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Konflikt um die Isartrails

NaturErholung Isartal – ein Lenkungskonzept im Stillstand

Wenn ein unkontrolliertes Wegenetz die Natur zerstört – vom Toben auf den Isartrails

Der Nutzerdruck im sensiblen Isartal nimmt aktuell stark zu. Wöchentlich entstehen neue kleine Pfade und Abkürzer, die schnell zu breiten Wegen werden und die Natur zerstören. Um dies zu verhindern, müssen die vorhandenen Wege ertüchtigt und ausgeschildert werden, denn der aktuelle Zustand der Wege ist katastrophal. Zudem muss ein für alle Freizeitsuchende geltendes Lenkungskonzept endlich realisiert werden.

Die Bedeutung des Isartals sowohl als Naturraum als auch für die Nutzung als Naherholungsgebiet benötigt gemeinsam getragene Lösungen, denn nur so kann eine Verbesserung der miserablen Zustände eintreten.

Wir haben bereits seit 2014 an einem fundierten Lösungsvorschlag mitgearbeitet, dem Konzept "NaturErholung Isartal", das eine Möglichkeit für Radfahrer*innen schafft, naturverträgliche Naherholung im Isartal und auf den Isartrails zu gewährleisten. Doch in der Umsetzung herrscht bis heute Stillstand. Jetzt liegt es an uns – wenn wir uns alle an die Spielregeln halten, braucht es keine Verbote! 

Spielregeln für die Isartrails

  • Bitte nicht unkontrolliert Toben, sondern mit Rücksicht auf die Natur und auf die anderen Nutzer*innen im Gelände Spaß haben! 
  • Bleibt auf den Wegen und legt keine neuen Abkürzer an! 
  • Unterstützt uns! Die Aufforderung zur Umsetzung unseres Lösungskonzepts – ein Kompromiss für das Isartal als Natur- und Naherholungsraum – muss gehört werden!

Die unkontrollierte, starke Nutzung der Isartrails zerstört die Natur! Es muss jetzt gehandelt werden!


Über einen unbeachteten Lösungsvorschlag im Konflikt zwischen Naturschutz und MTB-Sport

1,561 Millionen Einwohner zählt München Anfang 2021. Die Lebensqualität in der drittgrößten Stadt Deutschlands ist hoch, die Stadt ist attraktiv und die Berge sind nah. Und viele Münchner zieht es hinaus in die Natur: an die Isar – wo seit Jahren die Fronten verhärtet sind. Denn in diesem Natura2000-Gebiet brodelt ein Konflikt, einerseits in der Nutzung als Münchner Naherholungsgebiet, das auch für seine Isartrails geschätzt wird, andererseits als wichtiger Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten.

Ein ausgearbeiteter Kompromiss in Form eines Lenkungskonzepts liegt seit Jahren vor und könnte die Lösung sein, doch es geht nichts voran.

Bereits 2010 haben die beteiligten Parteien eines runden Tischs Gespräche mit den Behörden, Grundstücksbesitzern sowie Natur- und Radsportverbänden geführt, 2013 wurde eine gemeinsame Pressemitteilung veröffentlicht und das gemeinsame Ziel formuliert: „… mittelfristig die Nutzung so zu lenken, dass das einmalige Naturerbe Isartal in seiner hohen Qualität erhalten bleibt. Zugleich gilt es aber auch, das Bedürfnis der Bürger auf Erholung im Isartal ausreichend zu berücksichtigen.“ Über drei Jahre und rund 300.000 Euro wurden investiert, um die empfindlichen Lebensräume und das Wegenetz im Isartal zu kartieren. 2017 einigte man sich schließlich auf ein Lenkungskonzept. Und seitdem?

Seitdem ist nichts umgesetzt worden. Doch der Konflikt spitzt sich zu, denn immer mehr Erholungssuchende strömen an die Isar, mehr und mehr Wege entstehen und ihr Zustand ist miserabel. Der Naturschützer und Vorsitzende der Ornithologischen Gesellschaft Manfred Siering beschreibt die fatale Entwicklung: „Für die Natur ist es eine Katastrophe, wie sich der Erholungsdruck in das Isartal ergießt.“ Er beobachte seit Jahrzehnten die Vernichtung wichtiger Lebensräume seltener Tierarten durch den Wegewildwuchs. Dabei sei das Gebiet eine „Schatzkammer der Biodiversität“ mit altem Laubwaldbestand, seltenen Orchideen „… und so vielen Amphibien- und Reptilienarten, wie in kaum einem anderen bayerischen Talraum. Hier hinterlassen die Mountainbiker eine Spur der Zerstörung.“

„Wir hatten die Hoffnung, noch im Herbst 2017 mit der professionellen Umsetzung loszulegen. So war der Plan. Passiert ist nichts“,

sagt Peter Dill, der Stellvertretende Vorsitzende der DAV-Sektion München, der schon vor elf Jahren mit am runden Tisch saß und über die Jahre einer der treibenden Kräfte für ein harmonisches Nebeneinander von Naturschutz und Freizeitnutzung war. „Die Lösung, die wir 2017 im Zuge des Projekts ,NaturErholung Isartal‘ verabschiedet haben, war ein Kompromiss – ein Kompromiss mit großem Bauchweh auf beiden Seiten“. Das Lenkungskonzept werde nun bis Ende des Jahres 2021 realisiert, heißt es von behördlicher Seite. Wirklich?

