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Ehrensache: Christopher Schweinsteiger

Ein wahrer Winter(t)raum

Als Winterraumchecker der Sektion Oberland schaut Christopher Schweinsteiger im Winterraum der Falkenhütte nach dem Rechten, notiert Schäden und führt kleinere Reparaturen durch. Oft verbringt der Fachübungsleiter Skibergsteigen dafür einsame Tage im Karwendel – und wird nicht nur mit unverspurten Hängen belohnt.

Text: Rabea Zühlke, alpinwelt 4/2022

Im Johannestal herrscht Stille. Nur der frische Neuschnee knirscht unter den Tourenski. Ab und an ist das gedämpfte Geräusch des von den tief verschneiten Tannenästen herunterfallenden Schnees zu hören. Seit mehreren Stunden sind Christopher Schweinsteiger und seine Tourenpartnerin unterwegs. Der zwölf Kilometer lange Weg durch das Tal zum Winterraum der Falkenhütte ist lang, ihr Rucksack schwer: Daunenjacke, Schlafsack, Pasta und Wein für das Abendessen, Akkubohrer und jede Menge anderes Werkzeug.

In der Wintersaison 2020 startete die Sektion Oberland die ehrenamtliche Aktion „Winterraumchecker*innen“, bei der engagierte Winter-Alpinistinnen und -Alpinisten Kontrollbesuche der Winterräume durchführen. Letztes Jahr besuchten die Ehrenamtlichen abwechselnd die Lamsenjochhütte im Herzen des Naturparks Karwendel und den Winterraum der frisch renovierten Falkenhütte unterhalb der ehrfurchtgebietenden Laliderer-Nordwände. Sie überprüften die Ausstattung, die Hüttenbücher und Abrechnungen, untersuchten die Räume auf Schäden – und behoben kleinere Mängel selbst.  

Der 41-jährige Projektleiter ist einer von sieben ehrenamtlichen Helfern. „Bei meinem ersten Einsatz an der Falkenhütte hieß es, die Türe des Winterraumes schließt nicht mehr“, erinnert sich Christopher. Als der begeisterte Tourengeher die Falkenhütte erreichte, dämmerte es bereits. Im Nebel und Schneefall suchten er und seine Tourenpartnerin den Eingang – aber vergeblich. „Nach sechs Stunden Aufstieg waren wir müde, es war dunkel und der Winterraum nicht zu finden. Ein blödes Gefühl“, sagt Christopher leise. Nach einigen Versuchen fanden sie schließlich den Eingang, der einige Meter unterhalb der Hütte in Hanglage völlig eingeschneit war. „Der Winterraum muss im Winter besser ausgeschildert werden, das habe ich der Sektion direkt mitgeteilt.“ Die Türe hingegen ließ sich problemlos schließen, nachdem der Schnee aus dem Eingangsbereich geschaufelt war. Genau für solche Hinweise hat die Sektion Oberland die Aktion ins Leben gerufen: Dank der Rückmeldungen ihrer Ehrenamtler und Mitglieder können die Winterräume so als alpine Stützpunkte und Notunterkünfte bestmöglich erhalten bleiben.


„Wenn jeder etwas ganz Kleines macht, hat das für den ganzen Verein eine große Bedeutung.“


Versteckt und eingeschneit: Der neue Winterraum der Falkenhütte bietet Platz für acht Personen.

Karwendel-Liebe auf Umwegen  

Die Leidenschaft für den Winter und das Skifahren begann bei Christopher in jungen Jahren. Während sein Cousin Bastian Schweinsteiger eine steile Karriere als Fußballer hinlegte, wurde Christopher Teil des Ski-Jugendnationalkaders. Er startete bei regionalen, dann nationalen und internationalen Ski-Rennen – bis zu seinem Unfall: Mit 17 Jahren brach sich der Oberaudorfer das Wadenbein. Seine Karriere als professioneller Skifahrer fand ein Ende, stattdessen begeisterte er sich für das Skibergsteigen: „Die ersten Skitouren habe ich mit kerzengeraden Dynafit-Latten und alten gebrauchten Schuhen von Ebay unternommen. Meine erste große Investition“, sagt Christopher und schlendert an diesem milden, verregneten Wintertag durch das Glockenbachviertel. Die Regentropfen perlen an seiner schwarzen  Hardshelljacke ab, die Mütze ist tief ins Gesicht gezogen. Sein leicht gebräuntes Gesicht und seine leicht geröteten Wangen verraten: Wenn Christopher nicht als IT-Projektleiter im Büro sitzt, ist er auch heute noch oft am Berg unterwegs – am liebsten im Winter. „Die richtigen Bergerlebnisse haben fernab vom Ski-Kader mit Anfang zwanzig begonnen“, erzählt Christopher. Er wurde Mitglied im Alpenverein München & Oberland, nahm zuerst als Teilnehmer bei Grund- und Aufbaukursen teil, wenig später ließ er sich selbst zum Fachübungsleiter Skibergsteigen ausbilden. „Das kann ich gut“, sagt der Wahl-Münchner selbstbewusst und ergänzt: „Nicht nur die Wissensvermittlung, sondern ebenso der Umgang mit Menschen am Berg, was durchaus eine Herausforderung sein kann.“ 

Als der Corona-Winter keine Kurse zuließ, wollte Christopher dennoch etwas Sinnvolles tun. Da kam der Aufruf zum Winterraumchecker wie gerufen. Mit Freunden hatte er schon viele Winternächte auf Selbstversorgerhütten verbracht. Christopher schätzt es, selbstbestimmt und autark in den Bergen unterwegs zu sein und in den Winterräumen oftmals völlig fremde Menschen kennenzulernen, denen er sonst nie begegnet wäre. Warum also nicht die Orte schützen, die man selbst so liebt? Als vollberufstätiger Projektleiter mit Patchwork-Familie hat Christopher durch das Ehrenamt eine Möglichkeit gesehen, einige Dinge unter einen Hut zu bringen: Gutes für die Gemeinschaft tun, Zeit in den Bergen verbringen und eine Region entdecken, welche bis dahin ein weißer Fleck auf der Karte war. „Es muss nicht immer die Hüttenwirtin, der ehrenamtliche Schreiner oder der Fachübungsleiter sein, der aktiv im Verein mitwirkt“, so Christopher. „Wenn jeder etwas ganz Kleines macht, sei es auch nur, ein- oder zweimal im Jahr einen Winterraum checken, hat das für den ganzen Verein eine große Bedeutung.“ So kann jedes Mitglied – ob groß oder klein – etwas beitragen. Und wie Christopher dabei ganz nebenbei die unverspurten Hänge des Mahnkopfes im ersten Morgenlicht abfahren, die verschneiten Laliderer Wände im Abendlicht bestaunen und die Einsamkeit des Karwendelgebirges genießen.