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Die Bergcacher organisierten ganz kurzfristig eine Wanderung im Zahmen Kaiser, um der Suppe in München zu entkommen. Zu sechst wanderten wir am Hausberg Kufsteins in Richtung Brentenjochalm. Und für uns Geocacher waren natürlich die Caches am Wegrand von Interesse, die hier unter dem Titel "Wilder Prinz" als Bulle auf die Karte gezeichnet sind.
Die Bedingungen waren ideal für eine winterliche Wanderung, viel Schnee gab es nicht, aber die Wege waren stellenweise vereist. Mit passender Ausrüstung ist das aber kein Problem. Nicht nur die Wege sind hart gefroren, auch die bodennah versteckten Geocaches liegen unter einer dünnen Schneeschicht oder sind sogar komplett festgefroren. Auch dafür waren wir mit einer Gartenschaufel vorbereitet.
Nach einem langen Tag hatten wir 20km in den Beinen und traten in der Dunkelheit die Rückreise an.
Die Bergcacher fanden in der Rieplalmhütte ein ideales Quartier für ein entspanntes Wochenende am Rande der Skipisten der Wildschönau. Es kamen nicht nur Geocaching Interessierte zusammen, auch Familienmitglieder, die einfach ein spaßiges Wochenende verbringen wollten, trafen hier ein. Die Anfahrt erfolgte per Pkw zum Parkplatz der Lanerköpflbahn, anschließend fuhren wir mit der Gondel der Markbachjochbahn zur Bergstation.Im Skigebiet war wenig Betrieb, so konnten wir entspannt auf der präparierten, hier einigermaßen flachen Skipiste bis zu einem Abzweig wandern, und erreichten bald die Rieplalmhütte. Die wichtigsten Aufgaben nach Ankunft waren die Verteilung der Teilnehmer auf die Schlafplätze und das Einheizen der Hütte.
Nach diesen organisatorische Pflichtaufgaben wollten wir natürlich auch noch die mitgebrachten Schneeschuhe testen. Die Schneehöhe war zwar dürftig, aber für erste Watschelschritte mit den ungewohnten Teilen unter den Füßen waren die Bedingungen ideal. Die Richtung unseres Spaziergangs wurde natürlich von Geocaches in der nahen Umgebung festgelegt. Wir wanderten daher zur Holzalm, teils direkt und weglos über Almwiesen bergan. Nach knapp zwei Stunden kehrten wir zur Rieplalmhütte zurück.
Der Ofen wurde wieder kräftig eingeheizt, um das vorbereitete Abendessen zuzubereiten. Fürs Kochen reichte die Hitze locker aus, die abgestrahlte Wärme zog in der hohen Hütte hauptsächlich nach oben, während es unten recht frisch blieb und für ein paar kalte Füße sorgte. Nach dem üppigen Abendmahl war wie häufig Spieleabend angesagt, und auch als die Beleuchtung mangels Energie in der Batterie streikte, spielten wir mit mitgebrachtem Licht weiter.In der Nacht machte sich die Form der Hütte unangenehm bemerkbar, denjenigen, die oben schliefen war es zu warm, in der unteren Etage konnten es nicht genug Decken sein.
Nach dem Frühstück teilten wir uns auf: die einen hatten großes Interesse am Rodeln, andere suchten Geocaches erst an der Skipiste und freuten sich ein paar Höhenmeter später über den einfachen Cachefund am Lanerköpfl. Wir genossen dort oben eine Weile die 360°-Panoramaausicht und stiegen nach kurzer Pause runter zur Halsgatterkapelle, wo wir uns nochmal aufteilten. Ein paar wollten weiter rauf zum Rossköpfl, der große Rest kehrte zur Hütte zurück. Der weglose und steile Abstieg mit Schneeschuhen war für uns eine neue und spaßige Erfahrung.
Für den Nachmittag hatten die Organisatoren noch eine Weiterbildung vorbereitet. Für die meisten war es die erste Berührung zum Thema Lawinenverschüttetensuche, für andere eine Auffrischung. Mit LVS-Gerät, Sonde und Schaufel ausgestattet versuchten wir verborgene Gegenstände im Schnee zu finden. Trotz des ernsten und wichtigen Themas kam der Spaß dabei nicht zu kurz. Danach stand wieder vorabendliche Pflicht auf der Agenda: Gemüse schneiden (inklusive Rosenkohl, der nicht bei jedem gut ankommt).Nach der gestrigen Dunkelerfahrung gingen wir sparsam mir der Lichtenergie um, und die reichte heute ziemlich genau bis zu dem Zeitpunk, wo eh jeder in Richtung Lager wollte. Anders als am Vortag war die Bude heute gut durchgeheizt, am folgenden Morgen jammerte keiner mehr über eine kalte Nacht.Nach dem Frühstück stieg ein Teil der Teilnehmer ins Tal ab, für andere war mittags noch ein Treffen mit einem lokalen Geocacher an der Markbachjochalm geplant. Die Rückfahrt schafften wir dann alle noch vor dem nachmittäglichem Stau in Richtung München.
