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Serles mit Südwestgrat, Lämpermahdspitzen und Peilspitze
Am Morgen des 8.08.26 sind wir, fünf „Unerschrockene“, am Kloster Maria Waldrast, am westlichen Teil der Gemeinde Matrei am Brenner gelegen, gestartet, um den Serles Südwestgrat zu erkunden. Somit standen als erste Wegpunkte Serlesjöchl und Serles auf dem Programm. Steil und mit viel Höhengewinn ging es also zum ersten Gipfel, den auch zahlreiche andere Gruppen an diesem Tag als Ziel hatten. Nach kurzer Rast und einem „flotten“ Abstieg zurück zum Serlesjöchl durften wir zum spannenderen Teil der Tour übergehen. Wir waren nun alle „auf Betriebstemperatur“ und starteten vom Jöchl nach Süden mit dem nächsten Ziel, der Nördlichen Lämpermahdspitze. Durch die teilweise sehr abschüssige und zwischendurch weglose Ostflanke der „Roten Wand“ ging es problemlos und so standen wir bald auf dem Grat. In leichter Kletterei und geführt von gut platzierten Markierungen erreichten wir schließlich die einsame Nördliche Lämpermahdspitze, die zu einer ausgiebigen Rast einlud. Der Blick nach Süden zur südlichen Lämpermahdspitze konnte durchaus Zweifel am weiteren Tourverlauf wecken. Der Abstieg in die Flanke in südwestlicher Richtung hat mit sehr bröseligem und inzwischen weglosem Terrain die Tour zu einem Abenteuer werden lassen. Hochkonzentriert ging es also in Richtung Einstieg zur Kletterpassage zur Südlichen Lämpermahdspitze. Ein rotes Fixseil war bereits von weitem zu erkennen und somit war die Route bis dorthin prinzipiell klar, wenn auch nicht eindeutig. Ca. 20 Minuten nach Einstieg in die „Kletterpartie“ standen wir voller Freude über das bislang Erreichte auf diesem wahrlich selten begangenen Gipfel. Die Kletterei war problemlos, erfordere trotzdem aufgrund des brüchigen Gesteins hohe Konzentration. Dies galt ebenfalls für den Abstieg zurück auf den nicht vorhandenen „Weg“ der Westflanke, um schließlich in der Scharte nördlich „Ob der Mauer“ anzukommen. Der Rückblick auf das geleistete hatte durchaus ungläubiges Grinsen hervorgerufen, sahen doch die gerade bestiegenen Gipfel wirklich schroff und abweisen aus.
In teilweise „wilder Abfahrt“ sind wir nun die lange und steile Schotterreise abgefahren um bald zurück in der Zivilisation wieder Wanderer auf entsprechen markierten Wegen zu treffen. Ein kurzer Rundumblick auf der Peilspitze hat uns nochmals über die Steilheit der soeben begangenen Schotterreise staunen lassen. Nächster Wegpunkt: Blaserhütte! Hier haben wir uns gestärkt und sind dann über die Ochsenalm zurück zum Kloster gewandert. Nach 1750 Höhenmetern und vier Gipfeln waren sich alle einig: Es war eine grandiose Tour, teilweise fernab von touristischen Routen inmitten einer wunderbaren Landschaft!