war zwar keine Alpenvereinshütte, dennoch ein Alpenvereinskurs. Gerade der Alpenverein trägt eine besondere Vorbildfunktion. Ich kann sie in dem Vorhaben nur unterstützen. Es sind genau solche Menschen wie sie diewir jetzt benötigen.

Vielen Dank für ihre Initiative

Matthias Hartl, 18.12.2022

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Hallo. Ich stimme diesem Bericht voll zu, obwohl ich eher zu den Spaziergängern als zu den Alpinisten gehöre. Noch vor 10 Jahren hatten wir eigene Brotzeiten dabei, heute genießen wir den Luxus. ABER so kann es nicht weitergehen und da hilft es nix, nach "politisch Verantwortlichen" zu rufen. Überall in unserer Gesellschaft scheint das ICH vor einem WIR zu stehen. Die Geschwindigkeit des heutigen Lebens macht uns oberflächlich und dabei weniger nachdenklich. Wiederholen - aufklären - wiederholen - einen anderen Weg kenne ich leider nicht. UND viel öfter das umsetzen, was sinnvoll ist. Dann meckern die Leute und drohen, nicht mehr zu kommen - aber das ist es ja auch, was die Bergwelt braucht. Auch ich werde mich mäßigen. Respektvolle Grüße von Inger-Lise

Inger-Lise, 18.12.2022

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Ich teile die Meinung, dass eine Berghütte für die Unterkunft und Verpflegung der Bergsteiger kein Hotel in den Bergen sein muss. Beim SAC gibt es auf den Hütten auch keine Speisekarte mit zahlreichen Gerichten, sondern wenige Gerichte auch mit vegetarischen Angeboten. Ich halte auch den Gepäck- oder Personentransport zu den Hütten für nicht erforderlich. In Hütten, auf denen Kursbetrieb stattfindet sollte die Unterbringung in kleineren Lagern stattfinden. Die gestiegenen Umweltanforderungen an die Hütten und die daraus erwachsenden Investitionen in die Hütten bedingen meines Erachtens ein Umdenken hinsichtlich des Komforts auf den Hütten. Das Hüttenpersonal sollte den heutigen Ansprüchen entsprechend untergebracht werden, weil ansonsten es schwierig werden wird, Hüttenpächter und Personal zu finden.

Karl Hennig, 18.12.2022

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Für mich gehört der Kaiserschmarrn im deutschsprachigen Alpenraum (Deutschland und Österreich) zur Hüttenkultur. Für war es häufig das einzige warme Gericht auf Almen und Hütten. Darauf möchte ich nicht verzichten. Ein Schnitzel muss für mich nicht sein und Pommes haben für mich überhaupt nichts auf einer DAV-Hütte verloren. Regionale Gerichte (z.B. einen Eintopf oder eine kräftige Suppe) ziehe ich als Bergsteigeressen in jedem Fall vor. 

Hubert Trinkl, 18.12.2022

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Weniger kann so viel mehr sein. Ist es nicht das, was wir in der Natur und den Bergen suchen? Absolut nichts gegen Gourmet und je nach Aufwand und Umgebung, wo es passt! Aber ist es nicht auch schön, in einer Gesellschaft die oft eher vom Überfluss geplagt scheint, auch mal wieder zu verzichten? Besser gesagt, sich auf das Vorhandene zu besinnen? Wem das nicht gefällt, kann ja das andere Angebot wahrnehmen. Für den DAV wünsche ich mir eine sinnvolle Mischung, die Regionalität und Gemeinschaft berücksichtigt.

