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Ein Blick zurück

Die Gründung der Sektion München

Die Geschichte des Alpinismus wurde und wird bekanntermaßen meist "mit viel Luft unterm Hintern" geschrieben – auf steilen Gipfeln und in schwierigen Wänden. Deutlich seltener gehen alpine Taten in die Chronik ein, die im Tal vollbracht werden. Wer es darüber hinaus schafft, an einer alpinistischen Sternstunde in sitzender Position mitzuwirken, der tut noch Bemerkenswerteres. Und nur an äußerst glücklichen, raren Tagen gelingt es sogar im Wirtshaus! Ja, es ist möglich, wie der 9. Mai 1869 beweist. An diesem Sonntag schrieben der Tiroler "Gletscherpfarrer" Franz Senn, der Prager Kaufmann Johann Stüdl, der Münchner Student Karl Hofmann und der Münchner Buchhändler Theodor Trautwein Alpinismusgeschichte. Sie initiierten etwas Neues, etwas Großes, indem sie im damaligen Münchner Gasthaus "Zur Blauen Traube" in der Dienerstraße gemeinsam mit 32 Mitstreitern ihre Unterschrift auf die Gründungsurkunde der "Münchner Section" setzten. Der Deutsche Alpenverein war geboren.

Das Gründungslokal "Zur Blauen Traube"
Was war das für ein Same, der damals auf sehr fruchtbaren Boden fiel? Welchem Umfeld entsprang jener Funke, der im Laufe von fünfzehn Jahrzehnten zu einem nicht für möglich gehaltenen Feuersturm der Bergbegeisterung im Zeichen des Edelweiß anschwoll? Das Münchner Bergpanorama war dasselbe wie heute – doch vieles andere war damals, im Mai 1869, anders.

Bayern war Königreich! Der große, kurzlebige Münchner Alpinist des 19. Jahrhunderts, Georg Winkler, befand sich gerade noch im Mutterleib, auch Mahatma Gandhi und Lenin waren noch nicht geboren. Bis zur Grundsteinlegung von Schloss Neuschwanstein sollte es noch wenige Monate dauern. Noch ein Jahr bis zum Deutsch-Französischen Krieg, zum Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes und zu Hermann von Barths Karwendel-Sommermärchen mit 88 Gipfeln. Fünf Jahre bis zum ersten Fußballspiel in Deutschland. Zehn Jahre bis zur Erfindung der Glühbirne. Gar hundert Jahre noch bis zur Mondlandung. Die Meldung von der Erstbesteigung der Grandes Jorasses war noch ganz frisch, Whympers Matterhorn-Erfolg kaum vier Jahre her, und der bereits 1862 gegründete Österreichische Alpenverein befand sich als Sechseinhalbjähriger gerade im kritischen Alter der Kinderkrankheiten, während sich im britischen Alpine Club schon seit über einem Jahrzehnt ein erlesener Bergsteigerkreis über seine Alpenabenteuer austauschte.

Noch bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein waren weite Teile der Alpen so gut wie unbekannt und kaum erforscht. Bergsteigen bedeutete: auf Alm- und Jagdsteigen hinaufsteigen, so weit man kommt, dann weglos weiter. Statt topografischer Karten und verlässlicher Führerliteratur hatte man bestenfalls mündliche Informationen von Einheimischen dabei, oder man ließ sich gleich von Jägern und Holzknechten hinaufführen. Kleidung und Ausrüstung waren improvisiert und wogen schwer, und übernachtet wurde, wenn die Tour nicht als Gewaltmarsch vom Tal aus durchgeführt wurde, in flohverseuchten Holzverschlägen. Nicht die "einfachen Leut" gingen unter diesen rauen Bedingungen zum Bergsteigen, sondern es waren meist Forscher, Vermesser, Offiziere, Adelige und Geistliche, die am Vorabend der Alpenvereinsgeschichte die Erstbesteigungen unter sich ausmachten.

