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Bestandsaufnahme: Nachhaltiger Hüttenbetrieb auf dem Taschachhaus


Barbara und Christoph, die Hüttenpächter des Taschachhauses der Sektion München, versuchen bereits seit Jahren, ihren Betrieb zu optimieren und sich der Verantwortung eines nachhaltigen Hüttenbetriebs zu stellen. 2018 haben sie erstmals einen vegetarischen Tag eingeführt, um ein Zeichen gegen den steigenden Fleischkonsum unserer Gesellschaft zu setzen und die Gäste zum Nachdenken anzuregen. Die Reaktionen hierzu sind überwiegend positiv.

Mehr Infos zur Pilotstudie auf dem Taschachhaus (HIGHT 2018–2020)


Wie funktioniert die Ver- und Entsorgung auf dem Taschachhaus?

 

Abwasser

Sämtliche Abwässer des Taschachhauses werden durch die vollbiologische Abwasserreinigungsanlage gereinigt und unterliegen strengen Bestimmungen. Die beste Abwasserreinigungsanlage funktioniert jedoch nur so gut, wie sie gewartet wird und wie konsequent sich die Benützer der Sanitäreinrichtungen an die Benutzungsregeln halten: Es dürfen keine Feststoffe wie Damenhygieneartikel und anderes in die Toiletten gelangen!

Die biologische Kläranlage setzt sich aus einem Siebrechen zur Vorreinigung der Fäkalabwässer, einem Fettabscheider zur Vorreinigung der Küchenabwässer, drei unterirdischen mit Belüftungssystemen ausgestatteten Becken, zwei Schlammsammeltanks, einem zweiteiligen Trockenkasten für den Klärschlamm und einem nachgeschalteten Pflanzenklärbeet zusammen.

Die Anlage funktioniert nach dem sogenannten SBR-Prinzip: Das Abwasser gelangt nach der mechanischen Vorreinigung in das Becken 1 und wird dort belüftet. Mittels einer Schneidradpumpe wird das Abwasser in die miteinander verbundenen Becken 2 und 3 gepumpt und dort weiter belüftet. Aus den Becken 2 und 3 wird nach einer Absetzphase das geklärte Abwasser Richtung Pflanzenkläranlage und anschließend der Überschussschlamm in die Schlammbehälter gepumpt. Die Schlammbehälter sind mit einem Überlauf mit dem ersten Becken verbunden. Deren Grundablass führt zu den außen liegenden Trockenkästen. Dort wird der Schlamm auf einem Vlies aufgebracht, getrocknet und zu Beginn der Sommersaison mit dem enthaltenen Klärschlamm entsorgt. Die Abläufe führen zu einer Pflanzenkläranlage zur Nachreinigung; das gereinigte Abwasser wird in den Sexegertenbach geleitet.

 

Müllentsorgung

Wo immer möglch, versuchen wir bereits beim Einkauf der Lebens- und Putzmittel auf Mehrweggebinde zu achten. Ganz ohne geht es leider (noch) nicht. Der am Taschachhaus anfallende (Restmüll wie auch recyclebarer Müll) werden auf der Hütte vorsortiert und anschließend ausnahmslos ins Tal befördert. Papier/Karton, Plastik und Metall werden zum einfacheren Transport ins Tal mittels Presse bis zu 90 % verdichtet. Die Müllpresse arbeitet mit 2,3 Tonnen bei 8 bar Betriebsdruck und wird elektrisch betrieben. Nur organischer Müll (Ausnahme: schwer verrottbare Stoffe) wird beim Taschachhaus kompostiert. 

 

Trinkwasserversorgung

Von der in ca. 2.600 m Höhe neu gefassten Quelle fließt das Trinkwasser in einer ca. 2 km langen Leitung in einen Hochbehälter. Von diesem wird das Trinkwasser zur Hütte geführt. Obwohl das Trinkwasser ohnehin bereits beste Trinkqualität hat, wird das Wasser in der Hütte zweimal gefiltert und einmal mit UV-Bestrahlung aufgearbeitet, bevor es verwendet wird.

  

Wasserkraftwerk & Notstromaggregat

Die Wasserkraftanlage zur Erzeugung elektrischer Energie wurde 1979 gebaut. Gespeist wird die Anlage vom Sexegertenbach. Infolge Klimaerwärmung und der damit einhergehenden Gletscherrückgänge – in diesem Fall des Sexegertenferners – ist ein großer Geschiebetransport von Grobschotter und Feinsand zur Wasserkraftanlage vorhanden. Über eine sogenannte Tiroler Wehr wird das Wasser von diesem Geschiebematerial gereinigt. Eine tägliche Entsandung von bis zu 50 cbm Geschiebematerial ist erforderlich. Über die 955 m lange Druckrohrleitung fließt das Wasser über eine Höhendifferenz von 168 m mit bis zu 65 Liter/Sekunde zur Turbine. Die zweistrahlige Peltonturbine treibt den Generator an, der bis zu 65 kW Leistung erzeugt. Auf Grund der langen Stromzuleitung zur Hütte (ca. 1500 m) wird über einen Transformator Leistungsverlust stark vermindert.

Das Energieversorgungskonzept des Taschachhauses ist redundant geregelt: nachdem die gesamte Betriebsinfrastruktur (Ausnahme ein Gasherd) elektrisch betrieben wird, bedarf es einer zweiten unabhängigen Stromversorgung. Bei Störung der Wasserkraftanlage bzw. bei deren täglichen Wartungsarbeiten (Entsandung) wird das dieselbetriebene Notstromaggregat in Betrieb genommen. Dieses bringt ebenso eine Leistung von ca. 60 kW. Nicht nur aus ökonomischen, sondern insbesondere aus ökologischen Gründen wird dieses Aggregat sehr sparsam benutzt.