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"Die Bayern-Haute-Route"

← mehr "Sehnsuchtstouren"


mit Tourenski von Benediktbeuern nach Brannenburg


Tolle Lichtstimmung in den Bayerischen Voralpen

von Ina und Edu Koch

 

Haute Route – das klingt nach Frühjahr, Gletscher, Firn. Von Hütte zu Hütte, über Scharten und Gipfel, ab und zu ein Tal queren. Dann heißt es: Ski tragen, weil unten schon alles aper ist. Oft heißt es auch: überfüllte Hütten, aufstehen noch in der Nacht, damit später, bei der Abfahrt, der Firn nicht zu weich wird. Haute Route – das klingt nach Argentière und Zermatt. Oder "Haute Route Soleil", oder "Tessiner Haute Route" ... Inzwischen hat sich der Begriff für viele andere Skidurchquerungen eingebürgert, ob mit oder ohne Gletscher. Aber allen ist eines gemeinsam: Man unternimmt sie in der Regel im Frühjahr; Wetter und Bedingungen sind dann stabiler als im Hochwinter. Und sie liegen nicht vor der Haustür.

Vor der Haustür liegen die Bayerischen Alpen, nicht sehr hoch, nicht sehr spektakulär. Aber dennoch ein Skitouren-Eldorado. Die Sektionen München und Oberland haben eine Reihe von Selbstversorgerhütten, die auch im Winter erreichbar sind und sich als Stützpunkte anbieten. Wir kennen sie alle. Im Sommer und im Herbst sind sie ideal für ein Familienwochenende, und im Winter haben wir sie schon oft als Stützpunkt für Skitouren genutzt. Warum nicht einmal alle aneinanderhängen? Die Idee für die "Bayern-Haute-Route" war geboren, für eine Skidurchquerung, die uns von Benediktbeuern nach Brannenburg führen sollte, vom Loisachtal ins Inntal.


»Auch die vielbesuchten Bayerischen Hausberge
bieten viel Raum für Ungewöhnliches und Neues.«

 

Wir nehmen die Idee vom "Skitourengehen umweltfreundlich" beim Wort und lassen das Auto zu Hause, es würde uns ohnehin nichts nutzen. Die Bahn bringt uns nach Benediktbeuern. Der Anfang der Tour ist typisch für eine Haute Route: Ski tragen. Nicht, weil es in diesem Winter an Schnee mangelt: Aber vom Bahnhof zum Berg geht es erst durch den Ort. Wir gönnen uns noch einen Kaffee in der Dorfbäckerei, dann steigen wir von Westen her zur Probstalm auf, auch für uns ein neuer Weg. Es geht recht lang durch den Wald, meist über Forststraßen, teils auf kleinen Wegen, nicht abfahrtsfreundlich, aber wir steigen ja auf. Der Wald ist dick verschneit, die Stämme zusätzlich mit Anraum bekleistert, ein Hochwintermärchen. Dann treten wir in der Nähe der Tutzinger Hütte aus dem Wald und stehen unter der Westseite der Benediktenwand. Sie wirkt im Winter unnahbar, fast westalpin.

# 4/2012

verehrt ersehnt, verboten

 

ganze Ausgabe lesen


Aufstieg zum Hennenkopf, im Nebel der Probstkessel, hinten Mitte: Latschenkopf

Wir ärgern uns, dass es schon so spät ist. Wenn wir jetzt mehr Zeit hätten, könnten wir den Gipfel mitnehmen. Spuren gibt es keine, aber wir kennen die Benediktenwand vom Sommer, und eine Besteigung mit Ski oder sogar eine Überschreitung von hier aus sollte möglich sein. So aber gehen wir weiter Richtung Tutzinger Hütte und zum Glenner Bergl. Die Landschaft steht den "großen" Bergen in nichts nach. Im Traumpulver schwingen wir hinunter zur verfallenen oberen Hausstattalm und steigen auf den Hennenkopf, bevor wir zur Probstalm abfahren.

Vom einsamen Probstalmkessel queren wir tags darauf auf der Südseite des Latschenkopfes zum Idealhang und stehen schlagartig mitten im Pistentrubel des Brauneck-Skigebietes. Entlang der Pisten erreichen wir Wegscheid und durchqueren das Isartal – Ski am Rucksack, denn wir sind ja auf einer Haute Route –, bevor wir erneut mit Fellen aufsteigen. Es ist eigentlich der klassische Anstieg zum Schönberg, dem wir folgen. Aber noch bevor wir Maria Eck erreichen, lacht uns der Südhang an, der hinauf zum Grat über der "Feile" führt. Hier haben wir noch nie eine Spur gesehen. Oft ist der Hang aper, zudem recht steil. Doch heute schaut er gut aus und wir machen uns an die Spurarbeit. Es ist steiler als gedacht, Spitzkehrentraining pur mit schwerem Rucksack. Eine halbe Stunde später stehen wir am Grat und können direkt zu unserem Tagesziel, zur Rauhalm, schauen – und dann hinunterfahren.