In dieser Zeit also wurde die Alpenvereinssektion München aus der Taufe gehoben. Was bewog die 36 Gründungsmitglieder zu ihrer schöpferischen Tat? Es war ihre Bergbegeisterung, eine ganz neu erwachende Bergbegeisterung! Diese hatten sie bereits in loser Form mit Stammtisch, Vorträgen, Diskussionsrunden und natürlich Bergtouren gelebt und gepflegt – und wollten nun mehr. Zudem sahen sie ihre Heimat und Zukunft nicht im Österreichischen Alpenverein, bei dem manche von ihnen Mitglied waren, da dieser sich in eine theoretische und akademische Richtung entwickelt hatte. Stattdessen stellten sie sich einen neuen Alpenverein vor, der zwar bildungsbürgerlich geprägt war, aber nicht elitär und zentralistisch, sondern ähnlich wie der 1863 gegründete Schweizer Alpen-Club aus dem Wirken vieler lokaler Sektionen heraus agieren sollte; einen pragmatischen und aktiven Alpenverein, der an der Erschließung der Alpen nicht nur auf wissenschaftlicher Ebene mitwirkte, sondern der den Bergsteigern im wahrsten Sinne des Wortes den Weg frei machte. Und diesen Alpenverein, von dem sie träumten, den gründeten sie an jenem 9. Mai 1869 nun selbst!

Die Gründungsväter
Wichtigste satzungsgemäße Zielsetzung war zunächst der Bau von Hütten und Wegen in den Ostalpen, deren bergsteigerische Erschließung und die Publikation von Informationen zu Alpenreisen und Hochtouren. "Die Kenntniss der deutschen Alpen zu verbreiten und zu erweitern, die Bereisung derselben zu erleichtern", hielt man in § 1 der ersten Vereinsstatuten fest. Zum Verständnis des ursprünglichen Verhältnisses zwischen Sektion und Gesamtverein ist festzuhalten: Gegründet im formalen Sinne wurde am 9. Mai 1869 zwar nur die Sektion München; diese war jedoch von Anfang an als "Keimzelle" eines allgemeinen Deutschen Alpenvereins mit vielen gleichberechtigten Sektionen gedacht. Somit ist die Gründung zugleich auch als Geburtsstunde des Gesamtvereins DAV aufzufassen, der zunächst in Personalunion von der Sektion München geführt wurde und mit dem Entstehen weiterer Sektionen nach und nach als Verband Wirklichkeit wurde.

Der Erfolg der Gründung übertraf alle Erwartungen: Innerhalb weniger Wochen formierten sich in vielen deutschen und österreichischen Städten weitere Sektionen, sodass nach zehn Monaten bereits 22 Gruppierungen und 1070 Einzelmitglieder existierten. Bereits 1873 verschmolzen der Deutsche und der Österreichische Alpenverein zum "DuOeAV". Die Aktivitäten des Vereins nahmen Fahrt auf: Von der Erkundung von Bergregionen, der Berichterstattung und Kartografie über den Hüttenbau und die Betreuung von Wege-Arbeitsgebieten bis hin zu kulturellen Aktivitäten, der Organisation des Bergführerwesens und sozialem Engagement zugunsten der Bergbevölkerung befasste man sich nach und nach auf immer breiterer Ebene mit den Alpen, später trat u. a. noch die Bergrettung hinzu.

Centralausschuss des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins
Die Bergbegeisterung erfasste immer weitere Bevölkerungskreise, ein regelrechter Bergtourismus wuchs heran, und die Erschließung der Alpen schritt vor allem in Form immer neuer und immer komfortablerer Hochgebirgshütten rasant voran. Kein Wunder, dass vor diesem Hintergrund gegen Ende des 19. Jahrhunderts neue, große Herausforderungen am Alpenvereinshorizont heraufzogen: ethische Fragen, vereinspolitische Grundsatzdebatten, schließlich auch der allmählich ins Bewusstsein rückende Naturschutzgedanke – doch das ist eine andere Geschichte.

150 Streiflichter aus der Geschichte der Sektion München

Wir bringen im Laufe des Jahres die 150 bedeutendsten Ereignisse aus dem Werdegang der Sektion München auf den Punkt: 150 Streiflichter in kurzer und knackiger Form, von der Vorgeschichte bis in die Gegenwart. Alle zwei bis drei Tage kommt ein neues Streiflicht dazu, das chronologisch eingereiht wird. Eine ausführlichere und zusammenhängende Darstellung der Sektionsgeschichte erscheint in in den diesjährigen Ausgaben des Bergmagazins »alpinwelt«.



 


1866/67: Münchner Bergsteigerrunde formiert sich

Eine von Karl Hofmann ins Leben gerufene Münchner Bergsteigerrunde trifft sich ab dem Winter 1866/67 regelmäßig im "Blauen Esel" nahe dem Isartor und veranstaltet Vorträge, Diskussionsrunden und Bergtouren. Einige der späteren Gründungsmitglieder der Sektion München – zum Beispiel Hofmann selbst und Theodor Trautwein – sind bereits in dieser Runde vertreten.

