Mein Alpenverein

Login zu »Mein Alpenverein«


Ich habe bereits einen Zugang:

Zugang freischalten


(nur für Mitglieder der Alpenvereinssektionen München & Oberland)

Was ist »Mein Alpenverein«

»Mein Alpenverein« kostenlos freischalten

Ich bin Mitglied der Alpenvereinssektionen München & Oberland und möchte meinen Zugang zu »Mein Alpenverein« jetzt kostenlos freischalten.

Pflichtfelder sind mit einem Sternchen* markiert.

 

Nach der Freischaltung erhalten Sie eine E-Mail an Ihre E-Mail-Adresse. Bitte klicken Sie den dort enthaltenen Link, um die Freischaltung zu bestätigen. Mit der Freischaltung stehen Ihnen die Möglichkeiten von »Mein Alpenverein« vollumfänglich zur Verfügung.

»Mein Alpenverein« bietet Ihnen als Mitglied der Alpenvereinssektionen München & Oberland den perfekten Online-Service. So können Sie nach der Freischaltung zukünftig fast alle unserer Leistungen online buchen, ohne aufwendig alle persönlichen Daten in WEB-Formulare eingeben zu müssen. Dies ist nicht nur bequem, sondern erhöht auch die Datensicherheit enorm.

Bitte geben Sie die Mitgliedsnummer oder Ihren Benutzernamen ein und klicken Sie „Absenden“. Wir schicken Ihnen umgehend einen Link an Ihre hinterlegte E-Mail-Adresse. Mit einem Klick auf diesen Link können Sie Ihr Passwort zurücksetzen.


Weiter ohne Login für:

Plus-Mitglieder ohne »Mein Alpenverein« Mitglieder anderer Sektionen Nichtmitglieder

Achtung:
Diese Veranstaltung kann von Nichtmitgliedern nicht gebucht werden.
Jetzt Mitglied werden?

Weiter ohne Login für:

Plus-Mitglieder ohne »Mein Alpenverein« Mitglieder anderer Sektionen Nichtmitglieder

Achtung:
Diese Hütte kann von Nichtmitgliedern nicht gebucht werden.
Jetzt Mitglied werden?

Achtung:
Diese Hütte kann von Mitgliedern anderer Sektionen und Nichtmitgliedern nicht gebucht werden.
Jetzt Mitglied werden?

Als Mitglied der Alpenvereinssektionen München & Oberland können Sie Ihre Beiträge und Nachrichten einfach und jederzeit über das Mitgliederportal »Mein Alpenverein« verwalten.
Jetzt Mitglied werden?

Hangbewegung an der Stüdlhütte

Klimawandel trifft Stüdlhütte

Leider mussten wir im Jahr 2017 an der nordöstlichen Flanke der Stüdlhütte Risse im Hang feststellen, weshalb wir im Juli 2017 Prof. Dr. Michael Krautblatter und MSc. Geol. Theresa Frimberger vom Fachgebiet für Hangbewegungen der Technischen Universität München erstmals mit entsprechenden Messungen beauftragten.

Mithilfe von Geoelektrik sowie Konvergenz- und terrestrischen Laserscanmessungen wurde festgestellt, dass sich am Fuß des Hangs Permafrostboden befindet und dass ein Teil des Hangs in Bewegung ist. Der Klimawandel trägt zur allgemeinen Erwärmung solcher Permafroststandorte bei, und auch die Hütte selbst mit Terrasse sorgt für entsprechenden Wärmeeinfluss. Auch wenn für Mensch und Natur keine akute Gefahr besteht, ist der Hang thermisch gestört.

Deshalb haben wir uns auch dazu entschlossen, den Hang nach der Begehung 2017 weiterhin zu beobachten und auch in den Folgejahren, jeweils im August 2018, 2019 und 2020, durch die TU entsprechende Messungen durchführen zu lassen. Dabei wurde immer eine Geländebegehung mit einer Folgemessung der Geoelektrik und der Konvergenzmessstrecke durchgeführt, 2019 wurde der terrestrische Laserscan wiederholt.

Bei den Geländebesichtigungen 2018 und 2020 stellte sich heraus, dass neue Risse im Hang zu verzeichnen sind und dass die Hangbewegung weiterhin aktiv ist. Durch die Messergebnisse über mehrere Jahre hinweg konnte nun eine genauere Klassifizierung vorgenommen werden.

Die Messergebnisse

"Die Messergebnisse zeigen laut der Nomenklatur für Hangbewegungen (Varnes 1978) einen feinmaterialgestützten Fließprozess in einer Lobe (earth flow), der charakterisiert ist durch höchste Bewegungsraten im Zentrum/Kern, abnehmende Bewegungsraten an den Rändern und eine konvexe und lobenartige Hangbewegungsstirn. Aufgrund des saisonalen Auftauverhaltens mit höchsten Bewegungsraten im Spätsommer/Herbst […] wird dieser Prozess im Englischen auch "frost/permafrost controlled earth flow lobe" genannt." (Prof. Dr. M. Krautblatter und MSc. Geol. T. Frimberger: Bericht zu den Folgemessungen der Hangbewegung an der NE-Flanke der Stüdlhütte, 11.02.2020, Seite 4).

Durch die Einordnung der Hangbewegung als Frost-/Permafrost-kontrollierter Fließprozess wurde nochmals bestätigt, dass ein spontanes schnelles Versagen des Hangs nicht erwartet wird.

 


Weitere Beobachtung und Hangsicherung notwendig

Da die Sommer 2018 und 2019 zudem ungewöhnlich warm waren, ist es nicht verwunderlich, dass auch 2020 der Permafrost weiterhin gestört ist und eine thermische Regenerierung nicht stattgefunden hat. Damit der Hang nicht zusätzlich belastet wird, müssen wir nun 2021 die Dachentwässerung verbessern, um sicherzustellen, dass nicht noch zusätzliches Wasser in den Hang gelangt. Denn durch das Dachwasser wird zum einen Wärme eingeleitet, und zum anderen wird die Standfestigkeit des Hangs weiter herabgesetzt.

Da durch diese Maßnahme kein kompletter Stillstand der Hangbewegungen zu erwarten ist, werden wir auch weiterhin die Messungen und Untersuchungen durch die TU durchführen lassen, um Ergebnisse zu erhalten, die die Grundlage zur Sicherung dieses sensiblen und wichtigen Standorts am Großglockner bilden.

Laserscanner