Blockiert hat den Prozess laut dem Landratsamt u. a. die rechtliche Frage, „ob mit oder ohne Verordnung“, also ob mit oder ohne Sperrungen. Nun scheint die Antwort „mit“ zu lauten. Obwohl der gemeinsam erarbeitete Lösungsvorschlag aller beteiligter Parteien eine Verbotskultur ausschließt. Die angestrebte Umsetzung lehnen wir deshalb ab.

Das Land hingegen betont, das Ziel sei nicht, das Mountainbiken im Isartal gänzlich zu unterbinden beziehungsweise zu verbieten, sondern rechtssicher zu regeln. Dies solle primär über Aufklärung und Information funktionieren. Hierzu würden hauptamtliche Gebietsbetreuer eingesetzt werden, die täglich vor Ort auf den Routen unterwegs seien. Darüber hinaus sei auch der Einsatz von „Routenpaten“ angedacht, die sich unter anderem um die Erhaltung und Pflege des Trail-Netzes kümmern sollen. 

 

Die Einigung zum Konzept „NaturErholung Isartal“ sah bereits 2017 Folgendes vor:

Projekt "NaturErholung Isartal"

Um die Belastungen für das ökologisch wertvolle obere Isartal infolge intensiver Freizeitnutzung insbesondere durch Mountainbikefahrende zu reduzieren, aber zugleich Routen für Radfahrer*innen offen zu halten, wurde das Projekt "NaturErholungIsartal" ins Leben gerufen, und die Beteiligten wandten sich bereits 2017 mit der Aufforderung an Stadt und Landkreis, das darin erarbeitete Konzept umzusetzen.

Die gemeinsame Erklärung der Naturschutzverbände und Radsportvereine

Stimmen zum Projekt „NaturErholung Isartal“

„Wir fühlen uns langsam ziemlich verschaukelt. Jahrelang haben wir das Konzept mitgestaltet und darüber hinaus Aufklärung bei unseren 1600 Mitgliedern und direkt vor Ort betrieben. Wir meiden sensible Gebiete seit Jahren. Wir haben uns als Wegepfleger und Routenpaten ins Spiel gebracht. Stadt und Landratsamt haben hingegen durch ihre Verschleppung des Projekts erreicht, dass es nun am Ausstieg mehrerer Gemeinden zu scheitern droht. Der Frust bei allen, die auch ehrenamtlich mit so viel Einsatz an diesem Projekt mitgearbeitet haben, ist groß.“

Nadine Oberhuber, Fachübungsleiterin und im Vorstand von M97 (MTB-Gruppe der Sektion München), über die erlebte „Kommunikations-Einbahnstraße“

 

„Es ist üblich, den MTB-Sport schlechtzumachen. Es finden sich durchaus viele negative Beispiele. Aber das beunruhigt uns genauso. Ich denke, die Zustände sind auch hausgemacht. Man müsste den Spieß argumentativ umdrehen: Die Ursache für Chaos oder Schäden liegt darin, dass man so lange nicht gehandelt hat.“

Peter Dill, Stellvertretender Vorsitzender der DAV-Sektion München, über den Stillstand und die Position des DAV

 

„Eine Lenkung der Mountainbiker und Wanderer kann nur funktionieren, wenn auch attraktive naturverträgliche Wege freigegeben sind“, sagt Oberhuber. „Das sieht das 2017 vorgelegte Konzept vor: die Instandsetzung und Pflege von definierten Wegen und die gleichzeitige Schließung sogenannter wilder Trails. Plus eine Markierung ökologisch besonders sensibler Bereiche, die im schlimmsten Fall auch gesperrt werden können.“ „Sperrt man großflächig, ohne geeignete Alternativen zu schaffen, werden die Verbote von vielen ignoriert werden. Dann wird sich die Lage weiter zuspitzen.“

Nadine Oberhuber, Fachübungsleiterin und im Vorstand von M97

 

„Wir haben angeboten, dabei zu helfen, aber sollte es auf Sperrungen hinauslaufen, ziehen wir jegliche Unterstützung zurück. Wir fragen uns schon, wie die Umsetzung nun plötzlich bis Ende 2021 gelingen soll, wenn man sich in Stadt und Landkreis nach Jahren des Stillstands noch immer nicht in den wesentlichen Fragen einig ist.“

Nadine Oberhuber, Fachübungsleiterin und im Vorstand von M97