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Die UV-Belastung ist in den Bergen besonders hoch. Höhenlage, reflektierender Schnee und Fels sowie intensive Sonneneinstrahlung setzen der Haut stark zu.
Dermatologin Dr. med. Maria Leibl erklärt, worauf Bergsportlerinnen und Bergsportler achten sollten.
Wusstest du, dass ...
mit jedem Höhenmeter die UV-Strahlung zunimmt. Pro 1.000 Höhenmeter steigt die Belastung um etwa 10 Prozent. Schnee und Eis reflektieren zusätzlich einen großen Teil der Strahlung, sodass die Haut von mehreren Seiten gleichzeitig belastet wird. Besonders tückisch: Auch bei Bewölkung oder Nebel erreicht noch viel UV-Strahlung die Haut.
„Sonnencreme sollte ein unverzichtbarer Bestandteil des Bergsteigerrucksacks sein.“Dr. med. Maria Leibl, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie
Wer seine Tour plant, sollte ebenso selbstverständlich den UV-Index prüfen wie Wetter- oder Lawinenbericht. Bereits ab einem UV-Index von 3 ist Sonnenschutz nötig. In den Alpen werden an sonnigen Tagen häufig deutlich höhere Werte erreicht.
Der größte Fehler ist nicht die Wahl des Produkts, sondern die zu geringe Menge. Für einen wirksamen Schutz gilt:
Wichtig: Nachcremen verlängert die tägliche Schutzzeit nicht, sondern erhält lediglich den vorhandenen Schutz aufrecht.
Für schweißtreibende Touren empfehlen sich leichte, schnell einziehende Texturen. Im Winter oder auf Hochtouren darf die Creme dagegen reichhaltiger sein.
Rundum-Wetterschutz: Reichhaltigere Sonnencremes schützen die Haut nicht nur vor UV-Strahlung, sondern helfen auch dabei, die Hautbarriere gegen Wind und Kälte zu stabilisieren. Gerade bei Ski-, Winter- und Hochtouren kann das Hautreizungen und Austrocknung vorbeugen.
Ein praktischer Tipp für unterwegs: Lippenpflegestifte mit UV-Schutz eignen sich hervorragend, um Nasenrücken, Ohren oder andere besonders exponierte Hautstellen nachzucremen, ohne klebrige Hände zu bekommen.
Beide Filtersysteme schützen zuverlässig vor UV-Strahlung:
Entscheidend ist weniger die Art des Filters als die regelmäßige und ausreichende Anwendung.
Ob Drogerie oder Apotheke: Der Preis sagt wenig über die Schutzwirkung aus. Unterschiede bestehen meist bei Hautgefühl, Duftstoffen oder Pflegeeigenschaften.
„Die beste Sonnencreme ist die, die man auch wirklich benutzt.“Dr. med. Maria Leibl
Hut, Sonnenbrille und Sonnencreme gehören auf jeder Bergtour in den Rucksack. Wer ausreichend und regelmäßig schützt, bewahrt seine Haut nicht nur vor Sonnenbrand, sondern reduziert langfristig auch das Risiko für Hautkrebs.
UV-Index