Was 1867 noch geschah: Erstbesteigung von Piz Badile und Olperer – Entdeckung von Machu Picchu



 


1876–1919: Marie Therese von Bayern ist Sektionsmitglied

In den ersten Jahrzehnten liest sich das Mitgliederverzeichnis der Sektion München wie ein Who's who illustrer Persönlichkeiten. Neben Namen wie Pschorr, von Miller, von Seidl und Fritz Schäffer war auch Marie Therese von Österreich-Este, von 1913 bis 1918 die letzte Königin von Bayern, Sektionsmitglied. 1879 schenkte sie der Sektion ein selbst gemaltes, 7,62 m breites Bergpanorama aus dem Rätikon (ein kleiner Ausschnitt davon: siehe Bild).

Was 1879 noch geschah: Erstbesteigung des Feldkopfs (später: Zsigmondyspitze) – Erste Ölpipeline



 


1882: Die Dokumentation einzelner Touren der Sektionsmitglieder wird aufgegeben

In den Jahren 1877 bis 1882 fordert die Sektion München von ihren Mitgliedern Fahrtenberichte ein, in denen die absolvierten Touren und Gipfel vermerkt waren. Aus praktischen Gründen wird dies 1882 aufgegeben. Erst die Skiabteilung unternimmt später einen neuerlichen Versuch, die Taten ihrer Mitglieder anhand der Fahrtenberichte zusammenzustellen, bekommt aber so wenig Resonanz, dass eine aussagekräftige Bilanz nicht möglich ist.

Was 1882 noch geschah: Erstbesteigung des Dent du Géant (4013 m) – Eröffnung des Gotthardtunnels



 


1888: Eröffnung des Watzmannhauses

Mit dem 1887/88 erbauten Watzmannhaus auf dem Falzköpfl wird der erste von der Sektion München selbst übernommene Hüttenbau verwirklicht. Erster Hüttenwirt ist der berühmte Johann Grill, der "Kederbacher", der 1881 die erste Durchsteigung der Watzmann-Ostwand schaffte. Schon bald platzt die Hütte aus allen Nähten, weswegen sie in den Jahren 1894, 1911 und 1925 nach und nach erweitert wird.

Was 1888 noch geschah: Georg Winkler stürzt am Weisshorn ab – Vincent van Gogh malt die "Sonnenblumen"



 


13.01.1899: Gründungsversammlung der Sektion Oberland

Bereits 1894 hatten sich in Münchnen ansässige Mitglieder der Sektion Mittenwald unter der Bezeichnung "Mitgliedschaft München der Sektion Mittenwald" zu einer losen Vereinigung zusammengeschlossen. Nachdem sie 1898 von der Muttersektion keine Unterstützung für ein alpines Arbeitsprojekt im Karwendel erhielten, beschloss am 28.12.1898 eine in den "Augustiner" einberufene Versammlung die Gründung einer neuen Sektion "Oberland".

Was 1899 noch geschah: Erstmals erleiden Skifahrer Lawinentod – Führerscheinpflicht mit Fahrprüfung in Frankreich



 


1904: Erste Geschäftsstelle der Sektion

Nachdem Verwaltung und Korrespondenz der Sektion über Jahre hinweg in den Geschäften der Sektionsvorstände erledigt wurden, werden 1904 erstmals Räumlichkeiten für eine eigene Geschäftsstelle angemietet: im Evangelischen Vereinshaus in der Mathildenstraße, wo auch die Sektionsvorträge stattfinden und seit 1898 die Bücherei untergebracht ist. Auch ein Geschäftsführer wird eingestellt. 1908 folgt der Umzug in die Brunnstraße.

Was 1904 noch geschah: Erstbesteigung des Picu Urriellu (Picos de Europa) – Eröffnung der New Yorker U-Bahn



 


22. Januar 1913: Die Skiabteilung wird gegründet

Nachdem sich seit der Jahrhundertwende der zuvor nur von Einzelnen praktizierte Skisport in München immer größerer Beliebtheit erfreut, entsteht auch in der Sektion München der Bedarf nach einer organisierten Skigruppe. Folglich wird am 22. Januar 1913 von 32 Mitgliedern die Skiabteilung gegründet – als erste Untergruppe der Sektion München. Leiter der Gruppe ist Albert Link, der dieses Amt 29 Jahre lang, bis 1942, ausübt.

Was 1913 noch geschah: Erstbesteigung Denali und Olymp – Bayern hat gleichzeitig zwei Könige (Otto I., Ludwig III.)



