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Aus alter Funktionsbekleidung näht Ingeborg neue Taschen und Geldbeutel – auf einer 60 Jahre alten Nähmaschine und mit einem klaren Bekenntnis zum Ehrenamt.

Text: Hanna Bär,; Fotos: Maik Kawohl, alpinwelt 1/2026


100 Upcycling-Taschen und -Geldbeutel hat Ingeborg G. schon genäht – zumindest in etwa. Mitgezählt hat die 65-Jährige zwar nicht, grob geschätzt näht sie aber 20 Stück pro Jahr. Vor rund fünf Jahren kam sie zu diesem Ehrenamt, als Teilnehmerin einer #hikeuppickup-Müllsammeltour. Tourenleiterin Franziska Loth präsentierte einen der Upcycling-Beutel und fragte, ob jemand nähen möchte und eine eigene Nähmaschine habe. Ingeborg, für die das Nähen in der siebten Klasse noch auf dem Lehrplan stand, meldete sich spontan.

Als Material für die Taschen und Börsen dient ausrangierte Funktionsbekleidung. Die kann jeder in den Why waste it?-Sammelstellen in den Servicestellen am Marienplatz und im Globetrotter einwerfen. Diese werden dann an die ehrenamtlichen Näherinnen vom Upcycling-Projekt verteilt. So landen die gespendeten Jacken auch bei Ingeborg zu Hause in München-Giesing.

Ihren Besuch holt Ingeborg schon auf der Straße ab. In ihrer Wohnung – „bei guter Sicht mit Bergblick!“ – hat sie schon alles vorbereitet: Eine alte Jacke hängt über dem Stuhl, angefangene Beutel und Stoff teile liegen parat, die Nähmaschine steht angeschlossen auf dem Esstisch. „Die Maschine ist alt und schwer. Neuere könnten mehr, aber sie tut es nach wie vor“, beschreibt sie das Erbstück ihrer Mutter aus den 1960er- Jahren.

Bevor sie zum Einsatz kommt, prüft Ingeborg die übergebenen Stücke innen und außen. Denn: „Manchmal sind die Jacken so alt, dass die Beschichtung schon kaputt ist. Dann bröselt es schon doll“, so die ehrenamtliche Näherin. Solche Stellen spart sie beim Zuschnitt aus. Sonst verwendet sie jedoch möglichst alles weiter. Die Klettverschlüsse der Bündchen an den Armen werden etwa bei dem späteren Beutel zum Verschluss und Reißverschlüsse oder gleich ganze Jackentaschen zu Taschen auf den Beuteln. 


Einige Stellen im Wegegebiet werden vom Wasser stark erodiert – und Eberl muss diese jedes Jahr aufs Neue ausbessern.

↑ Funktionsjacken werden zerschnitten, passende Stoffstücke herausgeschnitten und dann zu Beuteln zusammengenäht.


Auf den ursprünglichen Jacken zeichnet sie die einzelnen Teile für die späteren Beutel auf. Dafür hat sie wie die anderen Näherinnen im Projekt auch ein Schnittmuster bekommen. Die Grundform der Beutel und Geldbörsen ist immer gleich, die farbliche Zusammenstellung gestaltet sie frei. „Manchmal mische ich unterschiedliche Stoffe – auch je nachdem, wie stabil/fest sie sind. Wenn man Lust darauf hat, kann man da so kreativ sein, wie man möchte, und auch Muster oder bestimmte Farbkombinationen reinnähen“, so die routinierte Näherin.

Nach spätem Start voll dabei

Vor ihrem Ehrenamt saß Ingeborg nur gelegentlich an der Nähmaschine, etwa, um ihre Kleidung auszubessern, einen Vorhang zu kürzen oder die Faschingskostüme für ihre Kinder zu fertigen. Für ihr jetziges Ehrenamt genügen diese Erfahrungen. „Besonders schwierig zu nähen ist es eigentlich nicht, mit etwas Grundwissen bekommt man das gut hin“, so Ingeborg.

Ähnlich bescheiden reagiert sie auch auf die Frage, wieso sie dieses Ehrenamt ausübe. Sie wolle einfach etwas zurückgeben, das sei für sie etwas Selbstverständliches, so die einfache Antwort. Vor gut zehn Jahren brachte sie bei einer Arbeitstour schon ein Wochenende lang die Siglhütte mit auf Vordermann, war, nachdem sie für das Upcycling-Projekt angeworben wurde, auch weiterhin bei der ein oder anderen Müllsammeltour dabei und ist auch immer wieder mit dem Seniorenkreis auf Tour. Hier schätzt sie neben den gemeinsamen Bergerlebnissen vor allem auch die Arbeit und das Engagement der ehrenamtlichen Tourenleiter.

Dabei ist Ingeborg erst vergleichsweise kurz Mitglied beim Alpenverein: seit etwa 13 Jahren. Früher sei sie zwar auch mit ihren Kindern auf leichten Wanderungen unterwegs gewesen. Als sie dann anfi ng, etwas anspruchsvollere Wanderungen zu unternehmen, stieß sie auf den Alpenverein und wurde Mitglied. Besonders die Naturschutzthemen liegen ihr am Herzen.


Einige Stellen im Wegegebiet werden vom Wasser stark erodiert – und Eberl muss diese jedes Jahr aufs Neue ausbessern.

↑ Eine Arbeit im stillen Kämmerchen mit Wirkung: Upcycling-Projekte und Näherinnen wie Ingeborg verlängern den Lebenszyklus von Outdoorbekleidung.


Zu Beginn übte Ingeborg ihr Ehrenamt noch neben ihrem Job als Verwaltungsangestellte aus – nach der Arbeit oder am Wochenende. Das sei immer problemlos gegangen, da sie mit den Arbeiten nicht von anderen zeitlich abhängig ist und es auch keine Stückvorgaben gibt. Genäht habe sie immer dann, wann eben Zeit war. Nun ist sie als Rentnerin noch flexibler. Auch wenn sie mit dem Ehrenamt nun häufiger näht als früher: In die Massenproduktion ist sie mit den Upcycling-Stücken noch nicht ganz eingestiegen. Bis zum fertigen Stück braucht sie mit Zuschneiden und Nähen etwa eine Stunde pro Beutel. „Richtig in Serie produziere ich sie nicht, aber je nach Lust und Laune mache ich dann schon immer zumindest einen fertig.“

Der Warenkreislauf schließt sich dann denkbar einfach und maximal lokal: Ihre fertigen Upcycling-Beutel made in Giesing bringt Ingeborg einfach persönlich in der Geschäftsstelle im Tal vorbei. Dort werden die Unikate mit Alpenvereinslogo zum Mitgliederpreis von 9,99 Euro verkauft – der Erlös kommt dem Natur- und Klimaschutz des Alpenvereins München & Oberland zu.

 

Lust, selbst einen Beutel zu nähen? Hier gibt es die Original-Nähanleitung.