Login zu »Mein Alpenverein«
Zugang freischalten
»Mein Alpenverein« kostenlos freischalten
Ich bin Mitglied der Alpenvereinssektionen München & Oberland und möchte meinen Zugang zu »Mein Alpenverein« jetzt kostenlos freischalten.
Pflichtfelder sind mit einem Sternchen* markiert.
Nach der Freischaltung erhältst du eine E-Mail an deine E-Mail-Adresse. Bitte klicke den dort enthaltenen Link an, um die Freischaltung zu bestätigen. Mit der Freischaltung stehen dir die Möglichkeiten von »Mein Alpenverein« vollumfänglich zur Verfügung.
»Mein Alpenverein« bietet dir als Mitglied der Alpenvereinssektionen München & Oberland den perfekten Online-Service. Du kannst nach der Freischaltung zukünftig fast alle unserer Leistungen online buchen, ohne aufwendig alle persönlichen Daten in Web-Formulare eingeben zu müssen. Dies ist nicht nur bequem, sondern erhöht auch die Datensicherheit enorm.
Bitte gib deine Mitgliedsnummer (11-stellig, ohne Trennstriche z.b. 18100123456) oder deinen Anmeldenamen ein und klicke auf „Absenden“. Wir schicken dir umgehend einen Link an deine bei uns hinterlegte E-Mail-Adresse. Mit Klick auf diesen Link kannst du dein Passwort zurücksetzen. Bitte überprüfe auch den Spam-Ordner. Solltest du keine E-Mail erhalten, kann es sein, dass wir eine alte oder falsche E-Mailadresse von dir gespeichert haben. Bitte wende dich in diesem Fall an eine Servicestelle.
Weiter ohne Login für:
Achtung:Diese Veranstaltung kann von Mitgliedern anderer Sektionen und Nichtmitgliedern nicht gebucht werden. Jetzt Mitglied werden?
Achtung:Diese Hütte kann von Nichtmitgliedern nicht gebucht werden. Jetzt Mitglied werden?
Achtung:Diese Hütte kann von Mitgliedern anderer Sektionen und Nichtmitgliedern nicht gebucht werden. Jetzt Mitglied werden?
Als Mitglied der Alpenvereinssektionen München & Oberland kannst du deine Beiträge und Nachrichten einfach und jederzeit über das Mitgliederportal »Mein Alpenverein« verwalten. Jetzt Mitglied werden?
Text: Jan-Niklas Rasim, Sportmediziner
Ob Feierabendrunde in den Voralpen oder mehrtägige Hochtour in Fels und Eis: wer in den Bergen unterwegs ist, sollte für den medizinischen Ernstfall gerüstet sein. Eine sinnvolle Notfallapotheke ist kein schwerer Ballast, sondern ein kompaktes, gut überlegtes Set, das sich an Tourenart und Gruppengröße orientiert.Der folgende Beitrag zeigt die Basisausstattung – und worauf es in den einzelnen Disziplinen zusätzlich ankommt.
Unabhängig von der Disziplin gehört ein Grundstock in jeden Rucksack – wasserdicht verpackt und gut sichtbar, damit er im Stress auch von Dritten schnell gefunden wird.
Tipp: Verfallsdatum nicht vergessen. — Viele Rucksackapotheken werden einmal gepackt und dann jahrelang nicht kontrolliert. Medikamente und sterile Materialien verlieren aber an Wirksamkeit. Ein fester Jahrestermin, etwa vor Saisonbeginn, schützt vor bösen Überraschungen im Ernstfall.
Tipp: Kälte schadet vielen Medikamenten. — Salben, Tropfen und Ampullen vertragen Frost schlecht – Wirkstoffe können auskristallisieren oder wirkungslos werden. Notfallapotheke daher körpernah in der Innentasche tragen statt im Außenfach, wo bei Skitouren und Hochtouren Frost droht.
Typische Verletzungen betreffen Finger, Hände und Unterarme: Ringbandreizungen, Schürfwunden, Prellungen nach Stürzen. Ergänzend zur Basisausstattung empfehlen sich:
Tipp: Buddy-Taping statt Schiene. — Bei Fingerverletzungen ohne sichtbare Fehlstellung reicht oft ein Buddy-Tape: locker mit dem Nachbarfinger verbunden, stabilisiert es für den Rückweg, ohne die Durchblutung einzuschränken – eine starre Schiene ist hier meist unnötig.
Kälte, Wind und Lawinengefahr prägen das Winterprofil. Neben LVS-Gerät, Schaufel und Sonde braucht es Vorbereitung für Unterkühlung, Erfrierungen und Verschüttungsfolgen.
Tipp: Unterkühlte niemals aktiv aufwärmen. — Bewegung oder Alkohol können bei Unterkühlung durch kaltes Blut aus den Extremitäten gefährliche Herzrhythmusstörungen auslösen (Bergungstod). Besser: liegend, isoliert und ruhig halten, passiv von außen wärmen und früh den Rettungsdienst alarmieren.
Auf klassischen Wanderungen sind es meist kleine, lästige Blessuren: Blasen, Insektenstiche, Zeckenbisse oder ein verstauchtes Sprunggelenk.
Tipp: Blasen vorbeugen statt behandeln. — Ein dünnes, reibungsarmes Pflaster schon bei den ersten Anzeichen an bekannten Druckstellen verhindert die Blase meist komplett. Das Zeitfenster zwischen 'brennt ein bisschen' und offener Blase ist kürzer als gedacht – lieber einmal zu früh anhalten.
Abseits schneller ärztlicher Versorgung gewinnt Selbstversorgung an Bedeutung. Zur Grundausstattung kommen Mittel gegen Verdauungsprobleme sowie ein Puffer der Dauermedikation hinzu.
Tipp: Nicht jeden Durchfall sofort stoppen. — Bei Fieber oder blutigem Stuhl Loperamid zurückhaltend einsetzen, da es die Erregerausscheidung verzögern kann. Meist steht der Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich im Vordergrund – das Mittel gegen Symptome ist zweite Wahl.
Ab etwa 2500 Metern passt sich der Körper an den sinkenden Sauerstoffpartialdruck an. Kopfschmerzen, Schwindel oder Schlafstörungen können auf eine akute Höhenkrankheit hindeuten, die sich zu lebensbedrohlichen Formen wie Höhenhirn- oder Höhenlungenödem entwickeln kann.
Tipp: Symptome nicht auf Erschöpfung schieben. — Bessern sich Kopfschmerzen trotz Schmerzmittel nicht innerhalb einer Stunde deutlich, oder kommen Koordinationsstörungen hinzu, ist das ein Warnzeichen für ernste Höhenkrankheit – keine Bagatelle, die man einfach 'wegtrinkt.
Die perfekte Notfallapotheke gibt es nicht – wohl aber eine, die zu Tour, Gruppe und Risikoprofil passt. Wer regelmäßig einen alpinen Erste-Hilfe-Kurs besucht, gewinnt Sicherheit im Umgang mit dem Material und die Ruhe, im Ernstfall richtig zu handeln.
zu den Kursen
Disclaimer: Dieser Artikel ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung – bei Vorerkrankungen vorab ärztlichen Rat einholen.