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Wegweiser der Sektionsvorstände, alpinwelt 1/2026
Ein persönlicher Wegweiser über Müllvermeidung, einer alpinen Königsdisziplin im Spannungsfeld von Umweltschutz, Konsumdruck und Sicherheitsbedenken
Text: Walter Bien, Vorstand Sektion Oberland
Ich stamme aus einer Generation, in der über Müllvermeidung nicht geredet wurde. Wenn nicht aufgegessen wurde, würde es schlechtes Wetter geben, also wurde der Teller leer gemacht. Was trotzdem übrig blieb, wurde ans Schwein verfüttert oder kam auf den Komposthaufen. Ich trug die zu klein gewordenen Klamotten meiner älteren Cousins, mein jüngerer Bruder trug das, was mir zu klein geworden war. Wurden die Pullover auch ihm zu klein, wurde die Wolle teils ausgeriffelt und neu verstrickt. Die Milch wurde in Kannen geholt, die Eier in Zeitungspapier eingewickelt. Sonstiger Abfall wurde verbrannt, entweder im Ofen oder auf dem Feld.
Eine Müllabfuhr habe ich in meiner Kindheit nicht gekannt. Ab und zu kam mal ein Lumpensammler vorbei, für den aber selten etwas übrig blieb. Das prägt. So sehr, dass ich noch bis in die Mitte der 70er-Jahre meine Brotzeit zum Mittagessen mitbrachte und das Papier, von den Kolleginnen und Kollegen verwundert belächelt, zur Wiederverwendung sorgfältig zusammenlegte. Lang ist es her. Heute gehöre ich eher zu den verführbaren Schnäppchenjägern. Ich bemühe mich, wenn ich in die Berge gehe, nichts zurückzulassen, ab und zu (viel zu selten) bin ich mit einem Drecksack und einer Greifzange unterwegs, um Müll, der herumliegt, zu entsorgen.
Langlebig und trotzdem sicher
Müllvermeidung ist der wichtigste Ansatz zur Bewältigung des Müllproblems. Was nicht angeschafft wird, wird nicht zu Müll, muss auch nicht entsorgt werden. Dabei hilft es, seine Utensilien zu schätzen, notfalls zu reparieren und möglichst nichts Unsinniges anzuschaffen. Zugegeben, in meinem privaten Alpinmuseum lagert vieles, das eher für ein Messie-Syndrom als für sinnvolles Ausrüstungsmanagement spricht. Andererseits greife ich immer wieder mal auf vermeintlich Überholtes zurück.
Die Ausleihe von selten genutztem Material, die Reparatur vor dem Neukauf, der Austausch im Bekanntenkreis, Spenden von einsatzfähiger Ausrüstung für Ausbildung und Bedürftige: Was für die Müllvermeidung wichtig ist, steht in einem gewissen Gegensatz zu einem Wirtschaftssystem, das durch Umsatz lebt und so auch Wohlstand ermöglicht. Leider gilt deshalb, dass im Alltag die Verführung sehr groß ist. Keiner von uns, mich eingeschlossen, bleibt eisern, wenn die bunten Verkaufsangebote locken. Deshalb gilt, wie beim Umweltschutz: Besser als persönliche Appelle sind gesetzliche Vorgaben (z. B. die Reparaturfähigkeit sicherstellen) und eine Umstellung der Industrie auf attraktive, langlebige Produkte und Reparaturangebote.
Misstrauisch macht mich allerdings, dass durch neue Verfahren und Werkstoffe auch bei Bergsportprodukten alles besser geworden ist – nur die Lebensdauer ist kurz geblieben oder sogar kürzer geworden. Die laut Gebrauchsanweisungen zulässige und auch von Experten propagierte Maximallebensdauer spricht oft gegen eine lange Nutzung. Für Hersteller sind kurze Produktlebenszyklen interessant, sowohl aus Umsatz- wie auch aus Haftungserwägungen.
Alles begründet mit: besser einmal zu viel ersetzt, als einen Unfall oder schwere Folgen provoziert. Grundsätzlich vernünftig, aber stimmt das? Schaut man in die Unfallstatistiken (analyse berg, Sommer 2025), sieht man, dass selbst in den technischen Disziplinen (Klettern, Klettersteiggehen) – im Jahr 2025 ebenso wie im Zehnjahresdurchschnitt – Unfälle wegen Materialversagen und Ausrüstungsmängeln nur im Promillebereich auftreten. Hier bräuchte es Hilfen für eine realistische und nicht durch die Hersteller dominierte Einschätzung, um auch in diesem Bereich Langlebigkeit und damit Müllvermeidung voranzubringen.
Zur PersonWalter Bien, Jahrgang 1950, gehört seit sieben Jahren dem Vorstand der Sektion Oberland an, für die er seit über 30 Jahren als Übungsleiter tätig ist.
Wir sammeln alle Kommentare zum aktuellen Wegweiser der Vorstände des Alpenvereins München & Oberland und veröffentlichen eine Auswahl bzw. Auszüge davon in der alpinwelt 1/2026.
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