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Jubiläumsgrat mal anders

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Von und nach München an einem Tag


Blick vom Zugspitzgipfel Richtung Jubiläumsgrat: Das Meer aus Wolken sorgte für eine besonders mystische Stimmung

von Manuel Nadler

 

Der Jubiläumsgrat – er zählt wohl zu den schönsten Graten der Ostalpen. In luftiger Höhe und oft sehr exponiert verbindet er den höchsten Berg Deutschlands, die Zugspitze, mit der Alpspitze, dem Wahrzeichen von Garmisch-Partenkirchen. Im Sommer wird der Grat viel begangen und leider auch hin und wieder in seiner Länge und seinem Anspruch unterschätzt.

Ich möchte deshalb zu Beginn dieses Berichtes darauf hinweisen, dass die Art und Weise, in der die im Folgenden beschriebene Tour durchgeführt wurde, ein hohes Maß an Erfahrung und Konzentration beim Bergsteigen ohne Sicherung erfordert. Außerdem ist eine ausgezeichnete Selbsteinschätzung der eigenen physischen und psychischen Kräfte notwendig.

Ich hegte seit Längerem den Plan, innerhalb eines Tages von München zur Zugspitze, weiter über den Jubiläumsgrat bis zur Alpspitze und von dort wieder zurück nach München zu radeln, zu laufen und zu klettern. Was mich und meinen Tourenpartner daran reizte? Schwierig zusammenzufassen. Letztendlich wohl das Gesamtpaket der Tour: die große konditionelle Herausforderung, der sportliche Reiz, schnell am Berg unterwegs zu sein, der dafür nötige Teamgeist, das einmalige Naturerlebnis im Hochgebirge und nicht zuletzt die Idee, die Landeshauptstadt von Bayern mit dem höchsten Berg Deutschlands und seinem berühmten Jubiläumsgrat aus eigener Kraft zu einer imaginären Linie zu verbinden.

Mitte August war es endlich so weit: Mein Freund Simon Nüesch und ich starteten um Mitternacht mit Rennrädern vom Marienplatz in Richtung Zugspitze. Alles, was wir für die Tour brauchten, befand sich in unseren kleinen Rucksäcken. Viel war es nicht, denn wir verzichteten auf einiges an Material, um schnell unterwegs sein zu können. Ich hatte die Tour zuvor akribisch durchgeplant und wusste deshalb auswendig, wann wir wo sein mussten und was wir an Kleidung und Ausrüstung brauchten. Von München nach Hammersbach am Fuße der Zugspitze radelten wir auf leeren Landstraßen durch die Dunkelheit. Als wir von den Sätteln stiegen, brannten nicht nur unsere Hintern, sondern auch unsere Lust aufs Bergsteigen.


»Immer wieder umhüllte uns ein Meer aus Wolkenfetzen, die die Sicht nur für kurze Augenblicke freigaben.«

 

Kaum hatten wir unser Rad-Dress durch die Bergsteigerkluft getauscht, spurteten wir auch schon durch die Dunkelheit der noch einsamen Höllentalklamm – ein befreiendes Gefühl nach einigen Stunden im Sattel. Als wir an der Höllentalangerhütte ankamen, richtete die erste Gruppe gerade ihre Rucksäcke für den Aufstieg her. Ideal für uns, denn das bedeutete, dass wir beim Einstieg vom Höllentalferner in den Klettersteig keinen Stau zu befürchten hatten. Über die "Leiter" und das "Brett" erreichten wir bald den oberen Teil des Höllentals. Als wir am Höllentalferner ankamen, schnallten wir uns Grödel an die Schuhe. So überquerten wir problemlos den Gletscher und die Randkluft.

# 3/2018

Beobachtungen – Gespräche – Erinnerungen – Visionen

 

ganze Ausgabe lesen


Verlassene Straßen auf unserem Hinweg zur Zugspitze

Wir waren nun mutterseelenallein im Klettersteig und genossen trotz unseres zügigen Tempos die wunderschöne Aussicht hinüber zum Waxenstein, zur Alpspitze und zum Jubiläumsgrat. Mein Puls hämmerte schon bald gegen meine Schläfen. Kurz das Tempo herunterfahren, befahl ich mir. Augen schließen, tiefe Atemzüge nehmen und die Intensität der Situation aufsaugen. Augen auf, fokussieren und dann weiter. In den letzten 100 Höhenmetern unterhalb des Zugspitzgipfels hatte sich Anraum an den Felsen und dem Drahtseil gebildet. Es war deshalb sehr rutschig, und jeder Schritt erforderte äußerste Vorsicht. Langsam, aber sicher kamen wir voran und erreichten um kurz vor 9 Uhr morgens den Gipfel der Zugspitze. Wir waren beide hundemüde, weshalb wir uns für eine Stunde auf dem weichen Teppich in der "Schneekristallwelt" der Tiroler Zugspitzbahn aufs Ohr legten. Das Nickerchen war eingeplant – kein Zeitverlust also.

 

»Wir waren nun mutterseelenallein im Klettersteig
und genossen die wunderschöne Aussicht.«

 

Unsere größte Sorge war der Anraum am Fels. Ein Ausrutschen könnte am Jubiläumsgrat fatal enden. Weder meine leichten Zustiegsschuhe noch Simons ultraleichte Marathonlaufschuhe boten ausreichend Halt am vereisten Fels. Wir beschlossen, die Tour abzubrechen, falls der Anraum nach unserem Nickerchen weiterhin am Fels vorzufinden wäre.

