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Über 200 Jahre hat die Winklmoosalm in den Chiemgauer Alpen auf dem Buckel – gut die Hälfte davon wurde hier Käse hergestellt. Seit 1930 dient sie unseren Sektionsmitgliedern als perfekt erreichbare Selbstversorgerhütte mit altem Charme, den wir weiterhin pflegen.
Text: Christian Rauch; Titelbild: Julian Bückers
→Ein zeitloses Bild: Abgesehen von der Stirnlampe könnte es hier vor 100 Jahren schon ähnlich zugegangen sein.Foto: Sarah Michels
Mehr als 100 Jahre lang wurde in der Hütte Käse hergestellt. Zuletzt betrieb Pankraz Auer, genannt „Jacklschuster“, den Kaser im Winklmoos, eine der traditionsreichsten Almsiedlungen Bayerns, zwischen Dürrnbachhorn und Steinplatte. 1930 bot der Jacklschuster seine Hütte der Sektion Oberland zum Kauf an. Der gemütliche Holzblockbau auf 1160 Metern Höhe wäre doch eine „sehr gute Schihütte“. Herrlich gelegen, mit „prachtvollem Blick auf die Loferer Steinberge“. Doch die Sektion hatte gerade alle Hände voll zu tun mit dem Betrieb der eben errichteten Oberlandhütte und dem Umbau der Riesenhütte. Um die Chance nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, sprangen drei Mitglieder ein und kauften den „Jacklschusterkaser“. Schon 1939 übernahm die Sektion die Hütte.Seither heißt die Selbstversorgerhütte schlicht „Winklmoosalm“ – auch wenn das gleichnamige Almgebiet aus vielen Gebäuden und Hütten besteht. Verwechslungsgefahr besteht auch mit der Winklmooshütte, dem Selbstversorgerstützpunkt der Sektion München in direkter Nachbarschaft zur Winklmoosalm.Dass schon manch einer sich in der Hütte geirrt hat und mit unpassendem Schlüssel vor der falschen Eingangstür stand, weiß Harald Hetzenauer. Er kennt die Winklmoosalm seit 30 Jahren und ist seit gut zehn Jahren Hüttenreferent. Sieben- bis achtmal im Jahr schaut er nach dem Rechten. Bei den wichtigsten Arbeitseinsätzen, im Mai und November, begleiten ihn ehrenamtliche Helfer und Helferinnen. Dann wird das Bettzeug ausgetauscht, kleine Reparaturen getätigt und alles einmal durchgeputzt: die gemütliche Gaststube mit der kleinen Küche, die vier Zweierlager und das Viererlager, Waschraum und Toilette.
→Auf der Winklmoosalm ist die Welt noch in Ordnung.Foto: Julian Bückers
Mehr Räume gibt es in der Winklmoosalm nicht. „Nur den ‚Fitnessraum‘ draußen“, schmunzelt Harald Hetzenauer. Das Schild hat er selbst angebracht, aus Spaß natürlich, denn anstelle von Hantelbank und Benchpress stehen in der Holzlege Sägen und ein Beil, wie es sich gehört.Das Brennholz erhält die Winklmoosalm in meterlangen Stücken von einem örtlichen Landwirt geliefert. Bevor man damit einheizen kann, müssen Besucher es selbst zerkleinern: in 33-Zentimeter-Scheite und etwas Kleinholz zum Anfeuern. Der Holzherd in der Küche ist die einzige Wärmequelle, seit die zuschaltbare Elektroheizung in den Lagern aus Brandschutzgründen entfernt werden musste. Auch gekocht werden kann ausschließlich auf dem Holzherd und im Backrohr. Für Tee oder Kaffee gibt es noch einen kleinen Wasserkocher.Urig geht es eben zu in der Winklmoosalm, auch wenn sie seit einigen Jahren an die Strom-, Wasser- und Abwasserversorgung aus dem Tal angeschlossen ist. Es gibt keine Dusche und nur fließendkaltes Wasser im Waschraum. Etwas warmes Wasser liefert das „Wassergrandl“ am Herd, das vor dem Einheizen befüllt werden muss. In Sachen Müll gibt es auf der Winklmoosalm zwar den seltenen Luxus einer Müllabfuhr, wir pflegen aber dennoch wie auf allen anderen Hütten den Grundsatz, dass jeder Hüttengast seinen gesamten Müll selbst mit ins Tal nimmt.