Wir durften auf der Rieplalmhütte ein tolles Wochenende verbringen, freuen uns jetzt dennoch auf eine warme Dusche.
Es ist wieder so weit! Die Bergcacher wollen angrillen. Wie immer bei Wanderungen im späten Winter oder frühen Frühjahr stellt sich die Frage nach der Schneelage. Und heuer war der Aufstieg komplett schneefrei, nicht nur weil wir mit dem Großen Madron ein einigermaßen niedriges Ziel hatten, es war für Ende Februar auch ungewöhnlich warm: T-Shirt Wetter!Schwieriger war die Frage nach der Anreise nach Flintsbach, da just an unserem Grilltag der ÖPNV in München bestreikt wurde. Daher war der Großteil der zahlreichen Teilnehmer per PKW angereist. Im Vorfeld sorgte auch noch die Ankündigung von Baumfällarbeiten im Gebiet um den Petersberg für Unsicherheit, es gab aber zum Start unserer Tour Entwarnung.
So stand einer Frühjahrswanderung zum Großen Madron nichts im Weg. Da wir eine Runde gehen wollten, war unser erstes Ziel der Eingang zur Wolfsschlucht. Dank des reichlich vorhanden Schmelzwassers waren die imposanten Wasserfälle gut gefüllt, diese Gelegenheit für Videos und Fotos ließ sich niemand entgehen. Auf dem Weg durch die Schlucht wurde uns auch wegen zahlreicher Geocaches, die hier versteckt sind, nie langweilig.
Mit ein paar Minuten Verspätung erreichten wir gegen Mittag den Gipfel des Großen Madrons, der große Picknicktisch war ruckzuck zur Outdoor Küche umfunktioniert. Hauptsächlich Bratwürste, aber auch Grillkäse und vegane Grillgerichte brutzelten in den mitgebrachten Pfannen. Das Essen schmeckte, der Aufenthalt in der wärmenden Frühjahrssonne war sehr angenehm, aber irgendwann mussten wir wieder los. Wir packten alles zusammen, der Geocache am Petersberg war unser nächstes Ziel. Nicht weit von diesem Cache verführte uns die Gastronomie zur nächsten Pause. Nach Kaffee, Radler und Kuchen traten wir endgültig den Abstieg an, wo weitere Geocaches zu finden waren. Unten an der Ruine trennten sich unsere Wege, die einen zum Auto, andere zur Bahn und wieder andere machten noch einen ausgedehnten Spaziergang, weil’s Wetter einfach so schön war.
Motivation
Auf dem höchsten Berg Deuschland zu stehen ist an sich schon Motivation genug. Für bergaffine Menschen ist der Anstieg durchs Höllental ein unvergleichliches Erlebnis.Und dann wurde auf halber Höhe zwischen Brett und Gletscher vor 25 Jahren ein Geocache versteckt, einer der ältesten Bayerns. Dieser kurz „Timberline“ genannte Cache ist daher für uns Geocacher eine ganz besonderes Ziel.
Planung und Erwartungen
Mit einem halben Jahr Vorlauf begann die Planung dieser anspruchsvollen Tour über den Hölltalferner und den Klettersteig hoch zur Zugspitze. Hüttenreservierung, unsere Bergführer Sepp und Cat sowie die acht Teilnehmer standen recht bald fest. Schnee und Regen blieben jedoch bis zum Beginn der Tour die beherrschenden Themen.
Die Erwartungen der Gruppe deckten ein entsprechend weites Spektrum ab: von der Vorfreude auf den Timberline als einen der ältesten Caches Deutschlands, über die Spannung vor der für manche ersten Gletscherüberschreitung, bis zur Sorge über einen nicht enden wollenden Regen und 20 cm Neuschnee im Klettersteig.
Anreise und Aufstieg zur Hölltalangerhütte
Am Donnerstag reisten wir an, aus dem Münchner Umland bzw. aus Bamberg. An der Bergschule Vivalpin in GAP, unserer Bergführerschule, komplettierten wir unsere Ausrüstung. Gut bepackt mit Steigeisen, Gamaschen, Regenschutz und vielem mehr machten wir uns bei warmen Temperaturen vom Wanderparkplatz Hammersbach auf.
Dabei ernteten wir ein paar mitleidige Blicke von Touristen in Sommerkleidung. Der Steig durch die Hölltalklamm war wie immer beeindruckend, recht nass und für einen von uns sogar Premiere.
Und wie immer pausierten im anschließenden Steinschlagbereich ahnungslose Wanderer. Wir warnten sie vor der unsichtbaren Gefahr über ihnen und nötigten sie zu einem Ortswechsel. Diese ersten 770m Aufstieg bis zur Hölltalangerhütte sollten nur ein kleiner Warm-up für den Folgetag sein.