Die Sonne spielte uns in die Karten. Innerhalb einer Stunde hatte sie den Jubiläumsgrat komplett vom Anraum befreit und den Fels getrocknet. Entzückt über das Timing der Sonne machten wir uns auf den Weg und ließen den Zugspitzgipfel hinter uns. Immer wieder umhüllte uns ein Meer aus Wolkenfetzen, die die Sicht nur für kurze Augenblicke freigaben. Die scharfen Felszacken entlang des Grates ragten aber noch heraus. Diese mystische Lichtstimmung begleitete uns fast bis zur knallroten Biwakschachtel, der Jubiläumsgrathütte. Wir hatten nun die Hälfte der Tour geschafft, und es war Zeit für eine Rast.

Mehr als eine halbe Stunde lang rasteten wir gemütlich in der Biwakschachtel, aßen unsere mitgebrachte Brotzeit und ratschten mit einer etwa 60 Jahre alten Bergsteigerin, die allein von der Knorrhütte über den Brunntalgrat zur Jubiläumsgrathütte aufgestiegen war. Wir zollten ihr größten Respekt angesichts ihrer Fitness und ihres Muts, solche Touren in ihrem Alter noch alleine zu unternehmen. Guter Dinge, bald die Alpspitze zu erreichen, verabschiedeten wir uns schließlich von der inspirierenden Dame und stiegen weiter entlang des Jubiläumsgrats.


Anraum am Drahtseil und am Fels unterhalb des Zugspitzgipfels! Eine sehr ernstzunehmende Gefahr für uns.

»Es ging Felstürme hinauf und hinunter.«

 

Es ging Felstürme hinauf und hinunter, und ich hatte das Gefühl, dass wir der Alpspitze kaum ein Stück näherkamen. Ich kannte den Gratverlauf jedoch und wusste, dass wir uns von solchen Eindrücken nicht demoralisieren lassen durften. Bald schon liefen wir den Hang unterhalb des Hochblassen bis zur Grieskarscharte hinab und ohne Pause wieder hinauf in Richtung Alpspitze.

Vor Schweiß triefend, aber erleichtert erreichten wir den Gipfel der Alpspitze um kurz vor 16 Uhr. Am Gipfelkreuz gönnten wir uns eine weitere Pause, denn von hier aus kann man den gesamten Jubiläumsgrat sehr gut einsehen. Ich ließ den bisherigen Verlauf der Tour nochmal vor meinem geistigen Auge Revue passieren. So weit war alles nach Plan verlaufen. Ein gutes und beruhigendes Gefühl machte sich in mir breit. Beim Blick hinab nach Garmisch-Partenkirchen und weiter über das Estergebirge hinaus in Richtung München wurde mir jedoch schnell klar: Wir hatten noch viel vor uns. Für den Klettersteig von der Alpspitze hinab zum Osterfelderkopf mussten wir uns noch mal voll konzentrieren.


Der Blick zurück von der Alpspitze auf den teils verdeckten Jubigrat

Sehr zügig spurteten wir den Klettersteig hinab. Auch den Großteil des weiteren Wegs hinunter bis nach Hammersbach legten wir im Laufschritt zurück. Wir waren getrieben davon, zu schaffen, was wir uns zu Beginn dieser Tour vorgenommen hatten. Die Motivation war deshalb noch groß. Bald saßen wir wieder auf den Rennrädern und starteten in Richtung Münchner Marienplatz. Obwohl das Ziel noch über 100 km entfernt lag, rückte es seit Beginn des Tages jedoch immer näher. Um nicht übermüdet vom Radl zu kippen, tranken wir in einem Restaurant in Ohlstadt doppelte Espressi. Danach waren wir für den Rest des Wegs wieder wach genug.

 

»Wir waren getrieben davon,
zu schaffen, was wir uns zu Beginn
dieser Tour vorgenommen hatten.«

 

Eine Herausforderung musste ich jedoch noch meistern: Ungefähr 60 km vor dem Ziel verließ mich plötzlich all meine Motivation, diese Tour zu Ende zu fahren. Mein ganzer Körper schmerzte, und die Frage nach dem "Warum?" drängte sich mir umso schmerzlicher auf. Warum musste ich so eine Tour überhaupt machen? Während ich im monotonen Rhythmus in die Pedale trat, fand ich darauf keine zufriedenstellende Antwort. Trotzdem trat ich weiter in die Pedale, immer gleich und geradlinig vorwärts. Irgendetwas sagte mir dann jedoch, dass die Sinnfrage gerade vollkommen sinnlos war …

Als wir am Ortsschild von Grünwald vorbeifuhren, war der Marienplatz nicht mehr weit. Bei Simon und mir kam auf den letzten Kilometern durch die Stadt eine freudige Stimmung auf. Wir hatten ein breites Grinsen im Gesicht, als wir schließlich am Ziel, dem Fischbrunnen des Marienplatzes, ankamen. Nach 22 Stunden und 40 Minuten standen wir wieder am Startpunkt unserer Tour. Wir hatten es geschafft, aber konnten es erst in den darauffolgenden Tagen so richtig genießen. An diesem Abend wollten wir einfach nur noch ins Bett.


Manuel Nadler ist Tourenführer der Oberländer Jugendgruppe "Bergaufboardab". Im Winter ist das Splitboard sein Spielzeug, im Sommer ist er zu Fuß, kletternd oder auf zwei Rädern in den Bergen unterwegs.