Schlafplätze auf der Winklmoosalm kann jedes volljährige Sektionsmitglied des Alpenvereins München & Oberland buchen – für sich und als verantwortlicher Hüttenbesucher auch für Begleitpersonen. Gebucht wird über unsere Hüttenwebsite.
Die Winklmoosalm ist zwar gut an die „Zivilisation“ angeschlossen, unsere Regeln für Selbstversorgerhütten gelten jedoch auch hier. Besonders hinweisen möchten wir darauf, dass ein Hüttenschlafsack bzw. bei kalter Witterung oder im Winter ein warmer Schlafsack Pflicht ist – die Zimmer sind unbeheizt. Auch Taschenlampen, Geschirrtücher, Spülmittel, Toilettenpapier, Streichhölzer und Hüttenschuhe gehören ins Gepäck. Neben der Hüttenordnung sind vor allem die angeschriebenen Hinweise zur Bedienung von Geräten zu beherzigen (z. B. kein Feuer im Bratrohr des Ofens anzünden!)
→Die Selbstversorgerhütte liegt am Rand der gleichnamigen Almlandschaft Winklmoosalm, zu der neben der kleinen Kapelle auch mehrere Gasthäuser gehören.Foto: Julian Bückers
Wer mal nicht selbst kochen will, findet Einkehrmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe zur Hütte, wobei man sich vorher über saisonbedingte Schließzeiten informieren sollte. Zur Anreise auf die Winklmoosalm dient die öffentliche Mautstraße, auf der man bis zur Hütte mit eigenem Parkplatz fahren kann. Auch die öffentliche Anreise ist möglich, zum Beispiel vom Bahnhof Prien über Reit im Winkl bis zum Seegatterl. Zwischen Ende Mai und Ende Oktober fahren Busse teils auch hinauf zur Winklmoosalm vor die Hüttentüre. Ansonsten ist man zu Fuß in etwa anderthalb Stunden oben, mit dem Bike entsprechend schneller. Im Winter bis Anfang April fährt die Seilbahn von Seegatterl bis fast zur Hütte. Dann ist die Winklmoosalm ein hervorragender Stützpunkt für Brettlfans und Skitourengeher, für Schneeschuh- und Winterwanderer sowie Langläufer. Viele leichte Pisten eignen sich für Anfänger und Kinder.
Zwischen Alm-Abenteuer und Prügelweg
Auch im Sommerhalbjahr lohnt sich für Familien ein Besuch auf der Winklmoosalm: Das sanfte Almgelände ist der perfekte Abenteuerspielplatz für Kinder, ganz ohne Gerätschaften. Um eines aber bittet der Hüttenreferent: nicht mit den großen Steinen spielen oder sie den Hang hinunterrollen lassen. „Denn erstens sollen die Steine den Weg und die Terrasse einfassen. Und zweitens kann das Hinunterrollen Menschen gefährden, denn die Straße führt unterhalb des Hangs entlang.“ Bedenkenlos mit kleineren Steinen und Wasser spielen kann man am Unkenbach, etwa eine Viertelstunde südöstlich der Hütte.