Lagebesprechung und Aufbruch
Pünktlich um 6 Uhr trafen Sepp und Cat am Freitag früh an der Hütte ein. Nach einem letzten Frühstück gab es die Lagebesprechung. Dabei wurden Umkehrpunkte bzw. Point-of-no-return klargestellt.
Aufbruch war um 7:30 Uhr bei Regen, der letztlich bis zum Timberline anhielt. Den davor liegenden ersten Klettersteig mit Leiter und Brett konnten wir gut meistern. Die ersten Sonnenstrahlen pünktlich am unteren Rastplatz gaben einen richtigen Motivationsbooster.
Über Geröllfeld, Schnee und Gletscher
Gegen 10:15 Uhr erreichten wir das Geröllfeld, den ersten Schnee und damit die Hälfte der Tages-Höhenmeter. Sepp spurte voraus, Cat war die Lumpensammlerin am Ende. Dazwischen gingen wir in wechselnder Reihenfolge.
Durch den Neuschnee war der Gletscher gut zu gehen: keine Spalten, kein schweres Stapfen, nicht zu heiß. Bald hatten wir den Klettersteig-Einstieg im Blick, eine kleine Gruppe war vor uns, ein weitere hinter uns.
Auf den gegenüberliegenden Felswänden glitten immer wieder Lockerschnee-Lawinen die Felsen herunter. Zusammen mit mitgeführtem Geröll füllten sie den nach oben enger werdenden Kessel mit einem prägnanten, nicht nachlassenden Donner. Gottseidank geschah das immer in gebührendem Abstand von uns.
Randkluft und Klettersteig
Kurz vor 12 Uhr standen wir endlich an der berüchtigten Randkluft, die heute kaum eine Handspanne breit war. Sepp instruierte uns noch einmal. Schließlich sind hier die ersten 40 m Einstieg bereits die Schlüsselstelle.
Durch Nässe und Schnee zeigte der Klettersteig erschwerte Bedingungen. Auch wenn er gespurt war, gab es immer wieder fehlende Trittstufen, vom Schnee vergrabene Drahtabschnitte und Ausrutscher, alles ohne fatale Folgen. Nach oben hin traten bei einigen auch Konditionslücken zutage.
Unsere Bergführer hatten am Vortag Fixseile an kritischen Stellen gelegt, sodass der Steig zu 95 % gesichert war.
Letzte Rast, Gipfel und Fazit
Gipfelkreuz und Bergstation schienen jetzt schon zum Greifen nah und waren doch noch 40 Minuten weg. Kurz vor 15 Uhr erreichten wir euphorisch den Gipfel, der für ein Gruppenbild gerade so eben Platz bot.
Leider hatte damit auch die Einsamkeit der Tour ein Ende. Im Sommer ist der Klettersteig wahrscheinlich einfacher, dafür haben Gletscher und Randkluft mehr Tücke; und an heißen Tagen muss man sich gut mit Wasser eindecken. Unter den heutigen Bedingungen war es für uns Teilnehmer die beste Entscheidung, diese Tour mit Bergführern zu unternehmen.
Der Weg der historischen Bockerlbahn ist nicht gerade bekannt für Einsamkeit und Ruhe. Aber mit Spürsinn und Abenteuerlust lassen sich dennoch einsame Pfade abseits der Massen finden.
So ein Weg war das Ziel einer kleinen Wanderrunde. Die begann an der Kirche am Spitzingsee. Wir folgten anfangs den Spuren der Bockerlbahn talabwärts in Richtung Valepp. Auch Geocaches erinnern an diese historische Bahnlinie. Dieser Spazierweg war irgendwann zu Ende, und wir bogen in einen unscheinbaren Pfad ein, der uns im dichten Bergwald nach oben führte. Wegen des Regens der letzten Tage war dieser Anstieg auf nassem Buchenlaub teilweise eine ziemliche Rutschpartie.
Wir querten steile Grashänge, balancierten vorsichtig über bemooste Steine in Bachläufen, und kletterten über quer liegende Baumstämme. Nach einer guten Stunde lichtete sich der Wald, der Untergrund wurde grasiger und trockener. Zwischenfazit der Teilnehmer: Interessanter Pfad, den aber keiner im Abstieg machen würde. Schließlich ging es in Serpentinen am sonnigen Südhang runter zur nicht bewirtschafteten, womöglich verlassenen Oberhoferalm. Dort ließen wir uns auf der Sonnenterrasse für eine ausgiebige Pause nieder. Es waren danach nur noch wenige Höhenmeter Abstieg bis zum Trubel auf dem offiziellen Wanderweg. Jetzt mussten wir wieder bergauf gehen, aber mit dem Blecksteinhaus als Ziel kamen wir motiviert voran. Dort war die Kuchentheke leider schon geplündert, aber jeder Teilnehmer fand die für ihn passende Stärkung und Belohnung für diese Runde. Die war zwar noch nicht komplett, aber zurück zum Spitzsingsee war es nicht mehr weit, und das Weidevieh machte uns bereitwillig Platz.