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Wegweiser der Sektionsvorstände, alpinwelt 2/2026
Mobilität und Bergsport – wie wir unterwegs sind, prägt, was wir erleben
Text: Manfred Zink, Foto: Michael Vitzthum
Der Tag beginnt früh. Der Rucksack steht bereit, der Wetterbericht passt, die Vorfreude ist groß. Draußen ist es noch dunkel, die Stadt schläft – und irgendwo in uns sitzt dieses vertraute Gefühl: Heute geht es in die Berge. Für viele von uns beginnt genau hier das Abenteuer. Und doch beginnt der Weg zum Berg oft ganz anders, als wir es uns wünschen: im Auto, im Stau, auf überfüllten Straßen Richtung Alpen.
Mobilität gehört zum Bergsport wie der Zustieg zur Tour. Sie ist Voraussetzung dafür, dass wir überhaupt losgehen können. Gleichzeitig ist sie längst zu einem der größten Spannungsfelder geworden – zwischen Freiheit und Verantwortung, zwischen Gewohnheit und Veränderung.
Der Weg zum Berg ist aber auch Teil des Erlebnisses. Bergsport lebt von Bewegung, von Konzentration, vom bewussten Wahrnehmen. Wir suchen Ruhe, Weite, Klarheit. Doch der Weg dorthin fühlt sich oft genau gegenteilig an: Hektik, Lärm, Parkplatzsuche, volle Täler. Spätestens am Tourenstart merken wir: So ganz passt das nicht zusammen.
Viele von uns spüren instinktiv, dass der Weg zum Berg mehr ist als reine Logistik. Er beeinflusst, wie wir ankommen – körperlich und innerlich. Wer entspannt mit dem Zug ins Tal fährt, wer den letzten Abschnitt zu Fuß zurücklegt oder morgens aus dem Bus steigt, erlebt den Übergang anders. Das Erlebnis Berg beginnt nicht erst am Ausgangspunkt, sondern lange vorher.
Wer wagt, wird überrascht
Gleichzeitig wissen wir: Der größte Teil der Umweltbelastung, die durch den Bergsport entsteht, passiert nicht am Berg, sondern auf dem Weg dorthin. Die An- und Abreise ist der mit Abstand größte Hebel, wenn es um Klimaschutz und Umweltwirkung geht. Wir lieben die Berge, weil sie unverstellt, ruhig und kraftvoll sind. Doch unser eigenes Unterwegssein trägt dazu bei, dass diese Qualitäten zunehmend unter Druck geraten. Überfüllte Zufahrten, Lärm in sensiblen Tälern, Konflikte mit Anwohnerinnen und Anwohnern, Mitteilungsdrang in den Social Media – all das ist Teil der Realität im Alpenraum.
Natürlich ist es nicht immer einfach. Viele Tourenziele sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur eingeschränkt erreichbar. Zeitfenster, Ausrüstung, Gruppengrößen, frühe Starts – all das spielt eine Rolle. Niemand geht „einfach so“ ohne Auto in die Berge. Aber vielleicht geht es auch gar nicht um Perfektion. Sondern um bewusste Entscheidungen. Um das Abwägen: Muss es wirklich so oft das weit entfernte Ziel sein? Geht es auch näher? Können wir Fahrten bündeln, Fahrgemeinschaften bilden, Alternativen ausprobieren? Viele, die den Schritt wagen, berichten von überraschenden Erfahrungen. Die Zugfahrt wird zur Einstimmung. Gespräche entstehen. Der Blick aus dem Fenster verändert den Rhythmus. Der Zustieg beginnt am Bahnhof, nicht am Parkplatz.
Die Frage, wie wir in die Berge kommen, ist längst eine kulturelle Frage geworden. Sie sagt etwas darüber aus, wie wir Bergsport verstehen – heute und in Zukunft. Bergsport war nie nur Konsum. Er war immer auch Haltung.
Vielleicht beginnt nachhaltiger Bergsport genau hier: mit der Frage, wie wir losgehen. Und mit der Erkenntnis, dass auch der Weg zum Berg selbst schon Teil dessen ist, was wir suchen.
Zur PersonManfred Zink ist Vorsitzender des Vorstands der Sektion München.
Wir sammeln alle Kommentare zum aktuellen Wegweiser der Vorstände des Alpenvereins München & Oberland und veröffentlichen eine Auswahl bzw. Auszüge davon in der alpinwelt 2/2026.
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