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Kraxlkollektiv: Bouldern für alle

Boulderblock auf der Theresienwiese

Diesen Sommer auf der Theresienwiese: öffentliche Boulderwand

Gemeinsam mit unserer Gruppe, dem Kraxlkollektiv, haben wir es geschafft: Der Boulderblock "Dicker Hans" steht auf der Theresienwiese und wurde im Rahmen des "Sommer in der Stadt" am 17. August offiziell eröffnet.

Münchens Boulderangebot bekommt Zuwachs! Wie jede andere Großstadt ist in München der Platz für Sportangebote, speziell im öffentlichen Raum, ein rares Gut. Da braucht es kreative Ideen, schnelles Handeln bei Zwischennutzungskonzepten und natürlich viel Engagement. Das galt bisher auch für den Bouldersport in München: Zwar haben sich an der ein oder anderen Isarbrücke schon immer ein paar Leute aus der Szene zum Bouldern getroffen. Professionelle, frei zugängliche Angebote, vergleichbar etwa mit einem künstlichen Skatepark, waren aber bisher die Ausnahme.

Umso mehr freut es uns, dass im Herzen Münchens, auf der Theresienwiese, ein öffentlich und kostenlos zugänglicher Boulderblock für alle Boulderfans zur Verfügung steht. Zu verdanken haben wir dieses Angebot dem Kraxlkollektiv und zahlreichen freiwilligen Helfern.

"In den letzten 3 Wochen haben Dutzende Ehrenamtliche, darunter die Stammcrew des Kraxlkollektiv, Helfer aus anderen Gruppen vom Alpenverein München-Oberland, und spontane Freiwillige enormes vollbracht." freut sich Matthias Ballweg, Vorsitzender der Sektion Oberland.

Die Initiative, die inzwischen auch eine Gruppe der Sektion Oberland ist, besteht zu 100 Prozent aus ehrenamtlichen Boulderbegeisterten. Unser gemeinsames Ziel ist es, attraktive, öffentliche Bouldermöglichkeiten in München anzubieten. Dass sie anpacken können, hat das Kraxlkollektiv bereits bewiesen: So haben sie auf dem Sugar Mountain Gelände (ehemaliges Betonwerk Katzenberger) in Obersendling (U3, Machtlfingerstraße) eine erste Boulderwand namens „Lollyblock“ errichtet.

Mit verschiedenen Neigungswinkeln, Überhängen und Hackschnitzelgruben sind die Anlagen vom Kraxlkollektiv auch für anspruchsvolle Boulderinnen und Boulderer attraktiv. Das Material der Griffe stammt dabei unter anderem aus alten Shampooflaschen und anderen HDPE-Kunststoffen, die geschreddert, eingeschmolzen und zu neuen Griffen gegossen werden.

Egal ob „Lollyblock“ oder „Dicker Hans“: Wir finden, dass frei zugängliche Boulderplätze die Kletterkultur in München absolut bereichern. Sie senken insbesondere die Einstiegsschwelle in den Sport und machen das Schnuppern am Klettersport auch ohne Eintrittsgeld möglich. Ein Ansatz, der über das städtische Projekt „Sommer in der Stadt“ hinaus weiterverfolgt werden soll.

“Mit dem Alpenverein München-Oberland im Rücken verfolgen wir große Ziele - nächstes Jahr sollen zahlreiche Brücken und andere urbane Orte zu Boulderspots werden.” erklärt Maximilian Gemsjäger, der Kopf der Gruppe.

Kommt vorbei und testet euer Können auf der Theresienweise - natürlich kostenlos. Der Dicke Hans kann bis Ende des „Sommers in der Stadt“ kostenlos genutzt werden. Zudem gibt es Pläne, ihn bis Ende Oktober oder evtl. darüber hinaus beklettern zu können.

Bauprozess