 

»Unberührte Hänge,
einsame Aufstiege im Wald, urige Hütten
– jeder Tag bleibt unvergesslich.«

 

Bei guten Verhältnissen ist die Abfahrt über die "Feile" eine der schönsten im Rauhalmgebiet, oft unser Tagesabschluss nach einer Besteigung des Seekarkreuzes im Abendlicht. Doch diesmal gibt es ein unerwartetes Hindernis: Wie so oft in diesem Winter hat sich in der mächtigen Schneedecke ein tiefes Schneemaul geöffnet, mit einer zwei Meter hohen Abbruchkante. Darunter liegt die vereiste Grasnarbe offen, und danach geht es wieder zwei Meter hoch auf die Schneemassen. Aber deshalb umkehren? Die Überwindung des Schneemauls wird zu einem spannenden Stück Alpinismus, zumal wir keine Steigeisen dabei haben. Auch nachdem wir das geschafft haben, müssen wir noch ein paar Mal mit den Ski über tiefe Risse steigen, wie über Gletscherspalten – wir sind ja auf einer Haute Route. Dann endlich geht’s im Pulverrausch hinunter zur Rauhalm. Wieder eine Selbstversorgerhütte, und da heute Sonntag ist, sind die letzten Gäste erst vor ein paar Stunden abgereist. Der Kachelofen ist noch leicht warm, und es ist sofort gemütlich. Bald stehen die Spaghetti auf dem Tisch, aus dem Keller holen wir uns eine gute Flasche Rotwein. Oskar, der Hüttenreferent, hat wie immer für einen ausreichenden Getränkevorrat gesorgt.


Geheimnisvolle Nebelstimmung

Unser Essen tragen wir für die ganze Woche mit – alle Varianten von Nudeln und Reis sowie Müsli, Hauptsache kalorienreich und nicht zu schwer. Eigentlich queren wir ja jeden Tag ein Tal, aber oft weit entfernt von Ortschaften. Einkaufen wäre sehr mühsam und würde die Routenplanung stark beeinträchtigen. Wir essen mit dem guten Gefühl, dass morgen der Rucksack wieder ein Kilo leichter ist.

 

»Wer sich selbst verpflegt,
hat viel zu tragen –
doch jeden Tag wird der
Rucksack ein Kilo leichter.«

 

Über den Schönberg erreichen wir am nächsten Tag die Hochplatte. Auch hier wieder an beiden Gipfeln das gleiche Spiel: Riesige Schneemäuler erschweren die Einfahrten vom Gipfel in den Hang, doch diesmal hat vor uns schon jemand eine Spur ausgetrampelt. Danach wieder Pulvertraum pur bis zur Schwarzentennalm. Direkt von dort steigen wir zum Hirschberg auf, ein Aufstieg, der sicher höchst selten begangen wird. Wer hätte das gedacht in den Bayerischen Alpen, wo doch so viele Skitouristen unterwegs sind: Bisher haben wir, außer auf dem Stück Richtung Schönberg, immer unsere Spur selbst anlegen dürfen! Bevor wir zur Gründhütte abfahren, gönnen wir uns noch eine Pulverschneezugabe im Nordosthang des Hirschbergs Richtung Luckenalm, wobei wir das Wildschutzgebiet meiden, der Hang ist groß genug. Auf der Gründhütte sind wir wieder allein, genießen den Abend und die Ruhe. Auch hier waren am Wochenende wohl Gäste, denn die Hütte ist aus den Schneemassen ausgeschaufelt, Gänge führen zur Toilette und zum Brunnen.


