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Die UV-Belastung ist in den Bergen besonders hoch. Höhenlage, reflektierender Schnee und Fels sowie intensive Sonneneinstrahlung setzen der Haut stark zu.
Wusstest du, dass ...
mit jedem Höhenmeter die UV-Strahlung zunimmt. Pro 1.000 Höhenmeter steigt die Belastung um etwa 10 Prozent. Schnee und Eis reflektieren zusätzlich einen großen Teil der Strahlung, sodass die Haut von mehreren Seiten gleichzeitig belastet wird. Besonders tückisch: Auch bei Bewölkung oder Nebel erreicht noch viel UV-Strahlung die Haut.
Nicht nur die Haut braucht Schutz: Auch die Augen müssen in den Bergen vor der gefährlichen Strahlung geschützt werden. Deshalb gehören Sonnenbrille und Sonnencreme gleichermaßen zur Standardausrüstung jeder Bergtour. Bei Sonnenbrillen muss auf einen zuverlässigen UV-400-Schutz geachtet werden, der UV-A- und UV-B-Strahlen vollständig filtert. Für Bergtouren empfiehlt sich mindestens eine Brille der Filterkategorie 3. Auf Gletschern, bei Hochtouren oder Expeditionen mit besonders intensiver Sonneneinstrahlung bietet eine Gletscherbrille der Kategorie 4 den bestmöglichen Schutz. Wichtig: Die Filterkategorie beschreibt die Tönung der Gläser (Blendschutz) und ersetzt nicht den UV-Schutz, der stets vorhanden sein sollte.
Wer seine Tour plant, sollte ebenso selbstverständlich den UV-Index prüfen wie Wetter- oder Lawinenbericht. Bereits ab einem UV-Index von 3 ist Sonnenschutz nötig. In den Alpen werden an sonnigen Tagen häufig deutlich höhere Werte erreicht.
„Sonnencreme sollte ein unverzichtbarer Bestandteil des Bergsteigerrucksacks sein.“Dr. med. Maria Leibl, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie
Der größte Fehler ist nicht die Wahl des Produkts, sondern die zu geringe Menge. Für einen wirksamen Schutz gilt:
Wichtig: Nachcremen verlängert die tägliche Schutzzeit nicht, sondern erhält lediglich den vorhandenen Schutz aufrecht.
Für schweißtreibende Touren empfehlen sich leichte, schnell einziehende Texturen. Im Winter oder auf Hochtouren darf die Creme dagegen reichhaltiger sein.
Rundum-Wetterschutz: Reichhaltigere Sonnencremes schützen die Haut nicht nur vor UV-Strahlung, sondern helfen auch dabei, die Hautbarriere gegen Wind und Kälte zu stabilisieren. Gerade bei Ski-, Winter- und Hochtouren kann das Hautreizungen und Austrocknung vorbeugen.
Ein praktischer Tipp für unterwegs: Lippenpflegestifte mit UV-Schutz eignen sich hervorragend, um Nasenrücken, Ohren oder andere besonders exponierte Hautstellen nachzucremen, ohne klebrige Hände zu bekommen.
Beide Filtersysteme schützen zuverlässig vor UV-Strahlung:
Entscheidend ist weniger die Art des Filters als die regelmäßige und ausreichende Anwendung.
Ob Drogerie oder Apotheke: Der Preis sagt wenig über die Schutzwirkung aus. Unterschiede bestehen meist bei Hautgefühl, Duftstoffen oder Pflegeeigenschaften.
„Die beste Sonnencreme ist die, die man auch wirklich benutzt.“Dr. med. Maria Leibl
Wer seine Haut ausreichend und regelmäßig eincremt, schützt sich nicht nur vor Sonnenbrand, sondern reduziert langfristig auch das Risiko für Hautkrebs.
Sonnenbrille und Sonnencreme gehören auf jeder Bergtour in den Rucksack. Wichtig: An den Kopf denken. Kappen mit Schirm schützen Kopf und Augen. Auch Kleidung mit UV-Schutz ist eine sinnvolle Ergänzung.
Was sonst noch in den Rucksack gehört – unsere DAV-Packlisten
UV-Index