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Anfang September stand das fast schon traditionelle Trainingslager der Leistungskader drei und vier an. Seit mehreren Jahren starten die jüngsten Leistungskletternden des Kletterteams München & Oberland um diese Zeit gemeinsam zu mehreren Klettertagen an den Fels und immer wieder nehmen auch Kletternde aus dem Elitekader von München & Oberland daran teil. Letztes Jahr war es das Pitztal und auch dieses Jahr ging es wieder nach Tirol, dieses Mal in die Kitzbüheler Region. Im Kletterteam gilt dieses Trainingslager inzwischen als eines DER Jahresereignisse schlechthin, das nicht verpasst werden sollte.
Wegen Schauern starteten die 20 jungen Talente mit einer knackigen 4 stündigen Trainingseinheit in der Rosenheimer Kletterhalle um dann gegen Abend ihr „Headquarter“ in der Wildschönau bei Christl (www. gruppenhaus.de – es gibt Kicker, Tischtennis und Volleyballfeld) zu beziehen.
Am nächsten Tag ging es an den Tomsaibeach, der nicht nur eine überhängende anspruchsvolle Schiefer-Sandstein Wand mit ca. 25 Routen bis 7c+ aufweist, sondern nebenan auch eine fantastische (eiskalte) Gumpe bietet, die aus bis zu 15 m Höhe (Einheimische) spannend eingesprungen werden kann. Abenteuer und Leistungsgedanke wurden so hervorragend kombiniert.
Voller Freude ging es am nächsten Tag an das weiter weg gelegene Auerwandl, das gerade für jüngere Talente ideal ist. Dort stand Felserfahrung sammeln, Routen einrichten, straigther Vorstieg im geneigten und senkrechten Gelände auf dem Plan. Herauskam der eventuell belastendste Tag für die Kletterfanatics und ihre Trainer*innen, weshalb am vierten Tag erneut der näher gelegene Tomsaibeach angesteuert wurde. Nachdem u.a. eine anspruchsvolle 7b durch Kyra, Nia und Kilian (München-Oberland-Kader) abgehakt wurde, rundeten die Jungathlet*innen den Tag mit einem weiteren, „strammen“ Gumpenbesuch ab. Erschöpft und zufrieden fielen die Athlet*innen am späten Abend ins wohlverdiente Bett.
Mitglieder von Leistungskader zeichnen sich dadurch aus, dass sie bei Belastung über sich hinauswachsen, was als eines der wichtigsten Kennzeichen für ein hohes Wettkampfpotential gilt. Ohne Frage stand deshalb am 5. Tag eine mindestens genauso knackige Trainingseinheit wie am 1. Tag in der Kletterhalle Rosenheim auf dem Programm. Einige trafen deshalb tatsächlich mit blutigen Fingern am Abend an der DAV-Kletterhalle in München-Thalkirchen ein, wo ihre Eltern schon sehnlich auf ihre müden aber nicht minder glücklichen Schutzbefohlenen warteten.