Karin Mehnert, 18.12.2022

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Ich gebe Ihnen recht, dass die hohen Standards auf den Hütten dem Umwelt- und Klimaschutz zuwiderlaufen. Allerdings wurde diese Entwicklung auch gefördert, als Pächter*innen kommen z. B. nur noch Menschen mit fundierter gastronomische Ausbildung Frage. Im übrigen ist Kaiserschmarrn ein althergebrachtes Gericht auf der Alm gewesen, denn das Mehl wurde zu Beginn der Saison hinaufgeschafft, Milch und Butter kamen von den Kühen und Hühner wurden auch mit auf die Alm genommen. Mir fallen spontan zwei (private) Hütten ein, wo man immer noch zwischen freilaufenden Hühnern sitzt :) Vielleicht haben Sie polemisierend etwas übertrieben und auch ich wünsche mir manchmal mehr Authentizität in den Bergen zurück. Mit einem reduzierten Angebot könnte ich persönlich sehr gut leben. Wo es aber möglich ist und die Voraussetzungen gegeben sind, können von mir aus bestimmte Hütten den gewünschten Luxus zur Verfügung stellen für Menschen, die das möchten. Manchmal ist nach einer mehrtägigen Wanderung eine Dusche schon toll... ansonsten gilt: Wer am Berg duscht, ist ein Schwein ;)

Rosi Haunolder, 19.12.2022

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HEIDI- und LUIS-TRENKER-Syndrom lassen grüßen! in den 80igern wurde das Thema schon einmal diskutiert und teilweise umgesetzt. Was hat es gebracht - NIX! in den späten 90igern und frühen 2000er mussten die in den 80igern umgebauten Hütten ums teure Geld wieder umgebaut werden, damit die Gäste nicht ausblieben. Wasser im Tal predigen und den Wein am Berg trinken. Geschirrspüler waren verpönt, Speisenreduzierung auf 3 Gerichte, Duschen ein Unwort... . Und heute? Der Gast storniert wieder, wenn er nur noch Lager buchen kann, bei einer kleinen Speisekarte hört das Jammern an der Theke nicht auf, allerdings bei 15 verschiedenen Gerichten auch nicht :). Ausserdem muss täglich zig Allergikern, Veganern, Rindfleischfanatiker, Hühnerfleischfreaks, Vegetarier etc. gerecht werden. Wie soll das gehen? Auf welcher Grundlage will der Alpenverein denn zukünftig seine Wirte finden? Für die, die es nicht wissen sollten, der Hüttenpächter lebt hauptsächlich vom Restaurantbetrieb, Nächtigungsgelder müssen, bis auf eine kleine Provision, an die Sektion abgeführt werden. Hinzu kommt noch eine Pacht für den Restaurantbetrieb. Immer mehr Sektionen legen den Betrieb von Seilbahnen, ARA, Trinkwasserversorgung, Versicherungen und andere Nebenkosten auf die Pächter um.... . Alternativ bedeutet dies: WEG von der Verpachtung und Bewirtung HIN zur Bewartung. Dem zukünftigen Hüttenwart gebührt dann ein Taggeld und ggf. der Umsatz der Getränke und Speisen.... .

Markus, 19.12.2022

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Volle Unterstützung für den im Wegweiser vorgeschlagenen Weg! So wie sich viele DAV-Hütten derzeit entwickeln - weg von der Hütte hin zum Hotel - finanzieren wir mit unseren Mitgliedsbeiträgen nur die Kommerzialisierung des Bergsports, haben aber selbst nicht mehr viel Nutzen von unseren Hütten. Besonders bedenklich finde ich, dass wir mit den Hotelstandards, dem auf vielen Hütten heute üblichen fast schon Zwang zur Halbpension und den damit hohen Übernachtungskosten und der Verdrängung der Selbstversorgung die Jugend - unseren Nachwuchs - von den Hütten verdrängen: Wenn eine junge Familie mit zwei Kindern heute eine Woche lang auf Hütten übernachten will, kostet sie das rund 1500 €. Wie viele junge Familien können sich das leisten?

