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3-Tages-Tour in den Innsbrucker Kalkkögeln

Ein langes Wochenende auf der Adolf-Pichler-Hütte (1977 m)

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Die Adolf-Pichler-Hütte (1977 m) ist das perfekte Basislager in den oft übersehenen Kalkkögeln bei Innsbruck. An einem Langen Wochenende rund um die Hütte lassen sich Schlicker Seespitze, Kleine Ochsenwand und Hochtennspitze auf teils anspruchsvollen Steigen zu abwechslungsreichen Bergtouren miteinander verbinden – stets begleitet von den markanten Kalkzacken, die den besonderen Reiz dieser Berglandschaft ausmachen. Der Ausgangspunkt ist vom Münchner Hbf mit nur ein- bis zweimal Umsteigen erreichbar.

 

alpinwelt Ausgabe 25-3
Text: Michael Reimer


Tag 2: Im Anstieg Richtung Seejöchl

Tourensteckbrief

Anspruch
Bergwanderungen Technik: einfach bis schwierig
Kondition: mittel

Dauer
4,5 –6,5 Std. je nach Tour

Höhendifferenz
Tour 1: ↑ 1135 hm ↓ 113 hm
Tour 2: ↑↓ 960 hm 
Tour 3: ↑ 810 hm ↓ 1830 hm

Karte/GPS-Track
AV-Karte 31/5 „Innsbruck Umgebung“, 1:50.000 (Ausleihbar in der Bücherei)

Literatur
Michael Reimer: Wandern durch die Jahreszeiten, Berg Edition Reimer 2019


Bergtouren in den Dolomiten Nordtirols

Jeder Italien-Urlauber ist auf dem Weg zum Brenner bereits an den Kalkkögeln vorbeigefahren. Die südwestlich von Innsbruck aufragende Gebirgsgruppe wird wegen ihrer Schroffheit auch als die „Dolomiten Nordtirols“ bezeichnet. Hier finden Bergsteiger zwischen Ampferstein (2556 m) und Schlicker Seespitze (2808 m) ausreichend Kletterberge oder Klettersteige vor, während der Genusswanderer beispielsweise mit dem Sonntagsköpfl (2096 m) oder der Besteigung des Gamskogels (2659 m) vorliebnimmt.

Wer ein langes Wochenende hier verbringt, hat am zweiten Tag ausreichend Zeit, um die Bergziele im Rahmen einer Rundtour zu kombinieren. Der gut einstündige Abstecher zur Schlicker Seespitze beginnt am Seejöchl (2518 m), wobei beim Anstieg durch die felsdurchsetzte Westflanke etwaiger Steinschlag zu beachten ist und der Schlussabschnitt über den teils luftigen Nordgrat erfahrenen Bergwanderern vorbehalten bleibt. Auch die Umrundung des Kalkkögel-Massivs am dritten Tag ist anspruchsvoll. Die von der Alpenklubscharte rasch erreichbare Kleine Ochsenwand (2520 m) bildet mit einfachen Kletterstellen die perfekte Einstimmung auf den wildromantischen Gsaller-Steig, der über luftige Felsbänder und durch kleine Schluchten nordwärts führt. Das zweite Gipfelziel der Streckentour ist die Hochtennspitze (2549 m) mit eindrucksvollem Kalkkögel-Blick. Basislager für dieses lange Wochenende ist die Adolf-Pichler-Hütte, auf der die Hüttenwirtinnen Andrea und Karin bereits in der zehnten Saison ihre Gäste versorgen.

Karte mit eingezeichneten Touren


Tag 1: Von Grinzens zur Adolf-Pichler-Hütte (1977 m)

Zustieg zur Adolf-Pichler-Hütte mit Genusswander-Finale auf das Sonntagsköpfl

 Die südwestlich von Innsbruck aufragende Gebirgsgruppewird wegen ihrer Schroffheit auch als die „Dolomiten Nordtirols“ bezeichnet. Die Adolf-Pichler-Hütte liegt ideal aus Ausgangspunkt für Touren in diesem Gebiet. Der Zugstieg zur Hütte erfolgt durch das Senderstal auf Forstwegen und Steigen. Die Besteigung des Hausbergs, dem Sonntagsköpfl (2096 m), ist die perfekte Zugabe zum Abschluss der Tour. Vom Gipfel bietet sich ein wunderbarer Ausblick auf die Kalkkögel.

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Tag 2: Über das Seejöchl zur Schlicker Seespitz und den Gamskogel zum Sendersjöchl

Rundtour mit drei Gipfeln und luftiger Gratkraxelei

Die Gipfel um die Adolf-Pichler-Hütte lassen sich gut zu einer Rundtour kombinieren – so auch die Schlicker Seespitze (2808 m), der Gamskogels (2659 m) und der Steinkogel (2589 m). Der gut einstündige Abstecher zur Schlicker Seespitze auf dieser Rundtour beginnt am Seejöchl (2518 m), wobei beim Anstieg durch die felsdurchsetzte Westflanke etwaiger Steinschlag zu beachten ist und der Schlussabschnitt über den teils luftigen Nord graterfahrenen Bergwanderern vorbehalten bleibt.

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Tag 3: Gipfelrunde über die Kleine Ochsenwand und die Hochtennspitze mit Abstieg über die Kemater Alm

Anspruchsvolle Umrundung des Kalkkögel-Massivs auf dem Gsaller-Steig

Die von der Alpenklubscharte rascherreichbare Kleine Ochsenwand (2520 m) bildet mit einfachen Kletterstellen die perfekte Einstimmung auf den wildromantischen Gsaller-Steig, der über luftige Felsbänder und durch kleine Schluchten nordwärts führt. Das zweite Gipfelziel der Streckentour ist die Hochtennspitze (2549 m) mit eindrucksvollem Kalkkögel-Blick.

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Adolf-Pichler-Hütte (1977 m)
Akademischer Alpenklub Innsbruck (AAKI)
Pächterinnen Andrea Zeidlhack und Karin Stöger

geöffnet von Anfang/Mitte Juni bis Mitte Oktober
Schlafplätze: 45, Halbpension 55 bzw. 62 EUR

Tel. +43 720 702724, adolf-pichler-huette.at

 

Tourismus Information Axams
Georg-Bucher-Str. 1, 6094 Axams
Tel. +43 512 53566094, axams@innsbruck.info
innsbruck.info/destination/orte/grinzens.html

Lasörlinghütte
Adolf-Pichler-Hütte

 

An- und Abreise ab/nach München 

Ausgangs- und Endpunkt der Touren

Grinzens

Mit Bus & Bahn

Von München mit dem Zug bis Innsbruck Hauptbahnhof, von dort weiter mit dem Bus 404 Richtung Grinzens bis zur Haltestelle „Grinzens Abzweig Kemater Alm“. Von München Hbf rund drei Stunden. Am schnellsten geht es (mit nur einmal umsteigen) mit dem RJ Richtung Bologna. Erste Fahrt am Freitag um 6:41 Uhr, Rückfahrt am Sonntag bis 21:28 Uhr.

Einstiegspunkt der Tour

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