 


1923: Gründung der Jugendabteilung der Sektion München

Als dritte Sektionsgruppe nach Ski- und Lichtbildabteilung wird Anfang 1923 die männliche Jugendabteilung gegründet. Erste Gruppentour ist eine Flachlandwanderung: am 22. April von Grafrath nach Gauting. Gruppenleiter ist Otto Gerhard, der bereits 1925 am Blankenstein tödlich verunglückt. Damit beginnt die Ära der heute so wichtigen Jugendförderung und -ausbildung in der Sektion München, 1948 folgt eine weibliche Jugendgruppe.

Was 1923 noch geschah: Erstbegehung der Piz-Badile-Nordkante – Ein Brot kostet über 100 Milliarden Reichsmark



 


1928: Die Sektion München erwirbt die Markbachjochhütte

Die Sektion München erwirbt die Markbachjochhütte, die spätere Dr.-Erich-Berger-Hütte, als Skitourenstützpunkt für ihre Mitglieder. Die kleine Selbstversorgerhütte in den Kitzbüheler Alpen taucht in manchen Karten auch mit den Namen Marchbachjochhütte und Münchner Hütte auf. Sie steht bis 1983, als sie wegen maroder Bausubstanz abgerissen werden muss und durch einen Neubau ersetzt wird.

Was 1928 noch geschah: Erstbegehung Grundschartner-Nordkante (V+/A0) – Walt Disney erfindet Micky Maus



 


1932: Deutsch-amerikanische Nanga-Parbat-Expedition

Willi Merkl, Mitglied der Sektion München und Halbbruder von Karl Maria Herrligkoffer, leitet die deutsch-amerikanische Nanga-Parbat-Expedition 1932, die erste von sechs deutschen Nanga-Parbat-Expeditionen in den 30er-Jahren. Der Nanga Parbat bleibt unbestiegen, als Erfolg können aber die Erstbesteigungen von Chongra Peak (6830 m) und Rakhiot Peak (7070 m) sowie die Entdeckung der legendären "Märchenwiese" verbucht werden.

Was 1932 noch geschah: Gründung der UIAA als internationaler Bergsportverband – Erste deutsche Autobahn (A 555)



 


1948: Gründung der Hochtouristengruppe (HTG)

Bereits 1947 hatten sich bergsportlich ambitionierte Sektionsmitglieder als "Hochtouristengruppe" zusammengefunden. Offiziell gegründet wird die HTG allerdings erst 1948 unter Franz Jahn, die anfangs 16 Mitglieder stammen fast alle aus der Jungmannschaft. Anspruchsvolle Touren werden zum Markenzeichen der HTG (Bild: Totenkirchl-Westwand), zwei Mitglieder sind 1953 sogar an der Erstbesteigung des Nanga Parbat beteiligt.

Was 1948 noch geschah: 1. komplette Überkletterung des Salbitschijen-Westgrats – Einführung der Deutschen Mark



 


20. Januar 1951: Eine Lawine beschädigt die Knorrhütte

In den schneereichen Wintern 1951 und 1952 erreichten mehrere Lawinen von der Inneren Höllentalspitze die Knorrhütte auf dem Zugspitzplatt. Dank der speziellen Bauweise und der massiven Schutzmauern wälzten sich die Schneemassen über das Dach der Hütte hinweg. Die schwerste Lawine ging am 20. Januar 1951 ab – die Knorrhütte war zu dieser Zeit voll bewirtschaftet! – und beschädigte hauptsächlich die Glasfenster.

Was 1951 noch geschah: Erstdurchsteigung Grand-Capucin-Ostwand – Skandalfilm "Die Sünderin" mit Hildegard Knef



 


15. Februar 1969: Gründung des Verbands Deutscher Berg- und Skiführer

Die Sektion München spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte des Bergführerwesens: Bereits 1869 wird ein "Führerverein" innerhalb der Sektion gegründet, und später beteiligt sich die Sektion unter anderem an der Ausbildung und Prüfung von Bergführern. Erst im 20. Jahrhundert lösen sich die Berufsbergführer aus dem Alpenverein und organisieren sich 1969 in einem eigenen Verband, dem Verband Deutscher Berg- und Skiführer.