Ulrich Lanz, 20.12.22

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Servus miteinand, natürlich ist es schön, wenn man auf einer Hütte ein eigenes Zimmer hat und zum Essen einen Braten bestellen kann, aber es geht auch anders. Je weiter oben die Hütte ist, desto weniger Ansprüche sollten wir stellen. Ich fände es sehr gut, wenn regionale uns saisonale Gerichte angeboten werden. Durch die Mitarbeit in der Hütte könnte mehr Verständnis füreinander entstehen, weil man dann sieht, wie viel Arbeit dahinter steckt. Durch den bisherigen Wohlstand machte sich der Egoismus überall breit, auch in den Bergen. Vielleicht wachsen die Menschen durch die momentanen Krisen wieder mehr zusammen. Es geht darum, die Schönheit der Natur zu erhalten. Der Mensch sollte sich anpassen, nicht umgekehrt. Friedensreich Hundertwasser hat schon vor 40 Jahren gesagt: der Mensch muss in seine ökologischen Schranken verwiesen werden, damit sich die Erde regenerieren kann. Viel Erfolg für die Umsetzung

Inge Gschnaller, 21.12.2022

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Hallo Zurück zu mehr Minimalismus, Konzentration auf das Wesentliche, den Genuss der Einfachheit - meine vollste Zustimmung! Danke für diese absolut relevanten Gedanken!

Dr. David Kuch, 21.12.2022

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Sorry lieber Herr Wagner, aber ein Kaiserschmarrn gehört für mich seit Kindheitstagen zu einem Hüttenbesuch - egal in welcher Höhe! Schnitzel, Currywurst und Pommes brauchts hingegen nicht auf 'ner Hütte. Gute Nudeln und regionale Zutaten, da bin ich dafür.

Bernhard, 21.12.2022

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Der Autor schreibt, „wir wollen den Erwarungen der Gäste und Pächter nicht nachkommen“ und im nächsten Satz: „wir wollen es auch gar nicht“. Ich empfinde ein gewisses Störgefühl, wenn ein gewählter Vorstand seinen Auftrag darin sieht, den Mitgliedern seines Vereins moralische Wegweisungen zu geben. Darüber hinaus ist der Kommentar auch in sich nicht schlüssig. Wie der Autor richtig erkennt, muss der Verein auch durch den Betrieb der Hütten die Finanzierung für einen nachhaltigen und zeitgemäßen Aus- und Umbau erwirtschaften. Dazu muss die Pacht einer Hütte (Logis und Gastronomie) wirtschaftlich sein.

Die Rückführung auf einen spartanisches Selbstversorger-Angebot reduziert Preise, Umsaätz und Margen, und zusätzlich auch die Gästezahl. Somit ist genau der gegenteilige Effekt erreicht. Wenn die Gäste Kaiserschmarrn essen wollen, und die Wirte ihn kochen wollen gibt es überhaupt kein Problem. Ob ein weiterer Ausbau erforderlich ist, darüber lässt sich diskutieren. Allerdings sehe ich hier eine Doppelmoral: gerade erst wurde die Falkenhütte für einen Millionen Betrag renoviert und in eine premium Event-Location umgewandelt, deren Betrieb weit über ein Dutzend Mitarbeitende erfordert.

Ab gesehen davon, dass der vom Autor skizzierte Hüttenbetrieb keines der skizzierten Probleme löst, sollten die Vereins-Mitglieder – die offenbar grossteils gern Schnitzel essen – und nicht deren gewählte Vertreter über den richtigen Weg bestimmen.

Martin, 22.12.2022

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Eine Polarisierung ist sicher nicht der geeignete Weg, um für die angesprochenen Probleme zu sensibilisieren. Warum darf ich nicht was gutes Regionales auf der Hütte essen, wozu sicherlich auch der Kaiserschmarrn gehört. Die Kampagne "So schmecken die Berge" ist sicher ein guter Weg. Letzlich liegt es in der Verantwortung der Hüttenpächter - vielleicht auch gemäss eines noch zu erstellenden Leitfadens -, eine gewisse Anzahl Gerichte anzubieten, die sowohl der Größe der Küche, dem Personalaufwand, den Transportmöglichkeiten und der Regionalität Rechnung tragen. Die Hütte soll auch hinsichtlich des gastronomischen Angebotes nicht zum Hotel werden, aber ist es falsch, dass es den Bergsteiger*innen schmeckt?