→Auch wenn gute Winter gefühlt seltener werden: Die Winklmoosalm gehört zu den schneesichersten Orten Bayerns.Foto: Ortsgruppe Dachau
Zum Wandern mit Kindern empfiehlt Harald Hetzenauer den sogenannten „Prügelweg“. Auf den „Prügeln“, Holzbohlen also, geht es abwechslungsreich durch feuchte Wiesen, auf denen im Frühsommer wilde Orchideen gedeihen. Vom Endpunkt des Wegs kann man noch ein Stück weiter südwärts hinaufsteigen, auf den 1465 Meter hohen Scheibelberg. Am „Dreiländereck“ stoßen hier Bayern, Tirol und das Salzburger Land aneinander. Wer es dann noch 400 Meter weiter hinauf schafft, kann auf der Steinplatte den „Triassic Park“ besuchen (oder links liegen lassen): Spielarenen, ein Niederseilgarten und große Dinosaurierfiguren schaffen Tiroler Freizeitparkatmosphäre am Berg.Hausberg der Winklmoosalm ist das 1776 Meter hohe Dürrnbachhorn. Es erhebt sich direkt im Nordosten über den Wiesen. Ein traditionsreicher Lift verkürzt bei Bedarf den Aufstieg. In 20 Minuten schweben die Einersessel der „Nostalgiebahn“ knapp 500 Meter höher – der Gipfel des Dürrnbachhorns ist dann in 30 Minuten Gehzeit erreicht. Aber auch ohne Lift ist der Berg eine recht bequeme, einfache Halbtagestour. Für Trittsichere und Schwindelfreie bietet sich die Überschreitung nach Osten an. Ein Stück weit geht es auf dem schmalen ausgesetzten Grat bis kurz vor das benachbarte Wildalphorn, dann hinab in den Gimplingsattel und über die Finsterbachalm zurück. Wer Ruhe und Beschaulichkeit sucht, für den hat Hüttenreferent Harald Hetzenauer einen besonderen Frühlings-Tipp: „Auf ruhigen Wegen zu den Wielandseiten-Almen und vorbei am Martinsbichl zum Gföller Mähder, dann über Ochsenbrunn zurück.“
→Auch zum Pause-Machen eignet sich die Winklmoosalm mit ihren Bänken auf der Terrasse.Foto: Julian Bückers
Gipfel warten auf dieser Rundtour keine, dafür sonnige Almen und Krokusse, die die Wiesen nach dem Abtauen des letzten Schnees im März und April in bunte Blütenteppiche verwandeln. Ein bis zwei Monate später lässt sich dann die Enzianblüte bewundern. Mountainbikefreunde haben auf der Winklmoosalm Optionen in allen Himmelsrichtungen: Besonders schön ist die rund 25 Kilometer lange Ostschleife der „Winklmoosalm-Heutal-Runde“. Lohnend ist auch die Abfahrt nach Westen ins Tal und zu den drei Seen: Weitsee, Mittersee und Lödensee, die nordöstlich von Seegatterl Richtung Ruhpolding liegen. Nach einem Bad im auch als „Klein- Kanada“ bekannten Seenparadies lassen sich auch die 400 Höhenmeter zurück zur Winklmoosalm verschmerzen. Per „Bike & Hike“ ist auch der höchste Gipfel der Region, das 1961 Meter hohe Sonntagshorn, gut erreichbar. Und last, but not least kann man von Juni bis September noch ein abendliches Unterhaltungsprogramm der besonderen Art nutzen: Im „Sternenpark Winklmoosalm“ unternimmt der Physiker Manuel Philipp wöchentliche Sternführungen. Abseits von Nebelschichten und Lichtverschmutzung kann man mit bloßem Auge bis zu 6000 Sterne am Himmel über der Alm erkennen.
Höhe: 1160 m
Öffnungszeiten: ganzjährig, nur für Sektionsmitglieder
Übernachtungsplätze: 12 Schlafplätze (4 Zimmer mit je 2 Plätzen, 1 Lager mit 4 Plätzen)
Preise: Erwachsene 15 EUR; Kinder/Jugendliche unter 18 Jahre 7 EUR, unter 7 Jahre kostenfrei
Verpflegung: SelbstversorgungInfos und Buchung
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