Was 1969 noch geschah: Erstbegehung der Zmuttnase am Matterhorn – Mondlandung



 


1977: Grundsatzprogramm des Deutschen Alpenvereins

In seinem Grundsatzprogramm von 1977 bekennt sich der DAV zur umwelt- und sozialverträglichen Entwicklung und zum Schutz der Alpen. Neben zahlreichen Leitlinien, Positionen und Handlungsbeispielen werden darin z. B. weitere Hüttenneubauten abgelehnt und die Erschließung des Alpenraums für abgeschlossen erklärt. 1994 (unter entscheidendem Mitwirken der Sektion München), 2011 und 2013 folgen Aktualisierungen der Erklärung.

Was 1977 noch geschah: Erstbegehung der "Pumprisse" (VII) – Entführung der "Landshut" nach Mogadischu



 


1988: Der Kriechbaumhof wird als Vereinslokal angemietet

Der Kriechbaumhof, ein Holzhaus im Münchner Stadtteil Haidhausen, das 1976 in der Wolfgangstraße abgetragen und in Einzelteilen eingelagert worden war, wird 1985 in der nahe gelegenen Preysingstraße wieder aufgebaut. 1988 wird das Haus vom DAV für die Münchner Sektionen als Vereinslokal angemietet und entwickelt sich zu einem wichtigen Treffpunkt für die Jugendgruppen der Münchner DAV-Sektionen.

Was 1988 noch geschah: 1. freie Besteigung des Nameless Tower (Güllich/Albert) – 1. Tollwood-Festival in München



 


1996: Beginn der öffentlichen Vorträge im Münchner Kulturzentrum Gasteig

In der Vortragssaison 1996/97 bietet die Sektion München neben den traditionellen Mitgliedervorträgen im Zunfthaus auch zwei öffentliche und kostenpflichtige Vorträge in der "Black Box" im Gasteig an: am 21.10.1996 "K2 – Traum und Schicksal" von Kurt Diemberger und am 31.01.1997 "Rock-Stars" von Heinz Zak. Bis 2018 finden nun jedes Jahr öffentliche Gasteig-Vorträge statt, ab 1998 unter dem Namen "Alpine Highlights".

Was 1996 noch geschah: Unglück am Mount Everest mit 8 Toten – "Deep Blue" besiegt Garri Kasparow im Schach



 


1. Januar 2000: Kooperation zwischen den Sektionen München und Oberland

Mit dem Beginn des Jahres 2000 tritt die im Jahr zuvor beschlossene Kooperation zwischen den beiden größten Sektionen im DAV, München und Oberland, in Kraft. Damit endet eine jahrelange Phase des Konkurrenzkampfs um neue Mitglieder; stattdessen wird die "Plus-Mitgliedschaft" eingeführt, die Mitgliedschaft in beiden Sektionen zum Preis von einer. Ein gemeinsames Mitgliedermagazin und Veranstaltungsprogramm folgen.

Was 2000 noch geschah: Erstbegehung von "Dreamtime" (Fb 8c) – Brandkatastrophe der Gletscherbahn Kaprun



 


1. Februar 2004: Die Sektion München pachtet Haus und Hütte Hammer

Die Sektion München pachtet Haus und Hütte Hammer im gleichnamigen Ortsteil von Fischbachau im Leitzachtal und öffnet sie bereits eine Woche später für ihre Mitglieder, denen damit erstmals ein Selbstversorgerhaus im Tal (mit Autozufahrt und Bahnanschluss) zur Verfügung steht. Das 1953 erbaute Haus Hammer verfügt zu Beginn über 46 Schlafplätze, heute sind es 63; die Hütte Hammer wird ein beliebter Stützpunkt für Jugendgruppen.

Was 2004 noch geschah: Alex Huber schafft das schwierigste Free Solo ("Kommunist", X+) – Gründung von Facebook



 


2013: Ablehnung der Bewerbung Münchens um Olympische Winterspiele 2022

Die Sektionen München & Oberland sprechen sich gegen Olympische Winterspiele in München bzw. den Bayerischen Alpen im Jahr 2022 aus und erhalten mit ihrem Ablehnungsantrag auf der DAV-Hauptversammlung 2013 70%-ige Zustimmung. Dahinter steht die Überzeugung, dass Veranstaltungen solcher Größenordnung mit derartig kommerzieller Ausrichtung zu Auswirkungen führen, die aus Sicht des Alpenschutzes nicht vertretbar sind.

Was 2013 noch geschah: Alle AV-Karten der Reihe "BY" sind erschienen – Enthüllungen E. Snowdens, NSA-Affäre



 


... und es geht weiter! Alle zwei bis drei Tage kommt ein neues Streiflicht hinzu.