Hildegard Sahler, 25.12.2022

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Es könnte helfen, dass es wieder mehr Alpinisten auf den Hütten gibt statt Touristen. Der Anspruch mittlerweile ist schon enorm. Die vorhandene Infrastruktur bei manchen bekannten Hütten wie Materialseilbahnen kann weiter genutzt werden, so haben auch die Touristen noch ein Ziel. Eines meiner schönsten Erlebnisse war ein Stromausfall auf der Hütte. Essen gab es vom Holzofen, gegessen wurde im Kerzenschein.

Sebastian Westenthanner, 26.12.2022

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Ehrlich gesagt kann ich nicht ganz folgen. Zunächst wird gesagt, dass die Hüttenpächter Geld verdienen müssen, was sie vor allem anderen mit dem gastronomischen Angebot tun. Und dann soll eben jenes deutlich reduziert werden. Da bin ich ja mal gespannt, wie viele Pächter aufgeben und wer dann noch eine Hüttenpacht übernimmt. Aber vielleicht ist das ja auch gar nicht das Ziel eines Vorstands, der zunehmend der Ansicht zu sein scheint, dass die Mitglieder aus Umwelt- und Klimaschutzgründen lieber zu Hause bleiben sollen.

Michael, 27.12.2022

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Ich bin für einfache Gerichte und weniger Fleisch. Den Kaiserschmarrn und das Schnitzel mit Pommes brauche ich überhaupt nicht. Wer bergsteigt, braucht v.a. Kohlehydrate. Nudeln mit einer leckeren Gemüsesoße tun es da auch. Als Vitaminspender kann gut lagerbares Obst und Gemüse verarbeitet werden. Mit Sauerkraut z.B. lassen sich tolle Gerichte zubereiten. Einfallsreichtum ist da gefragt. Und gerne würde ich auch mithelfen. Auf Hütten hat man ohnehin oft viel Leerlauf-Zeit, die man so sinnvoll nutzen kann. Außerdem ist es schön, wenn sich so Gemeinschaft bildet. Die Service-Mentalität vieler Leute ärgert mich eh oft. Aber vielleicht kommt das ja nur daher, dass auch von der anderen Seite versucht wird, alle Ansprüche zu erfüllen. Ich habe es auf Hütten auch schon erlebt, dass man dann stressbedingt sehr unfreundlich behandelt wurde. Das könnte man so vielleicht ändern.

Petra von Thienen, 01.01.2023

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Da bin ich ganz Deiner Meinung. Wenn ich in die Berge gehe und eine schöne Tour gemacht habe, reicht es mir ein einfaches Essen zu genießen. Oder nur eine Brotzeit. Daher, die dies nicht akzeptieren können oder wollen, sollten Sie sich Ziele aussuchen, die sich diesen "Luxus" leisten. Mich trifft man dort sicher nicht.

Achim Rauch, 02.01.2023

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ch möchte nur soviel sagen, daß ich mich dem letzten Absatz des obigen Beitrages vollständig anschließe! z.B. auf der Wasseralm gibt es 2 Essen die bekannte Gemüsesuppe mit oder ohne Würstchen und Brot oder auf der Hochlandhütte ist es ähnlich Suppe mit oder ohne Würstchen und Käsebrot ist noch möglich. Ich finde sowieso, es sollte nur vegetarischen Essen angeboten werden, da das jeder ißt.

Heike Lindenau, 02.01.2023

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Super Sache, dass Ihr dieses leidige Thema endlich mal angeht. Viel wichtiger als die Gastronomie ist doch der Schutzhüttencharakter unserer Berghütten! Wenn man eine Übernachtung wochenlang vorab buchen muss, dann hat das nichts mehr mit einer echten Berghütte zu tun. Das ist schlimmste Planwirtschaft. Und wenn man dann sein mitgebrachtes Essen verspeist, wird man lautstark mit frechen Sprüchen des Wirts und einer "Infrastruktur-Gebühr" bestraft. Was soll das. Wir sind die Eigentümer unserer Hütten und müssen uns dann so behandeln lassen. Jedes AV Mitglied sollte die Chance haben, jederzeit auf jeder Hütte aufkreuzen zu können, notfalls halt mit Isomatte auf dem Fussboden oder im Zelt vor der Hütte, wie sich das auf Korsika bewährt hat. Und: Wäre es denn schlimm, wenn man die Hütten mit engagierten Non-Profit Volontären betreibt (wie man das oft in Frankreich findet), die sich um die Ordnung kümmern und Kaffee kochen und sonst nichts. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, die Kosten zu senken ohne sich dabei an den Hotel- und Gastronomie-Kommerz zu versklaven. Packen wir's an!