Die Blankensteinhütte

Der vierte Tag bringt uns über Kreuth zur Blankensteinhütte. Lange Forststraßenaufstiege führen uns zur Scharte zwischen Daffensteinen und Grubereck. Das Wetter kippt, es bläst, es verfrachtet den Schnee, wir stecken im Nebel und die bislang so entspannte Lawinensituation verschärft sich. Heute sparen wir uns den Gipfel und Extraabfahrten. Im Blindflug tasten wir uns bergab und sind froh, dass wir uns hier einigermaßen auskennen. Die Blankensteinhütte liegt versteckt auf einer kleinen Waldlichtung. Sie ist eiskalt, denn sie bekommt im Winter kaum Sonne, und hier war wohl länger niemand oben. Zudem ist sie groß, und so heizen wir eine ganze Weile, bis es wenigstens vor dem Ofen gemütlich wird. Jetzt rächt es sich, dass wir, um Gewicht zu sparen, auf einen Daunenschlafsack verzichtet haben. Die Null-Grad-Grenze liegt unterhalb der Lager, und unser Atem erzeugt weißen Nebel im Schlafraum. Es liegen noch drei Tagesetappen vor uns, ehe wir uns in Brannenburg wieder in den warmen Zug setzen können: Morgen soll es zur Wildfeldalm gehen, im Spitzing-Gebiet knapp unter der Rotwand. Dann hinab nach Osterhofen und hinauf zur Siglhütte am Wendelstein, und schließlich ins Inntal. Aber das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung. Der Schneesturm tobt, es pfeift wie auf 4000 m Höhe (wir sind ja auf einer Haute Route), und es schneit waagrecht. Irgendwie haben wir das Gefühl, dass wir uns vielleicht mal nach einem aktuellen Wetterbericht und vor allem nach der Lawinenlage erkundigen sollten. Obwohl: Viel Fantasie braucht man nicht, und auch nur ein Lawinen-Basiswissen, um zu erkennen, dass es gefährlich geworden ist. Die Entscheidung, die Tour abzubrechen, fällt, als wir die Suttenstraße erreichen. Sie ist gesperrt, ebenso wie das gesamte Skigebiet am Spitzingsee, es fährt kein Bus. Der Lawinen-Warndienst gibt einen "Vierer" aus, und der Wetterbericht verheißt für die nächsten Tage nichts Gutes.

Also schultern wir schweren Herzens die Ski und beginnen, die Straße nach Rottach-Egern hinunterzulaufen. Wer hätte gedacht, dass man heute hier trampen kann? Ja, man kann: Wir werden vom Schneeräumer bis zur Bushaltestelle am Beginn der Mautstraße mitgenommen. Dort tauschen wir Felle gegen Bayernticket, und die BOB bringt uns wieder nach Hause. Und sie wird uns auch wieder herbringen, wenn wir den letzten Teil unserer bayerischen Haute Route – hoffentlich im nächsten Winter – angehen werden.

Von Selbstversorgerhütte zu Selbstversorgerhütte

Karten, Infomaterial und viele Schlüssel für eine Woche ...


Hinweis:
Die genannten Selbstversorgerhütten stehen nur Mitgliedern der Sektionen München und Oberland zur Verfügung. Buchung und Schlüsselausgabe erfolgen bei der Sektion, der die Hütte gehört.

Eine ähnliche Route lässt sich auch mit bewirtschafteten Hütten planen: Tutzinger Hütte (im Winter nur teilweise bewirtschaftet), Brauneckhütte, Lenggrieser Hütte, Hirschberghaus, Wallberghaus, Albert-Link-Hütte, Rotwandhaus, Talquartier in Osterhofen.

zu den Selbstversorgerhütten...


Ina und Edu Koch sind als Übungsleiterin Skihochtouren bzw. als Bergführer für die Sektionen München & Oberland tätig. Ihre Spezialität sind Skidurchquerungen.


Tagesetappen der "Bayern-Haute-Route":


An- und Abreise erfolgen am besten umweltfreundlich mit der Bahn. Die beschriebene Tour geht nicht über mittlere Schwierigkeiten hinaus, verlangt aber eine gute Kondition, Orientierungsvermögen und in einigen Bereichen sichere Lawinenverhältnisse.

1. Tag: Benediktbeuern – Tutzinger Hütte – Glenner Bergl – Probstalmhütte. Gipfel: Hennenkopf

2. Tag: Probstalmhütte – Sattel beim Latschenkopf – Skigebiet Brauneck – Wegscheid – Maria Eck – Rauhalmhütte

3. Tag: Rauhalmhütte – Schwarzentennalm – Gründhütte. Gipfel: Schönberg, Hochplatte, Hirschberg

4. Tag: Gründhütte – Kreuth – Sattel zwischen Daffensteinen und Grubereck – Blankensteinhütte. Gipfel: Grubereck

5. Tag: Blankensteinhütte – Suttenstraße – Spitzingsee – Wildfeldalm. Gipfel: Bodenschneid, Stümpfling, Roßkopf

6. Tag: Wildfeldalm – Soinsee – Osterhofen – Siglhütte. Gipfel: Rotwand, Auerspitz

7. Tag: Siglhütte – Scharte zwischen Kesselwand und Lacherspitz – Brannenburg. Gipfel: Lacherspitz

 

Benötigtes Kartenmaterial: Alpenvereinskarten BY 11, BY 13, BY 15, BY 16 im Maßstab 1:25 000.