Peter Jordan, 02.01.2023

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Sollte das Essen auf einer Hütte schmecken? Auf jeden Fall! Braucht es dafür eine Sterneküche? Definitiv nein! Und auch keinen gutsortierten Weinkeller... Die Rückbesinnung auf die traditionelle lokale Küche ist sinnvoll: Verwendung regionaler Produkte, weniger Fleisch und die Kalorien, die erforderlich waren, um die harte Arbeit auf der Alm zu verrichten, reichen auch zur Regeneration nach einem intensiven Tag am Berg. Aber Kaiserschmarrn geht natürlich immer... ;-)

Uwe Krahnenpohl, 06.01.2023

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Servus liebe Bergfreunde, ich bin Hüttenwirt auf der Neuen Reichenberger Hütte in Osttirol. Wir haben uns aus vielerlei Gründen für das Jahr 2023 für eine fleischlose Küche entschieden. Obwohl oder genau deswegen, dass ich aus einer
Metzgerfamilie stamme, spricht fast alles dagegen, Fleischgerichte auf hochalpin gelegenen Hütten anzubieten. Tierwohl ist nur ein Thema. Der CO2 Fußabdruck (100% Heliversorgung) ist eh schon bedenklich, dazu kommen Gasverbräuche (die meisten Hütten kochen auf Gasflammen) und sehr wesentlich kommen noch Kühl- und Gefriergeräte dazu. Wenn aus Umweltgründen (Nationalpark Kernzone) bis zu 6 Wochen nicht geflogen werden darf, muss für diesen Zeitraum ausreichend Fleisch eingefroren werden. Wir arbeiten mit begrenzter Energie aus Wasserkraft und PV Anlage, die Stromverbraucher müssen klug gewählt werden. Auch ein Grund ist das einhalten der Kühlketten, das wird spannend, wenn es warm ist und der Heli nicht pünktlich starten kann. Wenn die Preise für den Gast auch noch in die Welt passen sollen, kann nicht das qualitativ hochwertigste Fleisch verwendet werden. Das bedeutet, es wird günstiges manchmal vielleicht auch billiges Fleisch, mit dem Heli rumgeflogen. Das kann es nicht sein! Wenn wir in Zukunft -halbwegs- klimaverträglich Hütten bewirtschaften wollen, kann eine fleischlose Küche einen guten Beitrag leisten. Wichtig
dabei ist, dass es nicht nur schmeckt, sonder auch nachhaltig satt macht. Auch fleischlos kann man da einiges zaubern.
Liebe Grüße Werner

Werner Kuba, 10.01.2023

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Das finde ich jetzt lustig: der Bundesverband wirbt für seine Hütten gerade auf seiner Startseite für "Schlemmen und Rodeln" und fragt "Was könnte es besseres geben als Rodelspaß und Kaiserschmarrn" (https://magazin.alpenverein.de/artikel/schlemmen-und-rodeln_0248a1d2-9810-4987-8e1c-ad83a741c8e8).

Bettina, 16.01.2023

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Danke, dass sie das Problem anerkennen und nach Lösung streben. Ich stimme zu: Luxus gehört nicht in die Bergen, dort ist man ja, um die Natur respektvoll und anspruchslos zu genießen, sofern das überhaupt noch geht. Nasch­sucht (Schnitzel & Co.) und Bequemlichkeit (Anfahrt mit dem Auto) sind dort völlig fehl am Platz (wie auch im Tal, allerdings).

Vaclav Brozek, 29.01.2023

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